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Bei der Handball-WM sind mehr Spieler erlaubt
Bei der Handball-WM sind mehr Spieler erlaubt © Imago
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München - Bei der kommenden Handball-Weltmeisterschaft in Ägpyten dürfen die Trainer mehr Spieler nominieren. Bundestrainer Alfred Gislason bedankt sich.

Mehr Wechselmöglichkeiten gegen die Überlastung: Bei der Handball-Weltmeisterschaft im Januar in Ägypten dürfen die 32 teilnehmenden Mannschaften 20 statt wie bisher 18 Spieler nominieren. Anders als zuletzt können die Trainer aus diesem 20er-Kader ihre 16 Akteure umfassende Aufstellung für jedes Spiel neu bestimmen, ohne dass ein Wechselkontingent belastet wird.

"Ein großes Dankeschön im Namen der Spieler für diese Entscheidung", sagte Bundestrainer Alfred Gislason, der zuletzt für eine entsprechende Regeländerung geworben hatte: "Die IHF trägt mit dieser Anpassung des Reglements der Tatsache Rechnung, dass die Wettkampfdichte in dieser Saison durch den pandemiebedingten verspäteten Start in die Ligen sowie den Olympischen Spielen im kommenden Sommer noch größer als in der Vergangenheit sein wird."

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Zudem haben die Teams während des Turniers die Möglichkeit, insgesamt fünf Wechsel vorzunehmen, mit Spielern aus dem vorläufigen Kader, der Ende des Jahres nominiert werden muss. Bisher waren nur drei solcher Wechsel möglich. Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes, sprach ein "Kompliment an die Entscheidungsträger" aus und nannte die Änderungen eine "weise Entscheidung".

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Ähnlich äußerte sich auch Nationaltorhütter Johannes Bitter, Vorsitzender der Spielergewerkschaft Goal: "Das ist ein toller Schritt und richtungsweisend in der aktuellen Situation, die den Spielern alles abverlangen wird. So kann die Belastung die sonst punktuell unfassbar hoch wäre, auf mehrere Schultern verteilt werden."

Strub rechnet mit anstrengender Saison

Bundesliga mit 20 Teams, Champions League, Pokal: Durch die lange Spielpause aufgrund der Corona-Pandemie wird der ohnehin schon aufgeblähte Wettkampfkalender vor allem für die Profis bei Spitzenklubs noch anstrengender. Hinzu kommen die Spiele und Turniere mit der Nationalmannschaft wie WM, Olympia-Qualifikation und Olympische Spiele.

Patric Strub, Wettkampfdirektor des Weltverbandes IHF, begründete die Entscheidung gegenüber dem Fachmagazin Handballwoche: "Das ist eine wichtige Maßnahme, mit der die IHF ihrer Sorgfaltspflicht nachkommt und den Trainern mehr Möglichkeiten gibt, die Belastungen für die einzelnen Spieler zu steuern."

Auch die Größe des erweiterten WM-Kaders, aus dem sich das tatsächliche Aufgebot zusammensetzen wird, ist von 28 auf 35 gewachsen.

Auf die Verbände kommen durch die neue WM-Regelung keine zusätzlichen Kosten für Transport und Unterbringung der zwei zusätzlichen Spieler zu – die übernimmt die IHF.

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