Von wegen Torflaute! Ronaldo netzt für Juve ein
teilenE-MailKommentare

Was hat Douglas Costa dazu bewogen, seinen Gegenspieler Federico Di Francesco anzuspucken? In Italien ist eine heiße Diskussion darüber entbrannt.

Nach dem Spuck-Eklat um Douglas Costa beim 2:1-Sieg von Juventus Turin gegen Sassuolo Calcio rätselt ganz Fußball-Italien über den Grund des Ausrasters beim früheren Bayern-Star. 

Was hat den Brasilianer dazu bewogen, seinem Gegenspieler Federico Di Francesco nicht nur aus nächster Nähe ins Gesicht zu spucken, sondern ihm auch noch eine Kopfnuss und einen Ellenbogenschlag zu verabreichen?

"Du weißt nicht, was Di Francesco zu mir gesagt hat", konterte Costa einen Instagram-Post einer Userin, die den Offensivstar zuvor heftig attackiert hatte. 

Was aber hat der italienische Linksaußen seinem Widersacher erzählt? In zahlreichen italienischen Foren und den sozialen Medien wird spekuliert, Di Francesco könnte Costa rassistisch beleidigt haben. 

ANZEIGE: Sichern Sie sich jetzt den Gratismonat bei DAZN & verpassen Sie kein Spiel von Juventus und der Serie A!

Eine einschlägige Vergangenheit hat der 24-Jährige jedenfalls: Im Trikot des Zweitligaklubs Lanciano salutierte er vor zwei Jahren mit erhobenem rechten Arm - dem so genannten "Saluto Romano", der auch in Italien als faschistische Geste gilt.

Ermittlungen gegen Di Francesco?

Um zu eruieren, ob der Sohn von AS-Rom-Coach Eusebio De Francesco, tatsächlich seinen Gegner rassistisch beleidigt hat, könnte der italienische Verband nun eine Lippenleserin beauftragen, um eine mögliche Verfehlung festzustellen.

Der Verband hatte vor einigen Wochen bereits Udinese-Profi Rolando Mandragora wegen Gotteslästerung eine Sperre aufgebrummt. 

Sicher gesperrt wird Costa, der nach einem Zweikampf mit dem Italiener zunächst den Ellenbogen in dessen Gesicht rammte. 

Als Sassuolo das unmittelbar darauf folgende Tor bejubelte, setzt Costa wenige Zentimeter vor dem Schiedsrichter zum Kopfstoß gegen Di Francesco an und musste von Sami Khedira vom Ort des Geschehens weggezogen werden. Dafür sah Costa zunächst überraschend nur Gelb.

Beim Wiederanstoß gerieten die Streithähne an der Mittellinie dann erneut aneinander. Nach einem kurzen Wortgefecht spuckte Costa seinem 24 Jahre alten Kontrahenten ins Gesicht. Der Videoassistent griff ein, woraufhin Schiedsrichter Daniele Chiffi die Rote Karte zeigte.

Juventus-Coach Massimilian Allegri kündigte unterdessen interne Konsequenzen an. "Solche Vorfälle dürfen nicht passieren", sagte der Trainer. "Es ist nur recht und billig, dass er bestraft wird - und das wird sicher auch passieren." Er sei von der Reaktion des Brasilianers überrascht gewesen, meinte Allegri weiter. "Wir dürfen uns einfach nicht provozieren lassen."

Costa entschuldigt sich

Am Abend nahm der Brasilianer bei Instagram Stellung zu den Geschehnissen. "Ich möchte mich bei allen Juve-Fans für meine hässliche Reaktion im heutigen Spiel entschuldigen", schrieb er.

"Auch bei meinen Teamkollegen, die in guten und schlechten Zeiten zu mir stehen, möchte ich mich entschuldigen. Ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht. Ich bin mir dessen bewusst und ich will mich bei allen dafür entschuldigen", so Costa weiter. "Ich möchte deutlich machen, dass dieser Einzelfall nicht widerspiegelt, wie ich mich bisher in meiner Karriere verhalten habe."

Auf den 28-Jährigen dürfte dennoch neben der klubinternen Sanktion eine lange Sperre zukommen.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image