Titel futsch! Hier wird Tyron Zeuge auf die Bretter geschickt
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München - Der Streit zwischen Team Sauerland und Ex-Weltmeister Tyron Zeuge geht weiter - beide Parteien haben ihre Verträge gekündigt. Sauerland hält die Tür aber offen.

Das Team Sauerland hat den Vertrag mit dem ehemaligen Box-Weltmeister im Supermittelgewicht, Tyron Zeuge, gekündigt.

"Nach der WM-Niederlage gegen Rocky Fielding ist die Kündigung vertragsgemäß und für uns eine Möglichkeit, um mit Tyron die Grundlage für einen Neustart zu legen", erklärte Promoter Wilfried Sauerland.

Dessen Sohn Nisse meinte: "Wir haben unterschiedliche Auffassungen in punkto Vorbereitung, Training und Taktik. Wir waren und sind immer zu konstruktiven Gesprächen mit Tyron bereit."

"Unsere Türen stehen ihm immer offen", fügte Sauerland Senior hinzu, allerdings unter einer bestimmten Voraussetzung: "Natürlich in einer anderen Konstellation, denn es ist auch klar, dass unter den jetzigen Umständen eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn macht."

Damit bezieht sich Sauerland auf den ungeliebten Zeuge-Trainer Jürgen Brähmer. Der Boxer, seit März 2012 bei Sauerland unter Vertrag, hatte seinerseits bereits im Frühjahr seinen Vertrag über seinen Anwalt gekündigt, was Sauerland damals jedoch nicht akzeptiert hatte.

Zeuge kündigt seinerseits fristlos

Als Gründe für die Kündigung nannte Zeuge damals unterschiedliche Auffassungen über seine sportliche Zukunft und nicht eingehaltene Zusagen. Über Brähmers Berater-Firma Soltau Consulting ließ Zeuge jetzt mitteilen, dass er nach der Sauerland-Kündigung die bestehenden Verträge seinerseits erneut fristlos gekündigt habe.

Zeuge bestritt bislang 24 Profikämpfe, von denen er 22 gewann, ein Kampf endete mit einem Unentschieden. Sein letztes Duell verlor er jedoch Mitte Juli gegen den Briten Fielding und somit auch seinen Titel als Weltmeister im Supermittelgewicht nach Version der World Boxing Association (WBA).

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