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André Schürrle ist derzeit an Spartak Moskau ausgeliehen
André Schürrle ist derzeit an Spartak Moskau ausgeliehen © Getty Images
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André Schürrle kann die Entscheidung von BVB-Coach Lucien Favre, ihn auszusortieren, verstehen. Ein frühes Karriereende für den Ex-Nationalspieler sei möglich.

André Schürrle hat an seiner sportlichen Situation zu knabbern.

Die dürftigen Leistungen bei seinem Ex-Verein Borussia Dortmund ließen den 28-Jährigen sogar darüber nachdenken, seine Laufbahn früh zu beenden.

"Ich würde jetzt lügen, wenn ich niemals den Gedanken gehabt hätte. Gerade in den wirklich schweren Phasen denkt man sich: Ob ich das überhaupt noch alles brauche? Ob ich das überhaupt noch will?", erklärte der Spieler von Spartak Moskau im Bild-Podcast Phrasenmäher. "Dann packt einen doch irgendwo wieder die Motivation, um es sich selbst ein bisschen zu zeigen. So schnell geht der Gedanke dann auch wieder."

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Frau und Götze halfen Schürrle

Schürrle war in der vergangenen Saison an den FC Fulham ausgeliehen, kehrte dann zum BVB zurück und wurde im August wieder ausgeliehen - diesmal nach Russland zu Spartak, das seit kurzem von Ex-Schalke-Coach Domenico Tedesco trainiert wird. Zu einem Karriereende mit 28 hätte er sich letztlich aber nicht durchringen können.

"Das hätte ich niemals gemacht, weil ich auch gar nicht die Stärke dazu gehabt hätte, das wirklich in diesen Phasen durchzuziehen. Weil ich immer noch in diesem Gedanken festgehalten war: Ein Fußballer hört dort erst mit Anfang, Mitte 30 auf - so wie es die Gesellschaft von einem verlangt."

Um die schwere Zeit zu überwinden, führte der Ex-Nationalspieler viele Gespräche mit seiner Frau Anna sowie Kumpel und Ex-Teamkollege Mario Götze.

"Vielleicht spiele ich noch ein Jahr"

Bei Spartak ist der Offensivspieler ordentlich in die Saison gestartet, in 13 Spielen gelangen ihm zwei Tore und vier Assists. Dennoch hat er die Gedanken ans Karriereende noch nicht verdrängt: "Ich will wirklich Jahr für Jahr für mich selbst entscheiden, ob ich das noch will. Ob ich die Motivation noch dazu habe, ob mein Körper sich danach fühlt. Keine Ahnung, vielleicht spiele ich noch ein Jahr, vielleicht noch zwei."

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Den Entschluss von BVB-Coach Lucien Favre, Schürrle auszusortieren, kann er sogar "zu hundert Prozent" verstehen. "Aufgrund der Leistungen, die ich in den zwei Jahren gebracht habe und der Zahlen und Statistiken - und das ist das, was am Ende im Fußball auch zählt - wäre ich wahrscheinlich zum selben Entschluss gekommen."

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