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Henk Groener wurde für Oranje zum Medaillenschmied, bei der Handball-WM in Japan soll der Niederländer die deutschen Frauen zu einer Top-Platzierung führen.

Der Auftrag? Klar. Die Aufgabe? Höchst knifflig. Doch Henk Groener brennt auf den wohl schwierigsten Job seiner Trainerlaufbahn. "Das ist ein Turnier, von dem man als Sportler träumt", sagte der Bundestrainer der deutschen Handball-Frauen vor der WM in Japan.

Groener, einstiger Medaillenschmied Oranjes, weiß um die Schwere seiner Mission: Nur ein Platz unter den besten sieben hält den Traum von Olympia am Leben. "Wir haben bei der EM gezeigt, dass wir bei vielen Teams gut mithalten können", sagte Groener vor seiner WM-Premiere mit dem deutschen Team am Samstag gegen Panamerikameister Brasilien.

Doch ein zehnter Platz wie bei Groeners DHB-Debüt bei der Europameisterschaft im Vorjahr wäre nun zu wenig. 

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Groener führte Oranje ins Finale

Die persönlichen Erinnerungen an seine letzten WM-Spiele dürften Groener beflügeln. 2015 war es, als er mit den Niederlanden die Handball-Welt auf den Kopf stellte und sie sensationell ins Finale führte. "Das ist jetzt eine andere Situation. Es ist mein erstes WM-Spiel mit Deutschland, das sind schon anderen Voraussetzungen", sagte Groener zurückhaltend. 

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Dabei wird seitens der Verbandsoberen zumindest mittelfristig nichts anderes als eine Wiederholung des Holland-Märchens von Groener erwartet. Zurück in die Weltspitze soll es gehen, und das möglichst schnell.

Bei der Inthronisierung Groeners als Nachfolger von Michael Biegler im Frühjahr 2018 wurde öffentlich von einer Olympia-Medaille 2020 gesprochen, doch dieses Ziel klingt heute, fast zwei Jahre und eine EM später, angesichts der Leistungsschwankungen im deutschen Team mindestens ambitioniert.

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Groener - Bessermacher und Medaillengarant

Dass Groener ein Spezialist für kleine Handball-Wunder ist, bewies er seinerzeit im Nachbarland, als er das niederländische Team von 2009 bis 2016 sukzessive unter den Besten etablierte. Sowohl bei der WM 2015 als auch bei der EM 2016 schaffte Oranje den Sprung ins Endspiel. Die beiden Silbermedaillen sind bis heute die besten Platzierungen in der Geschichte des niederländischen Handballs.

In den Tagen vor dem Japan-Abenteuer, seinem zweiten Turnier als DHB-Coach, wirkt Groener ganz entspannt. Das Ziel Olympia formuliert der 59-Jährige sehr klar, doch er tut alles, um den Druck von seinen Spielerinnen zu nehmen. Selbst als die WM-Generalprobe gegen Montenegro (29:33) verloren ging, war Groener der ruhende Pol. 

In der Szene genießt Groener einen ausgezeichneten Ruf, er gilt als Bessermacher und Medaillengarant. Und auch beim DHB ist das Vertrauen riesig. Der bestehende Vertrag, der bis nach den Sommerspielen 2020 gilt, soll vorzeitig verlängert werden. Eine entsprechende Präsidiumsentscheidung verkündete Präsident Andreas Michelmann kürzlich. Dieses Vertrauen will Groener nun bestätigen.

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