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München - Luis Suárez soll in der vergangenen Woche bei einer Sprachprüfung betrogen haben. Die italienische Polizei ermittelt, dem Barca-Star droht eine Strafe.

Luis Suárez droht Ärger mit der italienischen Polizei.

Wie die spanische Marca berichtet, wurde eine Untersuchung gegen den Stürmer des FC Barcelona eingeleitet.

Der Uruguayer hatte in der vergangenen Woche eine Prüfung an der Universität Perugia absolviert, um einen italienischen Pass zu bekommen - dies hätte ihm einen Wechsel zu Juventus Turin erleichtert, der mittlerweile aber geplatzt ist.

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Kannte Suárez Testfragen im Vorfeld?

Die Marca zitiert aus dem offiziellen Dokument der Polizei: "Unregelmäßigkeiten traten bei der am 17. September durchgeführten Zertifizierungsprüfung der italienischen Sprache des uruguayischen Fußballspielers Luis Alberto Suárez Diaz auf, die notwendig war, um die italienische Staatsbürgerschaft zu erhalten."

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Die Ermittler glauben, dass der Spieler die Fragen des Tests im Vorfeld kannte und sogar das Dokument durchlesen konnte, bevor er die Prüfung absolvierte. Das bestätigte Staatsanwalt Raffaele Cantone in einer Pressemitteilung.

Pirlo begründet geplatzten Transfer

"Aus den untersuchten Aktivitäten geht hervor, dass die Themen, die Gegenstand des Tests waren, zuvor mit dem Kandidaten vereinbart wurden und dass ihm die relative Punktzahl noch vor der Prüfung zugewiesen wurde, obwohl er während des Fernunterrichts durch die Universitätslehrer über elementare Kenntnisse der italienischen Sprache verfügte", präzisierte die italienische Polizei.

Suárez, dessen Frau Sofia Balbi die italienische Staatsbürgerschaft besitzt, war vergangene Woche für den Test nach Italien gereist, um Verhandlungen mit Juventus aufzunehmen. Juve hat die Zahl der Nicht-EU-Spieler in seinem Kader bereits ausgereizt. Coach Andrea Pirlo hatte zuletzt erklärt, dass der Transfer nicht zustande komme, weil Suárez' Pass nicht rechtzeitig eintreffen werde.

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Suárez vor Wechsel zu Atlético Madrid

Nun werden Untersuchungen durchgeführt, die das Verhalten des Stürmers bestätigen sollen. Kommt die Polizei zum Schluss, dass Suárez tatsächlich betrogen habe, droht ihm eine heftige Strafe.

Der 33-Jährige soll Barca kurzfristig verlassen. Nachdem der Wechsel zu Juve geplatzt ist, befindet sich nun Atlético Madrid in der Pole Position. Allerdings versucht Präsident Josep Bartomeu laut spanischen Medien offenbar, einen ablösefreien Wechsel zu verhindern und Atlético auf eine Liste von Klubs zu setzen, zu denen er laut Vertrag nicht wechseln dürfe.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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