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Im Kräftemessen gegen die Niederlande setzen sich die DHB-Frauen knapp durch. Am Samstag steht der nächste Test zur EM-Vorbereitung gegen den Weltmeister an.

Überraschung beim Restart: Die deutschen Handballerinnen haben nach ihrer 293-tägigen Zwangspause ein Ausrufezeichen gesetzt.

Das Team von Bundestrainer Henk Groener schlug am Donnerstag im ersten von zwei Tests den Weltmeister Niederlande mit 27:25 (16:15) und zeigte dabei bemerkenswert viel Spielfreude.

In niedersächsischen Lingen war Rückraumspielerin Xenia Smits mit fünf Treffern die beste Werferin für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Zuschauer waren in der Emslandarena aufgrund der Corona-Pandemie nicht zugelassen. 

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"Wir haben gewonnen, was will man mehr? Es gibt aber noch einiges zu verbessern", sagte Smits: "Wir hatten viele Aufs und Abs, aber wir haben ja zum ersten Mal wieder zusammen gespielt." Groener resümierte: "Das Ergebnis ist top, steht aber nicht im Vordergrund. Ich war die ganze Woche schon zufrieden. Wir haben viel von dem umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Der Sieg ist verdient."

DHB-Team in Vorbereitung auf EM

Im vergangenen Dezember hatten die DHB-Frauen bei der WM in Japan ihr bisher letztes Spiel bestritten - und dabei das Olympia-Ticket verspielt. In der darauf folgenden langen Pause richtete sich der Blick längst auf die EM im Dezember, das Kräftemessen mit dem WM-Champion diente gleich als Standortbestimmung.

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Das Groener-Team erwischte einen exzellenten Start. Schon in der siebten Minute erzielte Luisa Schulze das 4:1, die Niederlande nahmen die erste Auszeit. Deutschland profitierte von einer starken Deckung mit einer gut aufgelegten Dinah Eckerle zwischen den Pfosten. 

Auch eine doppelte Unterzahl und der daraus resultierende Ausgleich zum 6:6 (11.) brachten die Gastgeber nicht aus der Ruhe. Kurze Zeit später stand es schon wieder 12:6 (18.), weil Deutschland nach Ballgewinnen immer wieder durch Gegenstöße erfolgreich war. Eine Vorentscheidung bedeutete das aber nicht. 

Beiden Teams unterliefen auch einige Fehler, der DHB-Auswahl durch Shenia Minevskaja mehrfach im Spielaufbau. Die deutsche Mannschaft, die die Niederlande bereits bei der WM in der Hauptrunde bezwungen hatte, baute die knappe Pausenführung im zweiten Durchgang zunächst weiter aus. Gleichzeitig tauschte Groener fleißig das Personal.

Niederlande ohne Polman

Die Niederlande produzierten ohne ihre Topspielerin Estavana Polman nur wenig Gefahr aus dem Rückraum. 17 Minuten vor dem Ende wuchs der Vorsprung auf fünf Treffer an. Vor allem Smits, die nach mehr als einjähriger Verletzungspause ihr Comeback feierte, zeigte eine gute Leistung. Es blieb aber spannend. 

Am Samstag trifft Deutschland an gleicher Stelle ein weiteres Mal auf die niederländischen Nachbarn (Deutschland - Niederlande ab 16.40 Uhr LIVE im TV auf SPORT1). "Da wollen wir natürlich wieder gewinnen", kündigte Smits vollmundig an. 

Die EM findet vom 4. bis 20. Dezember in Dänemark und Norwegen statt. Die DHB-Frauen bekommen es in der Vorrunde in Trondheim mit Co-Gastgeber Norwegen, Polen und Rumänien zu tun.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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