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München - Joao Felix soll das Erbe von Cristiano Ronaldo antreten. Er wird von ganz Europa gejagt. Auch der FC Bayern und Borussia Dortmund haben angeblich Interesse.

Schon im Januar gab der FC Liverpool ein Angebot über 70 Millionen Euro ab. Nun hat sich Juventus Turin offenbar mit einem Gebot in Höhe von 120 Millionen Euro in Stellung gebracht.

Die Offerten trafen im Büro der portugiesischen Fußball-Legende Rui Costa ein, der mittlerweile Sportdirektor bei Benfica Lissabon ist.

Der junge Mann, den die Top-Klubs gerne verpflichten wollen, ist Joao Felix. Ein 19-Jähriger!

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Alle wollen Joao Felix

Die Summen wirken für einen Spieler seines Alters fast schon absurd. Immerhin hat Felix gerade einmal ein einziges Spiel in der Champions League absolviert.

Liverpool und Juve sind mit ihrem Interesse trotzdem nicht allein. Real Madrid, der FC Barcelona, Manchester United, Paris Saint-Germain. Sie alle jagen dem Vernehmen nach das portugiesische Wunderkind.

Außerdem wollen der FC Bayern und Borussia Dortmund Felix von einem Wechsel in die Bundesliga überzeugen.

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In München galt eine Verpflichtung des Portugiesen zuletzt als so etwas wie Plan B, falls es nicht funktioniert, Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea loszueisen. Mittlerweile scheint Felix aber eher die erste Wahl zu sein, da er das wohl heißeste Talent in ganz Europa ist.

Klar, dass da auch der BVB Interesse zeigt. Die Dortmunder sind nicht zuletzt durch Jadon Sancho dafür bekannt, dass große Talente bei den Schwarz-Gelben den nächsten Schritt machen können.

Auch Sancho wird von vielen Top-Klubs umworben. Wenn er Benfica verlässt, wird man in Dortmund womöglich alles versuchen, um Felix in den Signal Iduna Park zu locken.   

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Beim FC Porto aussortiert - Durchbruch bei Benfica

Die Begehrlichkeiten der Top-Klubs weckt der Youngster vor allem durch seine Spielweise. An seinem grenzenlosen Potenzial zweifelt niemand.

Zu Beginn seiner Karriere war das allerdings noch anders. Felix wurde beim FC Porto ausgebildet, dort aber schon bald wieder aussortiert. Der Teenager konnte körperlich nicht mit seinen Gegenspielern mithalten. Seine Mutter beschrieb ihn als "Spätzünder".

Benfica glaubte allerdings an das Talent. In Lissabon fand Felix schließlich seine fußballerische Heimat. "In Lissabon habe ich den Spaß am Spiel wiedergefunden", sagte er dem Portal The Players' Tribune.

Nachfolger von Cristiano Ronaldo?

Ein paar Jahre später verkörpert das Mega-Talent alles, was ein moderner Angreifer braucht und erinnert gleichzeitig an die großen Spielmacher vergangener Tage.

In Portugal wird er mit eben dem Rui Costa verglichen, der heute über seine Zukunft mitentscheiden könnte. Andere sehen in ihm die Spielintelligenz eines Zinedine Zidane - und wieder andere die Eleganz und Genialität eines Johan Cruyff.

In dieser Saison hat Felix in der portugiesischen Liga NOS in 16 Spielen neun Tore erzielt und fünf weitere Treffer vorbereitet.

Er ist beidfüßig, eiskalt vor dem Tor und ebenso tödlich wie seine Abschlüsse sind auch seine Zuspiele. In Portugal hoffen viele, dass er eines Tages das Erbe von Cristiano Ronaldo antreten wird.

Juventus Turin könnte die besten Karten haben

Als Ronaldo zuletzt beim Lissaboner Stadtderby zu Gast war, spielte Rui Gomes auf diese Aussicht an. "Portugals bester Spieler war im Stadion... und es war nett, von Ronaldo dort hinzukommen, um ihn spielen zu sehen", sagte der ehemalige Benfica-Präsident.

Felix selbst sieht CR7 vor allem als Inspiration und großes Vorbild. "Ich würde gerne an der Seite von Cristiano Ronaldo spielen, weil er einfach der Beste ist. Er ist ein Idol, eine Weltikone, ein Vorbild für jeden. Die bloße Tatsache, neben ihm zu sein, mit einem Monster wie ihm zu trainieren, würde es mir erlauben, weiter zu wachsen", schwärmt er.

Für den Poker um Felix könnte das bedeuten, dass Ronaldos Klub Juventus Turin die besten Karten auf seine Verpflichtung hat. Allerdings wird es für die Italiener bei all der Konkurrenz nicht einfach.

Die Konkurrenz auf dem Transfermarkt ist groß

Am Montag berichtete die britische Zeitung Daily Mail, dass Manchester United ein Angebot in Höhe von 180 Millionen Euro für Felix und seinen Mannschaftskollegen Ruben Dias abgegeben hat.

Das zeigt, dass sich das Wettbieten um das Wunderkind mittlerweile in astronomische Höhen gesteigert hat.

Felix hat seinen Vertrag bei Benfica erst im November 2018 bis zum Jahr 2023 verlängert. Der Kontrakt soll auch eine Ausstiegsklausel beinhalten. Kostenpunkt: 120 Millionen Euro.

Am Dienstag berichtete die spanische Zeitung as, dass die Verantwortlichen von Juventus sich bereits mit Benficas Führungsriege getroffen haben. Juves Sportdirektor Fabio Paratici soll sein Interesse geäußert haben, die Klausel zu ziehen.

Die Italiener machen also ernst. Bayern und Dortmund müssten zeitnah reagieren, wenn sie im Poker um Felix ein Wörtchen mitreden wollen.  

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