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Der Druck auf die DHB-Frauen steigt
Der Druck auf die DHB-Frauen steigt © AFP/SID/BO AMSTRUP
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Vor dem Start in die heiße Turnierphase gegen Ungarn am Samstag schraubt die Spitze des DHB die Erwartungen an die DHB-Frauen hoch.

Ein ordentlicher Auftakt, eine historische Demütigung und ein wackliger Vorrundenabschluss - die bisherigen Spiele der deutschen Handballerinnen bei der EM in Dänemark verbreiteten kaum Euphorie. Vor dem Start in die heiße Turnierphase gegen Ungarn am Samstag (16.00 Uhr/sportdeutschland.TV) schraubte die Spitze des Deutschen Handballbundes (DHB) die Erwartungen an das Team von Bundestrainer Henk Groener dennoch hoch. 

"Wir sind mit einer guten Leistung in der Lage, die nächsten drei Spiele zu gewinnen", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer bei einer digitalen Medienrunde am Freitag und ergänzte: "Wir müssen uns in der Hauptrunde vor niemanden verstecken, wenn es uns gelingt, unsere Leistung abzurufen." 

Dies gelang bisher aber zu selten. Nach dem vielversprechenden 22:19 gegen Rumänien folgte beim 23:42 gegen Norwegen die höchste Pleite der deutschen Frauen-Länderspielgeschichte. Das hart erkämpfte 21:21 gegen Außenseiter Polen rettete dann den Einzug in die Hauptrunde, die nach einer Spielplanänderung für das deutsche Team zwei Tage verspätet startet. 

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"Mit Blick auf die Partie gegen Ungarn ist der Spielplan sicher kein Nachteil", sagte Kromer. Allerdings folgen nach dem freien Sonntag im Doppelpack die entscheidenden Partien: Am Montag trifft die DHB-Auswahl zunächst auf den bisher enttäuschenden Weltmeister Niederlande, am Dienstag folgt der Hauptrunden-Abschluss gegen Kroatien (beide 18.15 Uhr). Bundestrainer Groener hatte die Terminänderung als "Witz" bezeichnet: "Ich denke, das ist total unfair."

Der DHB versuchte mit einem Schreiben an die Europäische Handball-Föderation EHF kurzfristig, eine Spielplanänderung zu erwirken und das letzte Spiel gegen Kroatien auf Mittwoch zu verlegen. Diese Idee sei laut EHF verständlich, jedoch nicht umsetzbar gewesen, berichtete Kromer: "Das haben wir zur Kenntnis genommen."

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