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Aus logistischen und organisatorischen Gründen wird es 2022 nicht zu einer Mega-WM kommen. Lange Zeit war über ein Turnier mit 48 Teams spekuliert worden.

Die Mega-WM 2022 in Katar ist vom Tisch. Der von FIFA-Präsident Gianni Infantino favorisierte Plan einer Aufstockung des Turniers in dreieinhalb Jahren von 32 auf 48 Mannschaften ist gescheitert. 

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"Nach einem gründlichen und umfassenden Konsultationsprozess unter Einbeziehung aller relevanten Interessengruppen wurde der Schluss gezogen, dass unter den derzeitigen Umständen ein solcher Vorschlag nicht umgesetzt werden kann", teilte der Fußball-Weltverband FIFA am Mittwochabend mit. Damit wird die Ausweitung wie ursprünglich geplant erst für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko umgesetzt.

Wie der Verband weiter erklärte, habe eine gemeinsame Analyse mit Katar ergeben, dass aufgrund der fortgeschrittenen Vorbereitungsphase und der Notwendigkeit einer detaillierten Bewertung von möglichen logistischen Auswirkungen auf das Gastgeberland mehr Zeit erforderlich wäre und deshalb eine Entscheidung nicht vor dem Stichtag im Juni gefällt werden könne.

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Infantino wirbt massiv für Aufstockung der WM

"Es wurde deshalb beschlossen, diese Option nicht weiter zu verfolgen", teilte die FIFA weiter mit: "Es wird kein Vorschlag für den nächsten FIFA-Kongress am 5. Juni eingereicht." Bei dem Kongress in Paris hätte eigentlich eine endgültige Entscheidung über die Aufstockung fallen sollen.

Erst im März hatte das FIFA-Council in Miami eine Machbarkeitsstudie anerkannt. Darin waren Experten zu dem Schluss gekommen, dass das 48er-Turnier in Katar möglich sei, wenn einige der dann 80 Spiele in ein anderes Land "ausgelagert" würden. Infantino hatte in den vergangenen Monaten massiv für die frühere Aufstockung geworben und auch mögliche Co-Gastgeber besucht. Letztlich aber offenbar ohne Erfolg.

Ein Grund waren wohl auch die politischen Probleme Katars mit einigen seiner Nachbarstaaten. Eine Staatengruppe unter Führung Saudi-Arabiens boykottiert Katar seit 2017 politisch und wirtschaftlich. Saudi-Arabien steht wegen Menschenrechtsverletzungen und dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi ohnehin in der Kritik. Die Beziehungen Katars zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain sind ebenfalls belastet.

Suche nach Co-Gastgeber gestaltet sich schwierig

Lediglich die politisch weitgehend neutralen Staaten Kuwait und Oman waren als Mit-Ausrichter denkbar. Allerdings hatte Oman bereits erklärt, nicht bereit für die Ausrichtung von WM-Spielen im Jahr 2022 zu sein.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte Hassan al-Thawadi, der Generalsekretär des katarischen Organisationskomitees, klargemacht, dass es in dieser Angelegenheit keinen Alleingang der FIFA geben werde. "Eine Entscheidung wird in enger Abstimmung zwischen FIFA und Katar getroffen. Es hängt von unserer Bereitschaft ab", sagte al-Thawadi.

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Sollte bei den Organisatoren die Meinung vorherrschen, "dass eine Aufstockung keine Vorzüge bringt oder die Nachteile überwiegen, dann bleiben wir bei 32 Teilnehmern", hatte er betont.

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