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Real Madrid macht die Kassen auf und jagt den Transferrekord von 2009. Mit Hazard, Jovic, Militao und Rodrygo ist die Shoppingtour noch lange nicht beendet.

Eder Militao, Rodrygo, Luca Jovic - und jetzt Eden Hazard: Wer sich die Transferaktivitäten von Real Madrid in den vergangenen Wochen anschaute, konnte nur zu einem Schluss kommen: Die Königlichen machen ernst! 

Die Verpflichtung von Hazard für 100 Millionen Euro vom FC Chelsea war der bisherige Höhepunkt einer Shoppingtour, die ihresgleichen sucht. Dabei hat das Transferfenster offiziell noch gar nicht begonnen.

Mit Hazard, Jovic (60 Mio.), Militao (50 Mio.) und Rodrygo (45 Mio.) gaben die Königlichen schon 255 Millionen Euro für neue Spieler aus. Damit fehlen nur noch 3,5 Millionen, um den eigenen Transferrekord von 2009 zu knacken. Im Ronaldo-Sommer kaufte Real neben CR7 auch Kaká, Karim Benzema und Xabi Alonso.

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Perez macht die Kassen auf

Doch warum riskieren die Königlichen gerade jetzt so viel?

Die vergangene Saison war die erste Spielzeit seit 2014/15, in der Real weder die Meisterschaft noch die Champions League oder den spanischen Pokal gewinnen konnte. Mit leeren Händen dazustehen war auch deshalb so ungewohnt, weil man in den drei Jahren davor jeweils die Champions League gewann. 

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Grund genug für Klub-Präsident Florentino Perez, die Geldbörse zu öffnen und Real wieder einen königlichen Kader zu basteln.

Mit der Rückkehr von Zinédine Zidane hat sich aber auch in der Entscheidungsfindung etwas geändert. Das bestätigte Real-Insider Miguel Gutiérrez im Gespräch mit SPORT1"Er hat mehr Macht bekommen. Er ist jetzt noch stärker in die Entscheidungen der Vereinsführung eingebunden, vor allem im Transferbereich."

Dass sich der Kader in diesem Sommer um so viele Topspieler vermehrt, hatte "Zizou" bereits bei seiner Vorstellung angekündigt: "Wir werden Dinge verändern, das ist sicher. Und das müssen wir für die nächsten Jahre auch."

Überangebot an teuren Stars

Auf der Abgabenseite tat sich dagegen noch nichts. Dabei gibt es genügend Topspieler, die unter Zidane alles andere als zufrieden sind. Sinnbild dieser Entwicklung ist Gareth Bale. Der Waliser, der mit 101 Millionen Euro aus dem Jahr 2013 noch immer Reals Rekordtransfer ist, spielt unter Zidane so gut wie keine Rolle.

Die Zukunft von Bayern-Rückkehrer James Rodríguez, der damals eben wegen Zidane gegangen war, ist ebenfalls noch völlig offen.

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Schon alleine um nicht in eine Schieflage beim Financial Fairplay zu geraten, müsste Real einige Topspieler veräußern - doch Gerüchte gibt es fast nur bei potenziellen Zugängen. Der Shoppingtour von Perez und Zidane scheinen keine Grenzen gesetzt.

Neben Kylian Mbappé halten sich auch die Gerüchte um Christian Eriksen, Paul Pogba und Ferland Mendy wacker. Über Letzteren soll sich Real bereits mit Olympique Lyon geeinigt haben. Diese Aussage dementierten die Franzosen aber bereits. Im Gespräch waren 50 Millionen Euro Ablöse. Ein Wechsel gilt aber weiterhin als realistisch.

Pogba oder Eriksen, Mbappe lässt Zukunft offen

Champions-League-Finalist Christian Eriksen heizte indes die Gerüchte um einen Wechsel von Tottenham nach Madrid selbst an. In einem Interview mit Ekstra Bladet sagte er: "Ich glaube, ich bin in einer Phase meiner Karriere, in der ich etwas Neues ausprobieren könnte." Er gilt als nicht ganz so teure Variante für Paul Pogba, für den Manchester United über 100 Millionen Euro haben möchte.

Und auch Mbappé flirtet mit einem Wechsel zu einem anderen Klub, der wohl Real Madrid heißen dürfte. Gegenüber beIN Sports sagte er kürzlich: "Es ist ein wichtiger Moment für mich, ein Wendepunkt in meiner Karriere, ein Moment, in dem ich mehr Verantwortung übernehme, vielleicht bei PSG, vielleicht woanders." 

Real muss Spieler verkaufen

Fest steht: Sollten mehrere dieser Spieler im Verlaufe des Transfersommers nach Madrid wechseln, muss Perez unweigerlich einige seiner Topstars loswerden.

Neben Bale und James sollen auch Mateo Kovacic (nach Leihe bei Chelsea), Keylor Navas und Dani Ceballos Kandidaten für einen Abgang sein. Auch hinter dem amtierenden Weltfußballer Luca Modric stehen noch Fragezeichen. Gerüchten zufolge könne er bei einem passenden Angebot gehen.

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Einer wird definitiv bleiben: Toni Kroos verlängerte kürzlich seinen Vertrag bis 2023. Um ihn herum wird in diesem Sommer ein neues Team gebaut: die Wiederbelebung der "Galaktischen".

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