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München - Im Poker um Lionel Messi kommt es tatsächlich zu einer Wende. In einem Video erklärte der argentinische Superstar, dass er bei den Katalanen bleiben werde.

Lionel Messi bleibt beim FC Barcelona!

Der argentinische Superstar verkündete, dass er weiterhin für die Katalanen spielen werde. "Ich würde nie gegen den Klub meines Lebens vor Gericht gehen, deshalb bleibe ich in Barcelona", sagte er gegenüber goal.com.

Allerdings bleibt Messi höchst widerwillig bei seinem einstigen Lieblingsklub. Das Tischtuch zwischen ihm und Präsident Josip Maria Bartomeu ist zerschnitten, das Verhältnis nicht mehr zu kitten. 

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"Ich glaubte, dass es Zeit sei, zu gehen"

Bartomeu sei ein Lügner, der "sein Wort gebrochen" und somit den zugesagten ablösefreien Wechsel verhindert habe, sagte Messi.

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"Die Situation nach der Pleite in Lissabon (gegen die Bayern, d. Red.) war extrem hart. Wir wussten zwar, dass Bayern ein starker Gegner ist, aber hätten nicht gedacht, dass es so endet. Dass wir für den Klub und die Stadt ein so schlechtes Bild abgeben."

In den darauf folgenden Tagen sei Messi zu den Offiziellen gegangen, um ihnen mitzuteilen, dass er seinen Abschied plane. "Ich sagte dem Klub, inklusive des Präsidenten, dass ich gehen wollte. Ich hatte ihm das schon das ganze Jahr lang gesagt. Ich glaubte, dass es Zeit sei, zu gehen. Dass der Verein mehr junge Spieler braucht, neue Spieler."

"Bartomeu hat sein Wort nicht gehalten"

Und weiter: "Ich dachte, meine Zeit in Barcelona sei vorbei. Das tat mir sehr leid, weil ich immer gesagt habe, dass ich meine Karriere hier beenden will. Es war ein sehr schwieriges Jahr, ich litt viel - im Training, in den Spielen, in der Kabine. [...] Das Ergebnis gegen Bayern war nicht der alleinige Auslöser, nein. Ich hatte schon sehr lange darüber nachgedacht. Und der Präsident hat mir immer versichert, dass ich am Ende der Saison entscheiden könne, ob ich gehen oder bleiben will. Am Ende hat er sein Wort nicht gehalten."

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Verraten fühlt sich Messi von Bartomeu vor allem wegen der berüchtigten Klausel über 700 Millionen Euro. "Ich bleibe, weil der Präsident mir mitgeteilt hat, dass ich nur bei Aktivierung dieser Klausel gehen könnte. Und das ist unmöglich. Die andere Option war, dass ein Richter es klärt. Aber ich würde niemals gegen Barca vor Gericht ziehen, weil es der Klub ist, den ich liebe. Der mir alles gegeben hat, seit ich hierher kam. Es ist der Klub meines Lebens."

Bislang hatte Messi das Training von Barca unter dem neuen Trainer Ronald Koeman boykottiert. Auch einen Corona-Test am Wochenende hatte der eigenwillige Superstar geflissentlich ignoriert.

Dem 33-Jährigen hätte wegen seiner Verweigerungshaltung eine Vertragsstrafe gedroht. In spanischen Medien wurde über 25 Prozent seines Monatsgehalts spekuliert, dies seien angeblich 850.000 Euro. Messis Jahresgehalt bei Barca würde demnach 40,8 Millionen betragen.

Unter den möglichen Abnehmern galt Manchester City mit Messis Ex-Coach Pep Guardiola als Favorit. Ein Paket über 500 Millionen Euro für fünf Jahre sollte einen Wechsel auf die Insel schmackhaft machen. Auch der Champions-League-Finalist Paris St. Germain mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel und finanzkräftiger Unterstützung aus Katar wurde häufiger genannt.

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