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Mario Balotelli erzählt, wie Zlatan Ibrahimovic ihn einst unterschätzte - und wie der Star das wieder gut machte. Zudem verrät er, welche Station ihn noch besonders reizt.

Skandalprofi trifft auf Weltfußballer. Mario Balotelli hat in einem Insta-Live Q&A mit der italienischen Fußball-Legende Fabio Cannavaro gesprochen.

Der 29-Jahre alte Brescia-Stürmer wusste dabei einige interessante Anekdoten aus seiner mittlerweile sieben Profi-Stationen umfassenden Karriere zu berichten. 

Der Deutschland-Schreck (bei der EM 2012 schoss er das DFB-Team mit zwei Toren aus dem Turnier) ging in seinen Erzählungen bis zu seiner Zeit bei Inter Mailand zurück. Dort gab er im Dezember 2007 sein Profidebüt in der Serie A. Ein Mitspieler blieb dem Sohn ghanaischer Einwanderer besonders im Gedächtnis: Zlatan Ibrahimovic. 

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Ibrahimovic: Balotelli nicht gut genug

Als Balotelli noch ein Teenager war und bei Inters U17 spielte, habe der schwedische Stürmerstar dem wuchtigen Angreifer nicht viel zugetraut, erinnert er sich: "Ich schaute ihn an und er sagte mir, ich würde nie mit der ersten Mannschaft trainieren. Er sagte, ich sei nicht gut genug, um mit ihnen zu spielen".

Jedoch änderte Ibrahimovic schnell seine Meinung. Dem mittlerweile 38 Jahre alten Milan-Profi hat Balotelli sogar seine Zusammenarbeit mit Berater Mino Raiola zu verdanken. "Er ging zu ihm und sagte, er soll mich nehmen, weil ich besser als er sei", erzählt der hoch veranlagte Torjäger. 

Lucien Favre "sehr guter Coach und Mensch"

Balotellis Karriere startete furios, jedoch fiel er immer wieder durch Disziplinlosigkeiten auf. Von Inter führte sein Weg über die Stationen Manchester City, Milan und Liverpool nach Nizza. Dort hielt er es unter dem heutigen BVB-Coach Lucien Favre vergleichsweise lange aus - auch weil vom 62 Jahre alten Trainer sehr viel hält.

"Ich habe zwei Jahre lang mit Favre verbracht, der ein wenig unorthodox ist. Er ist ein sehr guter Coach, ein sehr guter Mensch", lobt Balotelli und ergänzt: "Ich hatte eine großartige Zeit mit ihm auf taktischer, persönlicher und technischer Ebene." 

Großer Wunsch SSC Neapel

In seinem dritten Nizza-Jahr machte Favre dann für Patrick Vieira Platz. Balotellis Zufriedenheit schlug daraufhin in Unmut um. "Er (Patrick Vieira anm. der Red) hatte seine Ideen, die um ehrlich zu sein nicht meinen entsprachen."

Im Winter 2019 zog "Super Mario" folglich weiter nach Marseille, ehe er im Sommer nach Brescia in die Serie A zurückkehrte. 

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In seiner Reise über drei Ligen und sieben Stationen hat der Italiener vieles gesehen. Balotelli enthüllte jedoch noch einen großen Traum, der den Brescia-Anhängern wohl eher weniger gefallen würde: Er würde gerne einmal für Liga-Konkurrent SSC Neapel auflaufen.

"Ich wäre sehr glücklich bei Neapel. Ich meine es ernst. Meine Tochter ist ein Napoli-Fan - es würde sie zum Ultra-Leader machen."

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