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3000 Bayern-Fans dürfen zum Supercup-Finale nach Budapest reisen. Die Corona-Fallzahlen in der ungarischen Hauptstadt werfen jedoch Fragen nach der Sicherheit auf.

Das Finale des UEFA Supercups zwischen dem FC Bayern und dem FC Sevilla soll dem europäischen Fußball als Pilotprojekt hinsichtlich einer europaweiten Fanrückkehr dienen. 

Rund 20.000 Fans sollen am Donnerstag (FC Bayern - FC Sevilla am Do. ab 21 Uhr im LIVETICKER) in der etwa 67.000 Zuschauer fassenden Puskás Aréna im Herzen Budapests Platz nehmen.

Das entspricht einer Auslastung von dreißig Prozent. Zehn Prozent mehr, als derzeit in den Bundesligastadien gestattet.

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Dabei dürfen sich die Sieger der europäischen Klubwettbewerbe auch auf die Unterstützung ihrer Fans freuen. 3000 dürfen pro Team mit nach Budapest anreisen.

Dabei sind die Fallzahlen in der ungarischen Hauptstadt alles andere als niedrig. 

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Auswärtiges Amt warnt Fans

Aufgrund der hohen Zahl an Neuinfektionen warnt das Auswärtige Amt vor "nicht notwendigen touristischen Reisen" nach Budapest. Seit dem 1. September gilt sogar ein grundsätzliches Einreiseverbot für Deutsche nach Ungarn. 

Für den Supercup am Donnerstag erließ die Regierung jedoch eine Ausnahmeregelung. An der Situation vor Ort ändert dies jedoch nichts. 

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In Budapest liegt der Inzidenzwert derzeit bei besorgniserregenden 100,7 pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In München beträgt der Inzidenzwert 50,7, was in Deutschland zu den Spitzenwerten gehört. 

Deshalb musste der Rekordmeister zum Saisonauftakt auch vor gänzlich leeren Rängen spielen. In der Bundesliga gilt ein Fan-Verbot, sobald der Inzidenzwert im jeweiligen Landkreis 35 überschreitet.

Fans müssen Corona-Test machen 

Um in die ungarische Hauptstadt einreisen zu dürfen, müssen alle Fans vorab einen Corona-Test machen. Diesen Service bietet der FC Bayern seinen Anhängern kostenlos an.

Nur mit einem negativen Test-Resultat sowie einem Supercup-Ticket im Gepäck ist die Einreise möglich.

"Die UEFA hat sich diese Entscheidung durchaus sehr schwer gemacht", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag  bei Sky: "Sie wollte zielbewusst einen ersten Schritt in Richtung Normalität gehen. Grundsätzlich halten wir das für möglich und nachvollziehbar."

Der FC Bayern versuche, den Umständen "Rechnung zu tragen. Wir haben kein Interesse daran, dass Leute corona-infiziert nach München zurückkehren und hier nicht erkannt werden", sagte er. Deshalb biete der Klub den Anhängern vor und nach dem Trip kostenlose Tests an. "Aktuell haben wir rund 2100 Fans, die mit uns zu diesem Spiel reisen wollen."

Um nicht nach der Rückreise in Quarantäne zu müssen, müssen sich die Fans zudem sputen. Maximal 48 Stunden darf die Aufenthaltszeit in Budapest betragen. 

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