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Las Vegas - Tyson Fury ist neuer WBC-Weltmeister. In Las Vegas zeigt der "Gypsy King" eine brilliante Leistung und beendet die Serie von Deontay Wilder eindrucksvoll.

Tyson Fury ist nach einer Gala-Vorstellung wieder Box-Weltmeister im Schwergewicht.

Der 31 Jahre alte Brite gewann im MGM Grand von Las Vegas gegen Titelverteidiger Deontay Wilder (USA) durch technischen K.o. in der siebten Runde und ist neuer WBC-Champion. Für Fury war es der 30. Sieg im 31. Kampf. Durch den Sieg bleibt er auch "Lineal Champion" im Schwergewicht. Wilder hingegen kassierte im 44. Kampf seine erste Niederlage auf Profiebene überhaupt.

"Der König ist auf den Thron zurückgekehrt", sagte Fury, lobte aber seinen Kontrahenten. "Er hat das Herz eines Champions gezeigt. Er ist ein Krieger, er wird wiederkommen, er wird wieder Weltmeister werden", sagte er über Wilder.

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Fury: "Der König ist zurück auf dem Thron"

Nach seinem Triumph stimmte der "Gypsy King" im Ring das Lied "American Pie" an und tönte: "Der König ist zurück auf dem Thron."

"Der beste Mann hat heute gewonnen. Meine Ecke hat das Handtuch geworfen, aber ich war bereit, weiter zu kämpfen", sagte der 34 Jahre alte "Bronze Bomber". Laut ESPN wurde Wilder nach dem Kampf in ein Krankenhaus gebracht, um ihn mehreren Tests zu unterziehen. 

"Deontay geht es gut, er wird zurückkommen", sagte Wilders Trainer Jay Deas laut MailOnline: "Er hatte einen kleinen Cut im Ohr, der wohl sein Gleichgewicht belastet hat. Er wird mit ein paar Stichen genäht."

Wilder geht früh zu Boden

Vor 17.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena zeigte Fury eine überaus dominante Vorstellung. Laut CompuBox traf er 82 von 267 Schlägen, während Wilder nur 34 von 141 Schlägen anbringen konnte. Von Beginn an gab er das Tempo des Kampfes vor und landete vor allem mit seiner rechten Hand einige wirkungsvolle Treffer. Mit seinem höheren Gewicht ging Fury außerdem immer wieder in den Infight und klemmte Wilder ein, woraus sich dieser nur mit enormen Kraftaufwand befreien konnte.

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Wilder ging bereits in der dritten Runde erstmals zu Boden und wirkte von da an schwer angeschlagen. So blutete er unter anderem aus dem Ohr. Doch der US-Amerikaner zeigte starke Nehmerqualitäten und rettete sich von Runde zu Runde.

Kurios: In der sechsten Runde tropfte Wilder Blut auf die Schulter, Fury streckte beim Klammern seine Zunge danach aus.

Nach einem wahren Schlaghagel in Runde sieben brach der Ringrichter den Kampf allerdings ab - zu groß war das Risiko von langfristigen gesundheitlichen Schäden für Wilder, der nicht mehr richtig bei sich schien.

Fury nun gegen Joshua?

"The Gypsy King" Fury war schon einmal Weltmeister, nachdem er im November 2015 in Düsseldorf überraschend Wladimir Klitschko (Ukraine) durch einen einstimmigen Punktsieg entthront hatte. Im Anschluss durchlebte der Boxer aus Manchester ein schwierige Zeit mit Drogen-Affären, Depressionen und Selbstmordgedanken. Im Oktober 2016 gab er seine Gürtel zurück.

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Noch ist nicht ganz klar, wie es für Fury weitergeht. Entweder kommt es zu einer dritten Auflage gegen Wilder, der erste Kampf endete im Dezember 2018 mit einem Remis. Oder Fury darf sich auf einen Mega-Kampf gegen Landsmann Anthony Joshua freuen, der die Titel der anderen drei wichtigen Verbände im Schwergewicht (IBF, WBO und WBA) hält.

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