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Nach dem Ärger über die Nichtnominierung für die Handball-WM können die Teamkollegen den Frust von Tobias Reichmann nachvollziehen. Die Abreise sei kein Thema.

Die deutschen Handballer zeigen Verständnis für den WM-Frust und Urlaub des auf Abruf stehenden Tobias Reichmann. "Er ist Teil des Teams, ein Weltklassespieler. Dass die Frustration groß ist, ist verständlich", sagte Torhüter Silvio Heinevetter: "Aus Amerika ist man mittlerweile schneller wieder hier als wenn man mit dem Auto nach Italien fährt. Von daher ist das kein Problem." (Handball-WM: Deutschland - Brasilien am Samstag ab 18.15 Uhr im LIVETICKER)

Rechtsaußen Reichmann hatte sich nach seiner Ausbootung aus dem 16-köpfigen WM-Kader durch Bundestrainer Christian Prokop für fünf Tage nach Orlando verabschiedet und mit spitzen Kommentaren auf Instagram ("Ich bin dann mal weg. Wieso, weiß ich gar nicht genau...Ahhh, doch...Spontanurlaub") für Wirbel gesorgt. 

Musche kann Enttäuschung verstehen

"Wenn der nicht frustriert ist, wäre mit ihm etwas nicht in Ordnung", sagte Linksaußen Matthias Musche: "Das ist ein Riesentraum für uns alle, jeder sollte nachvollziehen, dass er enttäuscht ist. Wir als Mannschaft können das." Ein großes Thema sei es aber nicht, betonte der Magdeburger Torjäger: "Wir können uns gar nicht erlauben, uns groß damit zu beschäftigen."

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Auch Spielmacher Martin Strobel spielte die Bedeutung des Themas herunter. "Das sollte uns nicht tangieren", sagte der 32-Jährige, der ebenfalls keinen Groll gegen Reichmann hegt: "Das kann man ihm nicht verübeln."

Prokop: Thema irrelevant

Bundestrainer Prokop erklärte am Freitag, er "fokussiere meine gesamte Energie auf die 16 Spieler, die hier sind. Alles andere ist für mich irrelevant."

Dass einige Experten vermuten, dass es für Reichmann keine Zukunft im Nationalteam gebe, ließ DHB-Vizepräsident Bob Hanning kalt. "Das ist ja das Schöne, dass Experten zu allem was sagen können, gefragt und ungefragt", sagte Hanning zu SPORT1: "Was wir dazu zu sagen haben, die für die Entscheidung verantwortlich sind, haben wir gesagt. Mehr gibt es dazu nicht, das ist kein Thema."

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