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Vincenzo Iaquinta in Mafia-Prozess zu zwei Jahren Haft verurteilt
Vincenzo Iaquinta wurde 2006 mit Italien Weltmeister © Getty Images
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München - Vor zwölf Jahren war Vincenzo Iaquinta ganz oben, jetzt ist er ganz unten. Der Weltmeister von 2006 ist von einem Gericht zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Der ehemalige italienische Fußballer Vincenzo Iaquinta ist im bislang größten Mafia-Prozess Norditaliens zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Weltmeister von 2006 seinem Vater unerlaubterweise Waffen geliehen und damit die 'Ndrangehta, die kalabrische Mafia, unterstützt hat.

Iaquinta bestreitet Vorwürfe

Iaquinta bestritt die Vorwürfe außerhalb des Gerichts. "Sie haben mir hier das Leben ruiniert", schimpfte der 38-Jährige. In seiner Familie wüssten sie nicht einmal, was die 'Ndrangheta sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Giuseppe Iaquinta, Vincenzos Vater, wurde laut Ansa wegen der Mitgliedschaft in der Verbrecherorganisation zu einer Haftstrafe von 19 Jahren verurteilt.

Iaquinta kann gegen dieses Urteil offenbar zweimal Berufung einlegen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sei es auch bei gescheiterter Berufung unwahrscheinlich, dass der ehemalige Spieler von Juventus Turin für diese Strafe ins Gefängnis muss. Er ist einer von über 120 Angeklagten, die sich vor dem Gericht verantworten müssen.

Iaquinta absolvierte während seiner aktiven Karriere 269 Spiele in der italienische Serie A und erzielte dabei 89 Tore. 2006 wurde der mit der Squadra Azzurra in Deutschland Weltmeister, im Finale in Berlin wurde er eingewechselt.

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