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Felix Sturm war mit seiner Haftbeschwerde nicht erfolgreich
Felix Sturm war mit seiner Haftbeschwerde nicht erfolgreich © Getty Images
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Das Landgericht Köln hebt die Haftverschonung von Felix Sturm auf. Dem Boxer droht nicht nur Ungemach wegen Steuerbetrugs, sondern auch wegen eines Dopingfalls.

Der ehemalige Profibox-Weltmeister Felix Sturm bleibt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft.

Im Strafverfahren gegen den 40-Jährigen hat die 6. große Strafkammer des Landgerichts Köln einen Verschonungsbeschluss des Amtsgerichts Köln aufgehoben. Das teilte das Landgericht am Dienstag mit.

Sturm hatte Haftbeschwerde eingelegt, daraufhin beschloss das Amtsgericht eine Haftverschonung unter anderem gegen eine Kautionszahlung in Höhe von einer Million Euro. Nach einer gegen diese Entscheidung gerichteten Beschwerde der Staatsanwaltschaft Köln hob die 6. große Strafkammer den Beschluss wieder auf.

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Landgericht: Fluchtgefahr bei Sturm

"Die Kammer geht angesichts der Straferwartung im Steuerstrafverfahren und fehlender Bindungen des Beschuldigten in und an Deutschland von einer erheblichen Fluchtgefahr aus", hieß es in der Mitteilung des Landgerichts. Der Fluchtgefahr könne "auch nicht durch eine hohe Kautionszahlung oder andere Maßnahmen wirksam begegnet werden". Der Vollzug der Untersuchungshaft sei erforderlich. 

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Sturm, der am 5. April festgenommen wurde, droht auch in einer anderen Angelegenheit ein juristisches Nachspiel. Wegen seiner positiven Dopingprobe vor drei Jahren wurde gegen Sturm ein Hauptverfahren vor dem Landgericht Köln eröffnet. Es wurde eine Anklage wegen des Verstoßes gegen das Gesetz gegen Doping im Sport (AntiDopG) und wegen vorsätzlicher Körperverletzung zugelassen.

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