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Der FC Granada ist nach dem verdienten Sieg gegen den FC Barcelona die Mannschaft der Stunde in La Liga. Großer Trumpf des Aufsteigers ist das Kollektiv.

Was für ein Beben in Spanien!

Aufsteiger FC Granada blamierte am Samstagabend beim Duell David gegen Goliath den großen FC Barcelona und feierte einen verdienten 2:0-Sieg.

Während der Meister den miesesten Saisonstart seit 25 Jahren aufs Parkett legte, mischt Granada La Liga auf und übernahm nach fünf Spieltagen für eine Nacht die Tabellenführung.

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Granada düpiert Barcelona

Die No-Name-Truppe aus Andalusien entzauberte die frustrierten Superstars um Lionel Messi mit ihrer bissigen und robusten Spielweise. 

Wie stark sich der Neuling präsentierte, verdeutlicht der Umstand, dass Barcelona erst in der 68. Minute den ersten Schuss auf das Tor von Granada abgab.

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"Wir haben jetzt zehn Punkte, wir müssen es genießen und uns dann auf das nächste Spiel vorbereiten", freute sich Granadas Vater des Erfolgs, Trainer Diego Martínez, nach dem Sensationstriumph.

Erfolgslauf unter Martínez

Nachdem Granada 2017 sang- und klanglos als Tabellenletzter aus dem spanischen Oberhaus abgestiegen war, landeten sie in der ersten Zweitliga-Saison nur auf Platz 10.

Daraufhin übernahm Martínez die Truppe und führte sie als Tabellenzweiter in die Primera División zurück, wo Granada seinen Erfolgslauf aktuell eindrucksvoll fortsetzt.

Nach einem äußerst unterhaltsamen 4:4-Remis zum Auftakt beim FC Villarreal folgte eine 0:1-Heimniederlage gegen den FC Sevilla. Im Anschluss triumphierte Granada in der Fremde mit 3:0 gegen Espanyol Barcelona sowie mit 2:0 gegen Celta Vigo, ehe die Andalusier gegen Barcelona ihr Meisterstück vollbrachten.

Elf Tore auf der Habenseite sowie zuletzt dreimal in Folge zu Null - Granada ist längst in La Liga angekommen und überzeugt sowohl offensiv als auch defensiv.

Soldado und Gonalons neu im Team

Beim Blick auf den Kader verfestigt sich der Eindruck von einer No-Name-Truppe. Bekannteste Gesichter sind zwei Neuzugänge: Roberto Soldado und Maxime Gonalons.

Soldado, früherer spanischer Nationalstürmer, kehrte von Fenerbahce Istanbul in seine Heimat zurück, der französische Mittelfeldspieler Gonalons wurde von AS Rom ausgeliehen.

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Hierzulande ein Begriff ist auch Stürmer Adrián Ramos, der in der Bundesliga für Hertha BSC und Borussia Dortmund auf Torejagd ging. Ansonsten sind jedoch keine großen Stars im Kader zu finden.

Granada überzeugt als Kollektiv, die elf Treffer wurden von neun verschiedenen Torschützen erzielt, lediglich die Mittelfeldspieler Antonio Puertas und Azeez Ramon haben bisher doppelt getroffen.

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Der 1931 gegründete Verein wartet noch auf seinen ersten Titel, der größte Erfolg bislang war die Finalteilnahme in der Copa del Rey 1959.

Nicht umsonst hatte Martínez vor dem Spiel gegen Barcelona betont, dass die beiden Klubs "äußerst verschiedenen Welten angehören", doch in den 90 Minuten am Samstag im Estadio Nuevo Los Cármenes war davon nicht viel zu sehen.

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