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Arda Turan war vor nicht allzu langer Zeit noch Kapitän der türkischen Nationalmannschaft
Arda Turan war vor nicht allzu langer Zeit noch Kapitän der türkischen Nationalmannschaft © Imago
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Arda Turan prügelt sich in Istanbul mit einem türkischen Schlagerstar. Dem Nationalspieler droht eine lange Haftstrafe. Sein Klub reagiert mit einer heftigen Geldstrafe.

Dem türkischen Star Arda Turan droht in seiner Heimat eine langjährige Haftstrafe und damit das vorzeitige Ende seiner Karriere.

Nach einer Schlägerei mit dem türkischen Schlagerstar Berkay Sahin in der Vorwoche vor einem Nachtklub in Istanbul erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den vom FC Barcelona an den Istanbuler Spitzenverein Basaksehir ausgeliehenen Mittelfeldspieler wegen sexueller Belästigung, unerlaubten Waffenbesitzes und vorsätzlicher Körperverletzung.

Die Ermittlungsbehörde forderte laut der Nachrichtenagentur DHA zwölfeinhalb Jahre Gefängnis für den 31-Jährigen.

Über 300.000 Euro Geldstrafe

Am Dienstag reagierte Basaksehir: Der Klub schrieb auf der eigenen Homepage, dass Turan 2,5 Millionen Lira (370.000 Euro) Geldstrafe zahlen müsse.

"Wir wollen betonen, dass die Handlungen, von denen behauptet wird, dass sie unser Fußballer (...) begangen habe und von denen in den Medien berichtet wird, in keinster Weise dem ethischen und professionellen Verständnis des Fußballklubs Istanbul Basaksehir entsprechen", erklärte der Klub in einer Stellungnahme.

Arda Turan und Sahin waren vergangene Woche vor dem Klub handgreiflich aneinandergeraten. Bei der Prügelei erlitt Sahin einen Nasenbeinbruch. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind bislang nicht bekannt.

16 Spiele Sperre für Angriff auf Linienrichter

Arda Turan war im Zuge der Ermittlungen vor der Polizei vorgeladen und Medienberichten zufolge mehr als drei Stunden vernommen worden.

Erst im Mai war der Mittelfeldspieler für 16 Spiele gesperrt worden, weil er einen Linienrichter angegriffen hatte. Im März hatte seine Hochzeit in der Türkei für Schlagzeilen gesorgt, weil Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan als sein Trauzeuge fungierte.

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