WM-Titel! Thorslund lässt Munoz keine Chance
teilenE-MailKommentare

Lokalmatadorin Dina Thorslund gewinnt in Struer/Dänemark den Kampf um den WBO-Titel im Super-Bantamgewicht gegen die Mexikanerin Yessica Munoz.

Box-Queen Dina Thorslund hat sich auf beeindruckende Art und Weise ihren nächsten WM-Titel gesichert.

Die Dänin bezwang in ihrer Heimatstadt Struer die Mexikanerin Yessica Munoz klar nach Punkten und sicherte sich damit nach dem WBC-Gürtel im Bantamgewicht auch den WBO-Gürtel im Superbantamgewicht.

Für Thorslund lief nahezu jede der zehn Runden nach Plan, am Ende stand der nächste Titel ihrer Laufbahn zu Buche. Thorslund bleibt zudem in ihrer Profikarriere weiter ungeschlagen.

Die 24-Jährige setzte ihrer Gegnerin über den Kampf hinweg immer wieder mit harten Schlägen zu. In den letzten Minuten war gar ein K.O. möglich, doch Thorslund ließ den Kampf ruhig ausklingen und feierte anschließend ausgelassen ihren Sieg.

Siegreicher Paskali greift nach den Sternen: "Will gegen die Besten boxen"

Paskali: Sieg im deutschen Duell

Xhek Paskali unterstrich derweil im deutschen Duell im Super-Mittelgewicht  die Hoffnungen seiner Anhänger. In seinem erst vierten Profi-Kampf baute der 28-Jährige seine ungeschlagene Bilanz gegen den zehn Jahre älteren Bernard Donfack aus.

Über sechs Runden setzte sich Paskali am Ende gegen seinen Landsmann durch, den er als "harten Hund, der hart hauen kann" bezeichnete. Die Punktrichter bewerteten den Kampf zu Gunsten des in Albanien geborenen Paskali.

Für ihn ist der Sieg nur eine Zwischenstation in seiner aufstrebenden Karriere. Er wolle "schnell nach oben und schnell gegen die Besten der Welt kämpfen", sagte Paskali nach dem Kampf. Deshalb habe er schon in zwei Wochen seinen nächsten Kampf geplant. Weitere zwei Wochen danach sein ein weiterer Kampf geplant.

Im Anschluss an Paskalis ambitionierte Aussagen hinterfragte SPORT1-Experte Sebastian Zbik diese Pläne, gerade nach den vielen Kopf-Treffern durch Donfack: "Das Gehirn braucht auch mal eine Pause. Aber sein Management wird wissen, was es tut."

Favorit Nielsen besiegt Gviniashvili

In einem sehr rassigen aber fairen Aufeinandertreffen im Superweltergewicht besiegte der favorisierte Mikkel Nielsen seinen Gegenüber Nikolozi Gviniashvili aus Georgien. Der Däne ging in seiner Heimat knapp über die Punktwertung der Kampfrichter als Sieger hervor.

Das feierte Nielsen, der als lustiger Typ bekannt ist und bereits in mexikanischer Montur einlief, auch nach dem Kampf mit Sombrero auf dem Kopf.

Der Kampf im Super-Mittelgewicht zwischen einem weiteren Dänen, Adam Bashanov, und dem Tschechen Petr Chmelik kam nicht an das Niveau des restlichen Abends heran. Bashanov besiegte Chmelik schlußendlich nach Punkten.

Dennis Ceylan nutzte seinen Heimvorteil im Federgewichts-Kampf gegen den Georgier Levan Tsiklauri indes, ohne dabei zu überzeugen. Tsiklauri war in der Lage, viele Treffer von Ceylan einzustecken, musste sich am Ende allerdings aufgrund der Bewertung durch die Kampfrichter geschlagen geben.

Den einzigen K.O. des Abends gab es im Schwergewichts-Kampf zwischen dem Dänen Kem Ljungquist und dem Slowaken David Vyletel. Ljungquist landete gleich in der ersten Runde einen heftigen Treffer an den Kopf seines Gegenübers, der in die Knie ging und vom Ringrichter ausgezählt wurde.

Alle Ergebnisse:

Herren (Sieger fett markiert):

Kent Erik Badstad (NOR) vs. Bohdan Zlyvko (UKR)

Haris Dzindo (DEN) vs. Gary Abajyan (GEO)

Frederik Hede Jensen (DEN) vs. Andrei Nurchynski (BEL)

Kem Ljungquist (DEN) vs. David Vyletel (SVK) per K.O.

Mikkel Nielsen (DEN) vs. Nikolozi Gviniashvili (GEO)

Xhek Paskali (GER) vs. Bernard Donfack (GER)

Adam Bashanov (DEN) vs. Petr Chmelik (CZE)

Dennis Ceylan (GER) vs. Levan Tsiklauri (GEO)

Damen:

Joanna Ekedahl (SWE) vs. Alina Samsonova (UKR)

Dina Thorslund (DEN) vs. Yessica Munoz (MEX)

Nächste Artikel
previous article imagenext article image