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Gerard Piqué redet sich den Frust von der Seele
Gerard Piqué redet sich den Frust von der Seele © Getty Images
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München - Gerard Piqué spricht offen über die turbulente Zeit beim FC Barcelona und verrät, was er dem wechselwiligen Messi schrieb - und was ihn besonders stört.

Gerard Piqué hat sich zu den turbulenten letzten Monaten beim FC Barcelona geäußert - und dabei neues Öl ins Feuer gegossen. 

In einem Interview mit der katalanischen Tageszeitung La Vanguardia kritisierte der Spanier unter anderem, wie mit dem wechselwilligen Lionel Messi im Sommer umgegangen wurde. 

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Piqué sendet Messi Nachricht

"Ich bat Leo durchzuhalten", sagte Piqué, der seit 2008 mit Messi bei Barca zusammenspielt. "Ich hatte nicht viel Kontakt mit ihm in dieser Zeit. Es war eine persönliche Sache. Ich erinnere mich ihm eine Nachricht geschickt zu haben, die lautete: 'Es ist ein Jahr. Neue Leute werden kommen...'", sagte der Verteidiger, der damit auf einen bevorstehenden Abgang von Barcas Präsident Josep Maria Bartomeu anspielte.

Dieser ist bei Fans und Spielern höchst umstritten, ihm steht ein Misstrauensvotum bevor. 

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Gerade den Umgang der Vereinsspitze mit Messi kann Piqué schlicht nicht akzeptieren. "Wie kann es sein, dass der beste Spieler der Geschichte eines Tages aufsteht und ein Bürofax absendet, weil er das Gefühl hat, dass sie ihm nicht zuhören? Es ist schockierend", sagte Piqué, der sich von den Vereinsbossen mehr Anerkennung für Messi wünscht. 

Das Barca-Urgestein fordert gar eine Änderung des Stadionnamens zugunsten des Weltfußballers. "Das Camp Nou sollte seinen Namen tragen und dann den des Sponsors", so Piqué. 

"Schmerzt, dass er noch im Verein ist"

Der ehemalige Welt- und Europameister hatte aber noch einige andere Dinge auf dem Herzen. So zum Beispiel eine Abrechnung in Sachen "Barcagate". Mit diesem Begriff wird die Affäre bezeichnet, für die Barcas Verantwortlichen zu Beginn des Jahres gesorgt haben sollen. Der spanische Topklub hatte damals angeblich externe Firmen damit beauftragt, die eigenen Stars in den sozialen Medien öffentlich zu kritisieren - um sie so in einem schlechteren Licht da stehen zu lassen. 

Piqué vermutete den Antreiber hinter dieser Strategie, die der Verein stets bestritt, weiter in den eigenen Reihen. Für ihn ist Jaume Masferrer, den Berater des Präsidenten, hauptverantwortlich. "Es ist schmerzhaft, dass er immer noch für den Klub arbeitet." 

Nicht mehr für den Klub arbeitet derweil der entlassene Trainer Ernesto Valverde. Dessen Aus ist eine weitere Entscheidung, die Piqué sauer aufstößt: "Es schien mir nicht schlüssig, den Trainer mitten in der Saison rauszuschmeißen." Außerdem habe man es versäumt, Klublegenden wie "Guardiola, Xavi, Puyol oder Valdés" langfristig an den Verein zu binden: "Man muss sie immer behalten, sie sind Teil der Geschichte." 

Trotz aller Kritik hat Piqué seinen Vertrag bei den Katalanen aber kürzlich bis 2024 verlängert. "Barca hat mir alles gegeben, daher habe ich mich ihnen wieder zur Verfügung gestellt." 

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