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Berlin - Die deutsche Handball-Nationalmannschaft zeigt bei der Heim-WM gegen Brasilien eine starke Leistung und gewinnt souverän. Keeper Andreas Wolff wird zum starken Rückhalt.

Der überragende Uwe Gensheimer und der bärenstarke Andreas Wolff klatschten einander ab und brüllten "Jawoll", dann genossen die beiden Topstars zusammen mit ihren Mitspielern auf der Ehrenrunde die Ovationen der begeisterten Fans.

Die deutschen Handballer haben bei der Heim-WM durch ein 34:21 (15:8) gegen Brasilien eindrucksvoll Kurs auf die Hauptrunde genommen und mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel die Partystimmung auf ihrer Medaillen-Mission befeuert. "Oh, wie ist das schön", sangen die Zuschauer in Berlin. (Handball-WM: Die Tabellen

Prokop: "Das war mega"

"Das war mega. Das Auftaktspiel wurde noch einmal getoppt. Die Mannschaft hat immer fokussiert gearbeitet, egal, wie der Spielstand war", sagte Bundestrainer Christian Prokop nach der starken Leistung im ZDF. (Handball-WM: Spielplan und Ergebnisse)

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Kapitän Gensheimer war mit zehn Toren vor 13.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof wieder einmal bester Werfer der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) und wurde zum Spieler des Spiels gewählt. "Wir haben sehr konzentriert mit sehr vielen Emotionen gespielt. Wir waren sehr aggressiv", sagte Gensheimer. 

Wolff avancierte mit zahlreichen Paraden wie schon beim Auftaktsieg gegen das vereinte Team Korea (30:19) zum großen Rückhalt bei einem Erfolg, mit dem die Spieler in dieser Form nicht gerechnet haben. "In dieser Deutlichkeit hätten wir es nicht erwartet", sagte Steffen Fäth und schickte vor der Begegnung am Montag (ab 18 Uhr im LIVETICKER) gegen Ex-Weltmeister Russland noch eine Kampfansage hinterher: "Wir haben schon noch Luft nach oben."

Prokop musste gegen die Südamerikaner auf WM-Debütant Franz Semper verzichten. Der Rückraumspieler des Bundesligisten SC DHfK Leipzig stand aufgrund einer starken Erkältung nicht zur Verfügung. "Wir werden seinen Ausfall taktisch lösen", kündigte DHB-Vizepräsident Bob Hanning an.

Prokop ändert Startformation nicht

Der Bundestrainer setzte aber auf die gleiche Startformation wie gegen Korea, und die DHB-Auswahl war sofort richtig gut im Spiel. Torhüter Wolff war in der Anfangsphase schier unüberwindbar, die Abwehr um den bärenstarken Mittelblock mit Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler rührte Beton an, und im Angriff glänzten die Gastgeber mit vielen Variationen. Der Lohn war eine schnelle 5:1-Führung nach einem sehenswerten Dreher von Gensheimer (9.).

Brasilien war der Kräfteverschleiß nach dem harten Kampf am Freitagabend gegen Titelverteidiger Frankreich (22:24) anzumerken, während das deutsche Team aufs Tempo drückte. Die ohnehin schon gute Stimmung heizten Wiencek und Co. mit rudernden Armbewegungen noch weiter an. Der Olympia-Achte zeigte sich beeindruckt.

Deutschland von Stimmung beflügelt

Die Gastgeber bauten beflügelt von der Atmosphäre ihren Vorsprung von 9:2 (15.) auf 14:5 (25.) aus. An der Seitenlinie lächelte Prokop zufrieden, die Zuschauer erhoben sich von ihren Sitzen. Im Rückraum glänzten Steffen Weinhold und Fäth, der bei den Rhein-Neckar Löwen zuletzt über die Reservistenrolle nicht hinaus kam.

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"Die Jungs geben alles. Wir stehen hervorragend in der Abwehr und haben einen starken Andreas Wolff hinten drin. Wir haben die Kulisse abgeholt, aber wir müssen wach bleiben", sagte Teammanager Oliver Roggisch nach der Sieben-Tore-Führung zur Pause.

Die Spieler kamen der Forderung des Weltmeisters von 2007 nach. Die technischen Fehler der Brasilianer wurden immer wieder zu leichten Toren bei Tempogegenstößen genutzt. Nach dem 22:14 (42.) durch Kreisläufer Jannik Kohlbacher kreiste La Ola durch die Arena.

Prokop wechselte angesichts des deutlichen Vorsprungs munter durch, um Kräfte für den weiteren Turnierverlauf zu sparen. In Russland wartet am Montag der erste richtige Prüfstein.

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