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München und Nashville - Supermittelgewichtler Vincent Feigenbutz muss weiter auf den WM-Titel warten. Der Karlsruher ist gegen Titelverteidiger Caleb Plant chancenlos.

Vincent Feigenbutz muss den Traum vom WM-Titel im Supermittelgewicht vorerst begraben. Der 24-Jährige verlor den IBF-Titelfight in Nashville gegen Lokalmatador Caleb Plant nach technischem K.o. in der zehnten Runde.

Damit bleibt Max Schmeling der bislang einzige deutsche Boxer, der in den USA Weltmeister werden konnte. Das ist allerdings schon knapp 90 Jahre her.

Feigenbutz: Abbruch vertretbar

Gegen Plant hatte Feigenbutz trotz zwischenzeitlichen Aufbäumens keine Chance und musste im 34. Profi-Kampf seine dritte Niederlage hinnehmen.

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"Caleb Plant war wirklich schwer zu boxen, es war dennoch ein guter Kampf", sagte Feigenbutz. "Mir haben immer zehn Zentimeter gefehlt, dazu ist er gut ausgewichen und hat sich seine Pausen genommen. Ich war von der Kondition auch am Ende noch voll da und stand auch fest auf den Beinen, dennoch kann man den Abbruch sicher vertreten." 

Plant widmet Sieg verstorbener Tochter

Der US-Amerikaner blieb indes auch in seinem 20. Fight ungeschlagen und verteidigte seinen Gürtel souverän.

"Ich habe mich sehr gut gefühlt, war hoch konzentriert", sagte der 27-Jährige nach dem Kampf. "Ich möchte diesen Titel meiner verstorbenen Tochter Alia widmen, aber auch der gesamten Stadt Nashville."

Plant setzt Feigenbutz schwer zu

Feigenbutz wirkte zu Beginn nervös und kam nur sehr schwer in den Kampf hinein.

Konnte der Profi von Team Sauerland den Fight in der ersten Runde noch einigermaßen offen gestalten, musste er ab der zweiten Runde schon einige klare Treffer des Titelverteidigers einstecken.

In Runde vier bewegte sich der Herausforderer erstmals länger im Vorwärtsgang, und im sechsten Durchgang konnte Feigenbutz auch eigene Schläge ins Ziel bringen.

Doch er kassierte auch immer wieder harte Schläge des US-Boys, der sich nur kurz beeindruckt zeigte und mit seinen starken Kombinationen überzeugen konnte.

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Feigenbutz blutete stark

In der neunten Runde wurde die Dominanz von Plant immer erdrückender, Feigenbutz blutete stark unter den Augen. In der zehnten Runde brach Ringrichter Malik Waleed den ungleichen Kampf ab. 

"Ich hätte gern noch länger geboxt und vielleicht war es etwas zu früh, für den Boxsport und für die Sicherheit war das aber eine korrekte Entscheidung. Glückwunsch an den verdienten Weltmeister Caleb Plant", gab sich Feigenbutz als fairer Verlierer.

Im Januar 2016 hatte Feigenbutz schon einmal um einen großen Box-Titel gekämpft, verlor aber den WM-Kampf des Verbandes WBA gegen den Italiener Giovanni de Carlis. 

Als bislang letzter deutscher Profi-Boxer war Tyron Zeuge im März 2018 Weltmeister im Supermittelgewicht.

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