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Korea v Germany: Group A - 26th IHF Men's World Championship
Uwe Gensheimer gewann mit Deutschland in Rio 2016 Olympia-Bronze © Getty Images
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München - Auch bei der Handball-WM ist die große Belastung ein Thema. Wie gehen die deutschen Stars damit um? Uwe Gensheimer schlägt Alarm: "Gesund ist das nicht".

Eisbad, Ergometer, Sauna: Die deutschen Handballer haben so ihre Tricks, wie sie die enorme Belastung durch den WM-Doppelpack gegen Russland und Frankreich innerhalb von 26 Stunden am besten verkraften. (Handball-WM ab 18 Uhr, Deutschland - Russland im LIVETICKER

Und nicht alles davon ist gesund. "Es gibt viele Spieler, die sich mal ein Schmerzmittel reinhauen", gab Kapitän Uwe Gensheimer kürzlich im Spiegel zu.

Die Brasilianer waren bei dieser WM das erste Opfer. Nach dem kraftraubenden Duell am späten Freitagabend, mussten sie tags darauf gegen Deutschland ran und verloren sehr deutlich.

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Handball: Belastungsgrenze längst überschritten

In Berlin bestreiten Gensheimer und Co. ihre fünf Vorrundenspiele in acht Tagen. Zum Vergleich: Bei der Fußball-WM in Russland haben die Teams im Schnitt alle vier Tage ein Spiel bestritten. Ein Traum für die Handballer, der unerfüllt bleiben wird. Die Tendenz geht in die andere Richtung: Durch die Aufstockungen der WM (von 24 auf 32) ab 2021 und der EM (von 16 auf 24) ab 2020 wird der Zeitplan noch enger. 

Schon jetzt ist die Grenze erreicht. Liga, Pokal, Europacup, dazu jede Saison eine Welt- oder Europameisterschaft und alle vier Jahre Olympische Spiele - ein Mammutprogramm. 

Superstar Nikola Karabatic, der nach gerade erst auskurierter Fußverletzung das französische WM-Team verstärken soll, brachte es einmal auf den Punkt: "Im Handball bekommst du frei, wenn du verletzt bist." Er wolle aber "nicht jammern", so Karabatic, "die Leute denken sonst, wir sind Weicheier." 

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HBL blockiert Reduzierung der Spiele

Vor allem für die bei deutschen Topklubs beschäftigten Nationalspieler ist die Belastung riesig. Auf bis zu 80 Spiele kommen sie in einer Saison, selbst zwischen Weihnachten und Neujahr sind Partien angesetzt. Die Sommerpause? Zuletzt nur drei Wochen lang.

"Wer in Deutschland spielt, ist nach der Saison körperlich am Ende", sagte Kreisläufer Hendrik Pekeler der Sport Bild: "Hier wird schon lange nicht mehr im Interesse der Sportler sondern nur der Funktionäre entschieden."

Die HBL schiebt einer immer mal wieder angeregten Reduzierung der Liga aber klar den Riegel vor. Ihr Argument: Die Vereine sind auf die Einnahmen der Heimspiele angewiesen. Immerhin: Für die Saison 2020/21 gibt es den Plan, die Juni-Länderspielwoche vorzuziehen. Den Abschluss der Saison würde dann das Final Four in der Champions League bilden.

Gensheimer: "Nicht gesund"

Mit im Schnitt 2,8 Verletzungen pro Jahr und 30 Tagen Ausfallzeit seien die Handballer deutlich gefährdeter als Fußballprofis (2,4/24), erklärte Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln der ARD. Die leichten Blessuren werden schon in der Kabine behandelt: Kompressionsverbände gegen Pferdeküsse, Eisbeutel gegen Schwellungen. 

"Unsere Physios schieben nach Spielen oft Nachtschichten", sagt Gensheimer. Bei ihm selbst seien die Sprunggelenke "im Arsch", sie muss er vor jedem Spiel tapen. Und Gensheimer wechselte zu Paris Saint-Germain nach Frankreich, wo die Belastungen weniger hoch sind. "Aber dass das alles nicht gesund ist", sagt Gensheimer, "wissen wir".

Ein bisschen stolz sind die Handballer auf ihre Härte gegen sich selbst aber auch. Als Turnier-Neuling Franz Semper nach dem Auftaktspiel von Fieber geplagt das Bett hütete, sagte Torhüter Silvio Heinevetter mit einem Augenzwinkern: "So ein bisschen Schüttelfrost ist kein Grund, nicht zu spielen. Und auch keine Ausrede wie in anderen Sportarten."

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