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BELGRADE, SERBIA - DECEMBER 11: Marko Marin of Red Star Belgrade reacts during the UEFA Champions League Group C match between Red Star Belgrade and Paris Saint-Germain at Rajko Mitic Stadium on December 11, 2018 in Belgrade, Serbia. (Photo by Srdjan Stevanovic/Getty Images)
Marko Marin ist der große Hoffnungsträger bei Roter Stern Belgrad © Getty Images
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Marko Marin hat eine Odyssee durch Europa hinter sich. Bei Roter Stern Belgrad ist er zum Führungsspieler gereift. Nun kommt es mehr denn je auf ihn an.

Wenn Marko Marin am heutigen Dienstagabend seine Mannschaft ins Marakana von Belgrad führt, werden viele Augen auf den Kapitän von Roter Stern gerichtet sein. Mehr Augen als üblich.

Schließlich geht es um die Qualifikation zur Gruppenphase der Champions League.

Der oft schon als gescheitert abgekanzelte Marin erlebt in Belgrad seit einiger Zeit seine persönliche Renaissance. Beim 2:2 im Hinspiel gegen Young Boys Bern bereitete Marin einen Treffer direkt per Ecke vor, beim anderen war er maßgeblich an der Entstehung beteiligt. Die Schweizer Zeitung Blick bezeichnet ihn vor dem Rückspiel als "gefährlichste serbische Waffe".

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Über Frankfurt nach Gladbach

Was Marin zuvor in seiner Laufbahn erlebt hat, reicht für drei bewegte Fußballer-Karrieren. Er betonte dabei immer wieder, dass jeder Wechsel seinen Grund hatte. 

Ausgebildet bei Eintracht Frankfurt, dann der Perspektivwechsel in die U19 von Borussia Mönchengladbach. Im Profibereich reifte der 1,70 m große Dribbler unter Hans Meyer und Jos Luhukay zu einem überragenden Vorlagengeber heran. 26 Assists in zwei Spielzeiten veranlassten Werder Bremen dazu, den Blondschopf für 8,2 Millionen Euro an die Weser zu lotsen. 

Diese Leistungen konnte Marin in Bremen bestätigen. Nach dem Abgang von Mesut Özil zu Real Madrid büßte der Verein aber an Klasse ein, sodass sich auch Marin dazu entschloss, den nächsten Schritt zu machen: Chelsea Football Club. 

Marin wird zum "German Messi"

Nach seinen ersten Auftritten kürte The Independent Marin zum "German Messi". Ein Versprechen, das er unmöglich erfüllen konnte. Verletzung - vier Monate Pause - Leihe zum FC Sevilla. 

Dort wusste Marin durchaus zu überzeugen, machte viele Spiele von Anfang an und gewann 2014 sogar die Europa League unter Unai Emery. Im Finale verletzte sich Marin jedoch nach seiner Einwechslung. Chelsea verlieh den Deutschen in der Folge erneut und eine Odyssee durch Europa begann. 

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Marin auf Odysee durch Europa

Marin spielte in acht verschiedenen Ländern und erlebte dort sportliche Höhen und Tiefen. Bei seinen Leihen in Florenz und Anderlecht machten ihm wiederum Verletzungen zu schaffen. 

Bei Trabzonspor wurde er angeblich wegen eines Streits im Training suspendiert. Er selbst sagt, dass er sich wegen ausstehender Gehaltszahlungen dazu gezwungen sah, seinen Arbeitgeber zu verklagen.

Aufwärts ging es erst wieder bei Griechenlands Topklub Olympiakos Piräus, der ihn für drei Millionen Euro von Chelsea verpflichtete. Zur Saison 18/19 landete Marin schließlich bei Roter Stern Belgrad, dem Klub, den er schon vor Jahren als seinen Lieblingsverein bezeichnet hatte. 

Marin dreht bei Belgrad auf

Der mittlerweile 30-Jährige spielte eine überragende Saison auf der Zehn. Von seinen Kontrahenten wurde der "Zauberzwerg" zum Spieler der Saison in Serbien gewählt.

Sechs Tore und acht Assists verbuchte Marin, der Roter Stern zur Meisterschaft führte und seinen Vertrag in Belgrad kürzlich bis 2021 verlängert hat. "Es war der richtige Schritt, für mich, aber auch für den Klub", verkündete der 1,70 Meter große Offensivspieler, der inzwischen sogar Kapitän der Mannschaft ist.

Für den erneuten Einzug in die Champions League sind noch ein paar Schritte zu gehen. Marko Marin ist es zuzutrauen, sie zu gehen.

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