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Amin Younes (r.) wird weiterhin für Ajax Amsterdam stürmen
Amin Younes von Ajax Amsterdam wechselt im Sommer zum SSC Neapel © Getty Images
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München und Neapel - Neapels Präsident De Laurentiis hat eine Theorie, warum Amin Younes nicht im Winter zu seinem Klub wechselte. Schuld soll das Verhältnis zwischen Juventus und Bayern sein.

Der Wechsel von Amin Younes im Winter zum SSC Neapel schien schon fix zu sein. Doch kurz bevor das Transferfenster im Januar schloss, scheiterte der Deal überraschend. 

Nach SPORT1-Informationen hielt sich Younes mit seinem Vater drei Tage lang auf dem Vereinsgelände des Spitzenreiters der Serie A auf, ehe er Neapel quasi durch die Hintertür per Regionalzug nach Rom und dann mit dem Flieger zurück nach Amsterdam wieder verließ.

Offiziell hieß es, der Deal platzte "aus privaten Gründen".

Neapels Präsident Aurelio De Laurentiis gab in der Gazzetta dello Sport eine ganz eigene Erklärung zu den Vorfällen ab, die eine Verschwörungstheorie nahelegt.

"Der Vertrag liegt dem Verband bereits vor", sagte De Laurentiis zwar, Younes soll im Sommer kommen.

"Aber wie auch immer: Es gibt eine Dreiecks-Beziehung zwischen den Deutschen, Freunden von Freunden und deren Freunden", erklärte der Neapel-Präsident. "Denken Sie darüber nach: Juventus, Bayern, ECA, UEFA. Verstehen Sie?"

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Gute Beziehungen zwischen Bayern und Juve

Der 68-Jährige spielte damit auf die Beziehungen zwischen dem FC Bayern und Juventus Turin, Neapels Meisterschaftskonkurrenten, an. Bayern hatte mit Juventus in der Vergangenheit schon mehrere Transfers getätigt.

Unter anderem wechselten Kingsley Coman und Arturo Vidal nach München, in die andere Richtung ging es für Medhi Benatia und Douglas Costa. Zudem sind Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Juve-Boss Andrea Agnelli durch ihre Posten in Europa gut vernetzt.

Vorwürfe der Einflussnahme

De Laurentiis wollte offenbar andeuten, dass der Younes-Wechsel scheiterte, weil Bayern sich einmischte und so verhinderte, dass ein Konkurrent von Juventus gestärkt wird.

Dass Bayern überhaupt ein Interesse an dem Flügelstürmer hatte, ist unwahrscheinlich. Doch Vorwürfe solcher Art gegen Juventus haben eine lange Geschichte, auch im Spielplan werde der italienische Rekordmeister bevorteilt, heißt es häufig aus Neapel. 

Zwei weitere Verdachtsfälle

In Transferfragen ist es auch nicht die erste Anschuldigung, die der Tabellenführer gegen die Konkurrenz erhebt. Schon der Wechsel von Simone Verdi aus Bologna scheiterte wegen der Einmischung aus Turin, glaubt man beim SSC Neapel. 

Im Winter war Neapel sich mit Matteo Politano vom US Sassuolo einig. Allerdings kamen die nötigen Unterlagen zu spät bei der Liga an. Der lange Arm von Juventus Turin soll auch diesen Wechsel verhindert haben. 

Juventus-Boss gibt sich gelassen

Giuseppe Marotta, Geschäftsführer der alten Dame, gab sich Anfang der Woche gelassen hinsichtlich der Andeutungen im Fall Younes.

"Wir wissen, dass dies nur Fallen sind, mit denen wir uns jedes Jahr auseinandersetzen müssen", sagte der 60-Jährige bei Mediaset. "Was andere über uns sagen, berührt uns nicht - es gibt uns höchstens noch mehr Motivation."

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