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Tom Schwarz (l.) bekommt eine große Chance gegen Topstar Tyson Fury
Tom Schwarz (l.) bekommt eine große Chance gegen Topstar Tyson Fury © Getty Images
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Der geplante Rückkampf zwischen Deontay Wilder und Tyson Fury verzögert sich. Der Brite boxt stattdessen einen unbekannten Deutschen, was für Kritik sorgt.

Der von vielen Box-Fans sehnsüchtig erwartete Rückkampf zwischen Deontay Wilder und Tyson Fury findet nicht so schnell wie gedacht statt - stattdessen kommt ein junges deutsches Schwergewicht gegen Fury zum Zuge.

Wie inzwischen offiziell bestätigt wurde, trifft der Klitschko-Bezwinger am 15. Juni in Las Vegas auf Tom Schwarz aus dem SES-Boxstall: 24 Jahre alt, in 24 Kämpfen ungeschlagen (16 Knockouts).

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"Ich bin sehr fit, sehr bereit. Ich kann es kaum erwarten zu kämpfen", sagte Fury bei der Bekanntgabe des Kampfes, und machte deutlich, dass er durchaus Respekt vor seinem unbekannten Gegner habe: "Schwarz ist ungeschlagen, jung, frisch und ehrgeizig."

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Fury erntet Kritik und Spott für Kampf

Aus Sicht von Schwarz ist der Fight eine große Chance. Für Fury aber hagelt es allerdings Kritik und Spott für die Wahl des international unbekannten Talents aus Halle, für den das Rückmatch gegen Weltmeister Deontay Wilder nun wohl erst mal warten muss.

"Es ist ein schrecklicher Kampf, wenn aus dem Rematch gegen Wilder ein Fight gegen Tom Schwarz wird", sagte etwa Eddie Hearn, der Promoter von Anthony Joshua: "Aber man muss Tyson Fury bewundern. Wenn er das Geld bekommt, was berichtet wird, um Tom Schwarz zu boxen – Glückwunsch."

Auf die Frage, ob er die Forderungen nach einem Rückkampf verstanden habe, antwortete Fury, er und Wilder "müssen diesen Rückkampf haben". Allerdings müsse er sich zunächst um Schwarz kümmern bevor es dazu kommt. 

Dieser sprach nach der Bekanntgabe selbst von der größten "Chance meines Lebens" und stürzte sich umgehend in die Videoanalyse seines Kontrahenten. "Ich werde alles dafür geben zu gewinnen", sagte er dem MDR: "Natürlich rechne ich mir da etwas Großes aus. Und wenn das klappt, wäre das der absolute Wahnsinn."

Tom Schwarz profitiert von neuem TV-Deal von Tyson Fury

Laut Furys US-Promoter Bob Arum sieht der aktuelle Plan vor, dass sein britischer Schützling erst im Februar 2020 gegen den US-Amerikaner Wilder antritt. "Falls er (Fury, Anm. d. Red.) diesen Kampf gewinnt, wird er ein weiteres Mal in den USA antreten. Dann kommt es im Februar nächsten Jahres hoffentlich zum Kampf mit Wilder", sagte Arum bei World Boxing News

Ursprünglich sollte der Mega-Fight um die Krone im Schwergewicht im Mai stattfinden, nachdem Wilder im ersten Kampf mit einem Remis seinen Titel verteidigen konnte.

Dieser Deal platzte jedoch, nachdem Fury bei der US-amerikanischen Boxpromotionsfirma Top Rank unterschrieb - die Box-Rivalen haben nun verschiedene TV-Plattformen als Partner. Und ESPN, der neue Sender von Fury, will offensichtlich nicht, dass Fury sofort gegen Wilder antritt - und mit einer möglichen Niederlage seinen Marktwert nach unten treibt.

Deontay Wilder findet Ersatz

Fury hat erst im Februar einen TV-Vertrag mit ESPN unterzeichnet, der britischen Medienberichten zufolge 80 Millionen Pfund (91,2 Millionen Euro) wert sein und die nächsten fünf Kämpfe umfassen soll.

Der 24-jährige Schwarz hat bisher noch nicht gegen einen Weltklasse-Boxer gekämpft, weshalb ihm wenige Chancen gegen Fury ausgerechnet werden.

Wilders Ersatzplan sieht für den 18. Mai nun einen Kampf im Barclays Center in New York gegen den US-Amerikaner Dominic Breazeale vor.

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