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Gianluigi Buffon
Gianluigi Buffon hat seine Sicht über die Serie A mitgeteilt © Getty Images
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Italiens Ex-Nationalkeeper Gianluigi Buffon hat ein ausführliches Interview gegeben und dabei seine Sicht auf die Trainerwechsel in der Serie A erklärt.

Der einstige Juventus-Keeper Gianluigi Buffon hat im Gespräch mit dem Corriere dello Sport unter anderem Trainer Antonio Conte verteidigt. Fans der Bianconeri hatten den neuen Inter-Coach als Verräter bezeichnet.

"Ich kenne die Verantwortlichen, Spieler und Fans gut, also weiß ich, was Antonio für den Verein gegeben hat", erklärte Buffon.

"Er hat jeden einzelnen Tropfen Schweiß für Juve und hat sich ganz hingegeben. Als Spieler hat er sich zum Wohle der Mannschaft nie zurückgehalten. Als Coach trug er die Truppe und brachte sie mit absoluter Klarheit zum Erfolg. In drei Saisons verlor er seinen Fokus nicht ein einziges Mal", so Buffon weiter.

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"Ich habe ein Verhältnis von großem Respekt und Nähe zu Antonio, wenn wir zusammenkommen, spüren wir sofort Vertrauen und gegenseitigen Respekt. Er neigt dazu, ein zurückhaltender Mann zu sein, also ist das ungewöhnlich", plauderte der Schlussmann anschließend aus dem Nähkästchen, um den ehemaligen Coach der "Alten Dame" dann zu deutlich zu verteidigen:

"Professionelle Entscheidungen, auch wenn sie überraschend sind, können so eine Vergangenheit wie seine nicht verunstalten. Er hat Juventus nie verraten, er ist nicht der Typ, der das Hemd küsst, das Projekt öffentlich unterstützt, nur um dann hinter den Kulissen den Konflikt zu schüren".

"Ich halte seine Rückkehr in die Serie A für wichtig für die gesamte italienische Fußballszene, ebenso wie Paolo Maldini, Zvonimir Boban und Maurizio Sarri", zeigte sich der 41-Jährige erfreut.

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Der Torhüter wagt sogar den Vergleich zwischen Antonio Conte und Napolis Coach Carlo Ancelotti. "Letztes Jahr hat Carlo Ancelotti dasselbe in Neapel getan. Carlo hat internationales Ansehen, hat einen vollen Trophäenschrank, er hat die Attraktivität und das Prestige Neapels erhöht. Der Club profitierte sofort von seiner Anwesenheit."

Gleichzeitig möchte er Conte aber nicht mit Maurizio Sarri vergleichen. "Du kannst 15 Jahre Conte bei Juve nicht mit Sarris drei bei Napoli vergleichen", sagte Buffon. Sarri, der in der abgelaufenen Saison mit dem FC Chelsea die Europa League gewann, soll sich mit Juventus über ein Engagement ab der kommenden Saison einig sein.

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Auch die Entscheidung des scheidenden Trainers Massimiliano Allegri, den Verein zu verlassen, befürwortet Buffon. "Es war der richtige Moment, sowohl für ihn, als auch für den Klub, denn Juve brauchte etwas Neues. Niemand hätte es in den letzten fünf Jahren besser machen können als Max. Niemand."

Seine Meinung zum Engagement von Superstar Cristiano Ronaldo in der Serie A teilte der Oldie ebenfalls mit: "Ich glaube nicht, dass Ronaldo sich so sehr für Italien entschieden hat, wie er sich für Juve entschieden hat. Wir haben uns in Turin getroffen und ich glaube nicht, dass Ronaldo vorgibt, der perfekte Champion zu sein. Er ist einfach jemand, der sich persönliche und berufliche Ziele setzt und sein ganzes Leben lang versucht, diese zu erreichen. Er geht mit gutem Beispiel voran."  

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