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München - Cristiano Ronaldo wird von einer US-Amerikanerin der Vergewaltigung beschuldigt. Die Polizei von Las Vegas nimmt die Ermittlungen wieder auf.

Die Polizei in Las Vegas hat nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Cristiano Ronaldo ihre strafrechtlichen Ermittlungen wieder aufgenommen.

Die US-Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte behauptet im Spiegel, dass der Juve-Star sie 2009 vergewaltigt habe. Die Tat soll sich in einem Hotel in Las Vegas ereignet haben. Der fünfmalige Weltfußballer soll der Frau 375.000 US-Dollar gezahlt haben, damit sie über die Vorgänge schweigt.

Auf Klagen der Frau hin wurde der Fall nun wieder aufgenommen. Das bestätigten die Beamten in Las Vegas gegenüber der Associated Press und USA Today. Die Polizei sagte am Montag, dass sie auf einen Anruf wegen eines sexuellen Übergriffs 2009 reagiert haben. Das Opfer habe aber "keine Angaben über den Ort des Überfalls oder eine verdächtige Beschreibung" gemacht, obwohl eine medizinische Untersuchung durchgeführt wurde.

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"Seit September 2018 ist der Fall wieder eröffnet und unsere Ermittler verfolgen die Informationen des Opfers weiter", heißt es in einer Erklärung der Polizei. "Dies ist eine laufende Untersuchung und keine weiteren Details werden zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht."

Klage gegen Ronaldo

In der Zivilklage gegen Ronaldo wird behauptet, Mayorga sei gezwungen worden, im Jahr 2010 eine Geheimhaltungsvereinbarung in einem außergerichtlichen Vergleich zu unterzeichnen, wofür sie im Gegenzug 375.000 Dollar erhielt.

Mayorga erklärte, sie habe die Vereinbarung damals nur aus Angst um sich und um ihre Familie unterschrieben. Doch das Papier und die Zahlung hätten ihr nicht geholfen, die Geschehnisse zu verarbeiten. Ihren Job als Grundschullehrerin habe sie aufgeben müssen.

Zuletzt wurde Mayorga im Spiegel zitiert, dass sich die Tat in einem Hotel in Las Vegas ereignet habe.

Ronaldo-Anwalt kündigt rechtliche Schritte an

Auf SPORT1-Nachfrage hatte Ronaldos deutscher Anwalt Prof. Dr. Christian Schertz zuletzt angekündigt, rechtliche Schritte gegen das Nachrichtenmagazin einzuleiten.

Die Reportage sei "offensichtlich rechtswidrig. Es verletzt die Persönlichkeitsrechte unseres Klienten in einer außergewöhnlich schweren Art und Weise." Ronaldos Management Gestifute verwies auf SPORT1-Nachfragen auf die Stellungnahme seines Anwalts.

Schon vor eineinhalb Jahren hatte der Spiegel auf Grundlage der Football-Leaks-Dokumente darüber berichtet, dass der Juve-Star der Frau 375.000 US-Dollar zahlte, damit sie über die Vorgänge schweigt.

Ronaldo bestreitet die Tat. Als die Vorwürfe vor eineinhalb Jahren aufkamen, erklärten er und Gestifute in einer offiziellen Stellungnahme, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei.

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