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Der Brexit könnte für Real Madrid und Gareth Bale (r.) zum Problem werden
Der Brexit könnte für Real Madrid und Gareth Bale (r.) zum Problem werden © Getty Images
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München - Der drohende Brexit könnte für Real Madrid zum Problem werden. Betroffen wäre insbesondere Gareth Bale, aber auch Supertalent Vinicius Junior.

Der 30. März 2019 ist Stichtag für einen möglichen Brexit-Deal der britischen Regierung mit der Europäischen Union. 

Alle Augen werden an diesem Tag Richtung London gerichtet sein - auch die der Verantwortlichen von Real Madrid. 

Ein "harter" Brexit ohne abgesegneten Austrittsvertrag würde die Situation von britischen Arbeitskräften im restlichen Europa nämlich drastisch verändern. Und damit auch die von Gareth Bale. 

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Der spanische Fußballverband RFEF gestattet seinen Vereinen nämlich nur die Anzahl von maximal drei Nicht-EU-Ausländern im gesamten Kader. Mit den Brasilianern Casemiro und Vinicius Junior sowie Fede Valverde aus Uruguay stoßen die Königlichen bereits an das vorgegebene Limit des Verbands. 

Würde Gareth Bale der Status des EU-Bürgers infolge des Brexits aberkannt, stünde der spanische Rekordmeister vor einem echten Problem. 

Casemiro als Problemlöser?

Den Verkauf einer der betroffenen Spieler möchten die "Blancos" wohl vermeiden. 

Casemiro ist fester Bestandteil des königlichen Mittefelds, Valverde soll langfristig als dessen Nachfolger aufgebaut werden. Bale ist trotz anhaltender Verletzungsprobleme immer noch der einzige echte Superstar im Kader von Real Madrid. Und Supertalent Vinicius Junior dürfte von Präsident Florentino Perez ohnehin den Status "unverkäuflich" erhalten haben.

Die Lösung des Problems könnte auf eine Einbürgerung eines der genannten Spieler hinauslaufen.

Der Brasilianer Casemiro hat bereits den Antrag auf die spanische Staatsbürgerschaft eingereicht. Sollte dieser genehmigt werden, könnten die Königlichen den defensiven Mittelfeldspieler offiziell als Europäer beim spanischen Verband registrieren lassen. 

Bei Landsmann Marcelo und Torhüter Keylor Navas waren diese Anträge in der Vergangenheit erfolgreich. Sie besitzen nun doppelte Staatsbürgerschaften. 

Verband hält sich bedeckt

Gegenüber ESPNFC äußerte sich der Anwalt Juan Ignacio Navas mit den Worten: "Aktuell ist es nicht so leicht für einen Ausländer, die spanische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Es gibt jedoch spezielle Gesetze, die es erlauben, diesen Prozess zu vereinfachen. Etwa bei einem Kauf einer Immobilie im Wert von 500.000 Euro. Oder wenn man einen besonderen Beruf ausübt."

Der RFEF verzichtet bisher auf hypothetische Aussagen und möchte vor einer endgültigen Brexit-Entscheidung nichts kommentieren.

Bales Berater Jonathan Barett gibt sich hingegen "optimistisch", einen Deal mit dem Verband zu arrangieren, so die spanische Zeitung AS. 

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