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Die deutschen Hockey-Männer scheitern bei der WM in Indien im Viertelfinale an Belgien. Deutschland verliert das Spiel trotz früher Führung gegen starke Belgier.

Bittere Enttäuschung für die deutschen Hockey-Asse, der Traum vom dritten WM-Triumph ist jäh geplatzt.

Das Team von Bundestrainer Stefan Kermas scheiterte bei dem Turnier im indischen Bhubaneswar bereits im Viertelfinale.

Durch die 1:2 (1:1)-Niederlage gegen den Olympia-Silbermedaillengewinner Belgien verpasste die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) nach 2014 zum zweiten Mal nacheinander das Halbfinale bei einer Weltmeisterschaft – das gab es noch nie. "Wir haben verdient verloren", sagte Kermas schwer enttäuscht und kündigte an, mit etwas Abstand in Ruhe die Leistung zu analysieren. Die Enttäuschungen beim DHB nehmen zu. Personaldiskussionen wollte Verbandspräsident Wolfgang Hillmann nach Rang fünf in der Endabrechnung aber nicht lostreten.

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Linnekogel bringt Deutschland in Führung

Dieter Linnekogel traf im Kalinga-Stadium von Bhubaneswar nach Vorlage von Tom Grambusch zur Führung (14.), Belgien schlug vier Minuten später per Strafecke von Alexander Hendrickx zurück (18.) und drehte Anfang des vierten Viertels das Spiel durch ein Tor von Tom Boon (50.).

Die Revanche der deutschen Mannschaft für das verlorene EM-Halbfinale im vergangenen Jahr ist damit missglückt. Das zweite Halbfinale bestreiten Topfavorit Australien und der Gewinner des Viertelfinals zwischen Indien und den Niederlanden. 

Kapitän Martin Häner und Co. kamen gegen den Dritten der Weltrangliste gut in die Partie, insbesondere Florian Fuchs setzte früh Akzente. Nach der Führung zeigte auch Torhüter Tobias Walter in einer Druckphase der Belgier seine Klasse (15.).

"Das Risikomanagement wird entscheidend sein", hatte Kermas vor dem Anpfiff gesagt und eine bessere Balance als beim 5:3 zum Vorrundenabschluss gegen Außenseiter Malaysia gefordert. Seine Mannschaft, im Gegensatz zu den Belgiern direkt ins eingezogen, setzte die Marschroute gegen die starken "Roten Teufel" konsequent um.

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Belgien wird zunehmend stärker

Im zweiten Viertel dominierte der deutsche Nachbar allerdings mehr und mehr. Das Team von Trainer Shane McLeod, mit einem 5:0 gegen Pakistan ins Viertelfinale eingezogen, drängte entschlossen in den Kreis und erarbeitete sich immer wieder Strafecken.

Walter, der beim 1:1 etwas unglücklich agierte, musste immer wieder eingreifen und verhinderte einen Rückstand. Die deutsche Mannschaft müsse "mutiger in den Schusskreis eindringen und Strafecken herausholen", sagte der zweimalige Olympiasieger Moritz Fürste am DAZN-Mikrofon.

Anfang der zweiten Hälfte agierte das Team von Kermas viel präsenter in der Offensive, Niklas Wellen und Timm Herzbruch spielten ihr Tempo aus, Torjäger Marco Miltkau strahlte im Sturmzentrum nun mehr Gefahr aus. Der Weltmeister von 2002 und 2006 wartete allerdings weiter auf seine erste kurze Ecke, Belgien verteidigte geschickt.

Im Schlussabschnitt nahm die Spannung immer mehr zu, beide Kontrahenten forderten sich weiter athletisch und taktisch. Nach dem 2:1 der Belgier fand die deutsche Mannschaft kein Rezept mehr gegen die engmaschige Verteidigung des Gegners.

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