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Nächste Topleistung der deutschen Handballer. Im letzten Gruppenspiel der WM besiegt das DHB-Team Spanien und zieht als Gruppensieger in das Halbfinale ein.

Die deutschen Handballer legten nach der rauschenden Abschiedsparty in ihrem "Wohnzimmer" noch einmal ein kleines Tänzchen aufs Parkett, Bundestrainer Christian Prokop applaudierte ihnen begeistert.

Durch ein 31:30 (17:16) gegen Europameister Spanien im Tollhaus Kölnarena gehen Kapitän Uwe Gensheimer und Co. mit breiter Brust als ungeschlagener Gruppensieger ins WM-Halbfinale am Freitag (Handball-WM: Deutschland - Norwegen, Fr., ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) in Hamburg gegen Vize-Weltmeister Norwegen.

"Die Jungs wollten sich mit einem guten Gefühl verabschieden. Wir wollten mit Rückenwind nach Hamburg reisen", sagte Prokop nach dem sechsten Sieg im achten Turnierspiel. "Oh, wie ist das schön", sangen die begeisterten Fans und wedelten wild mit ihren schwarz-rot-goldenen Fähnchen, als sich die Spieler auf der Ehrenrunde für die fantastische Unterstützung bei den drei Hauptrundensiegen bedankten. 

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"Wir hatten eine Pflicht den Zuschauern gegenüber. Die sind nicht umsonst hierhergekommen. Wir wollten ihnen eine Show bieten", sagte Patrick Wiencek in der ARD.

Halbfinale gegen Norwegen

Jetzt geht es gegen Norwegen um alles. "Norwegen ist eine Mannschaft, die auf einem Toplevel spielt. Aber wir können uns auch noch steigern", sagte Teammanager Oliver Roggisch in der ARD. Im zweiten Halbfinale treffen zuvor Olympiasieger Dänemark und Titelverteidiger Frankreich aufeinander.

Bester deutscher Werfer gegen Spanien war Fabian Böhm mit fünf Toren. Prokop gönnte vor 19.250 Zuschauern Stammspielern wie Kapitän Uwe Gensheimer und Abwehr-Ass Patrick Wiencek einige Ruhepausen für das wichtigste Spiel der Nationalmannschaft seit dem EM-Finale vor drei Jahren. Zuletzt hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) beim goldenen Wintermärchen 2007 im WM-Halbfinale gestanden.

Prokop hatte vor dem Duell der Ex-Weltmeister angekündigt, die Kräfte angesichts der hohen Belastungen "gut zu verteilen". So kam der für den schwer am Knie verletzten Spielmacher Martin Strobel (Kreuzband- und Innenbandriss) nachnominierte Lemgoer Tim Suton zu einem überzeugenden Einstand, der Bundestrainer wechselte zudem schon in der ersten Halbzeit munter durch.

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"Es war ein schönes, attraktives Tempospiel. Das ist okay. Jetzt freuen wir uns auf den vollen Fokus", sagte Prokop.

Viele Gegentore in Halbzeit eins

In der Neuauflage des EM-Finals von 2016 merkte man beiden Teams an, dass der sportliche Wert des Spiels nicht mehr allzu groß war. In den Abwehrreihen mangelte es an der letzten Konsequenz, zudem schlichen sich kleinere Unkonzentriertheiten ins Spiel des Gastgebers ein. Das Torhüter-Duo Andreas Wolff und Silvio Heinevetter bekam in den ersten 30 Minuten nur wenige Bälle zu fassen. Die 16 Gegentore zur Pause bedeuteten den Höchstwert für das DHB-Team bei diesem Turnier.

Dass es dennoch mit einer Führung in die Kabinen ging, war den Spielern aus der zweiten Reihe und dem effektiven Angriff zu verdanken. Suton und Böhm agierten selbstbewusst und erzielten bis zur Pause jeweils drei Treffer. Darüber hinaus zeigte sich der zuletzt verunsichert wirkende Patrick Groetzki verbessert. Der Rechtsaußen verwandelte seine beiden Würfe im ersten Durchgang eiskalt.

"Wir spielen nach vorne ein gutes Tempo. In der Abwehr haben wir noch Luft nach oben. Da müssen wir den Torhütern mehr helfen", sagte Roggisch in der Halbzeitpause, in der die Weltmeister von 2007 unter viel Beifall von DHB-Präsident Andreas Michelmann geehrt wurden. (SERVICE: Handball-WM Tabellen)

Zuschauer veranstalten große Party

Angetrieben vom sich steigernden Heinevetter und einer deutlich verbesserten Abwehr zog das DHB-Team nach einem Treffer von Kai Häfner beim 20:17 erstmals auf drei Tore davon (36.). Durch Finn Lemkes erstes Turniertor und Sutons vierten Treffer hieß es in der 41. Minute 23:19 - die Zuschauer feierten auf den Tribünen die nächste Party, auch wenn Spanien am Ende noch einmal verkürzte. Heinevetter verhinderte eine Minute vor dem Ende mit einer starken Parade den Ausgleich.

"Das hat mich sehr gefreut. Er macht das fantastisch, ist ein absoluter Teamplayer. Er hat heute für 40 Minuten eine richtig gute Leistung gebracht", schwärmte Prokop.

Die Spieler saugten die Atmosphäre noch einmal auf und fliegen mit viel Vorfreude am Donnerstag nach Hamburg.

"Ich habe probiert, auf der Ehrenrunde diese ganzen positiven Gefühle nochmal bewusst mitzunehmen, in die Ränge zu schauen, noch ein paar Bilder für mein Gehirn zu knipsen. Denn es war wirklich etwas Einmaliges. Ich glaube, das werden wir nicht mehr erleben", sagte Kapitän Uwe Gensheimer.

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