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Die Stadien bleiben leer - u.a. in Dortmund wird trotz Corona-Pause trainiert
Bleibt der Signal Iduna Park monatelang leer? © Getty Images
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In England gestehen sich die Verantwortlichen an höchster Stelle offenbar Fehler beim Umgang mit dem Coronavirus ein. Nun könnte es zu drastischen Maßnahmen kommen.

Noch ist der Fußball in den europäischen Topligen nur für die nächsten Wochen ausgesetzt – doch Spieler, Klub-Mitarbeiter und Fans müssen sich womöglich auf eine deutlich längere Pause einstellen.

Als letzte große Liga hatte am Freitag auch die Bundesliga vor dem sich mit hoher Geschwindigkeit ausbreitenden Coronavirus kapituliert und den 26. Spieltag abgesagt. Wie es weitergeht, soll in der nächsten Woche entschieden werden. In England, Spanien, Italien und Frankreich soll erst Anfang April wieder gespielt werden.

Wie die seriöse englische Zeitung The Independent berichtet, ist eine baldige Rückkehr zum Spielbetrieb (ob mit oder ohne Fanbesuch) aber äußerst unwahrscheinlich. Im Raum stehe ein "Fußball-Shutdown", der bis September anhalten könne. 

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Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Treffen der führenden Regierungsmitglieder in England, die sich am Donnerstag in einem sogenannten COBRA-Meeting (abgeleitet von Cabinet Office Briefing Rooms) zur rasanten Ausbreitung von Covid-19 austauschten.

Plan der Premier League "lächerlich"

An einem solchen Treffen nehmen unter anderem der Premier Minister, hochrangige Angestellte der Geheimdienste, des Militärs sowie Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen teil. Dabei soll die Erkenntnis gereift sein, dass die Situation und die Auswirkungen, auch auf den Sport, unterschätzt worden seien.

In England war bis zuletzt in vollen Stadien gespielt worden, lediglich das Duell zwischen dem FC Arsenal und Manchester City war abgesagt worden. 

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Die Premier League will laut offizieller Verlautbarung bis zum 4. April mit den Spielen aussetzen. Der Independent zitiert dazu eine anonyme Quelle, die dem COBRA-Treffen nahestehen soll: "Der Gedanke, dass wir bis dahin wieder spielen, ist lächerlich."

Der europäische Fußball-Verband UEFA will sich am Dienstag mit Vertretern der nationalen Verbände treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Im Raum stehen unter anderem die Verschiebung der Europameisterschaft auf das nächste Jahr sowie ein Abbruch der Champions- und Europa League. 

Die Auswirkungen einer solchen Entscheidung auf den nationalen Ligabetrieb (sowohl sportlich als auch finanziell) sind noch nicht abzusehen. 

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