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Nach der überraschenden Rücktrittsverkündung Conor McGregors nennt UFC-Chef Dana White Hintergründe und zeigt sich selbst wenig sentimental.

Als die UFC-Fans vom Rücktritt Conor McGregors hörten, fühlten sie sich wahrscheinlich an 2016 erinnert, als der Ire sein Karriereende bekannt gab, aber dann doch noch zurückruderte.

Doch danach sieht es dieses Mal nicht aus, wie UFC-Präsident Dana White in einem Gespräch mit TMZ Sports durchblicken lässt. "Wissen Sie, ich war überrascht (von McGregors Rücktritt, Anm. d. Red.). Einige Leute dachten, es hätte Unstimmigkeiten bei Verhandlungen gegeben. Aber wir haben mit Conor gar nicht hart verhandelt", sagt der Präsident.

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Die Pläne des Ex-Champs gehen in eine andere Richtung. McGregor ist daran interessiert, sich ein Stück vom UFC-Kuchen zu sichern. Doch White, der versichert, ein gutes Verhältnis zum Iren zu pflegen, lehnt ein solches Vorgehen strikt ab.

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"Er sagte mir, er wolle ein Teil der Firma haben und ich sagte: 'Conor, du weißt, dass das niemals passieren wird'", erklärt White. 

McGregor sieht sich als Anteilseigner legitimiert

McGregor sieht das allerdings anders. Durch seine großen Erfolge habe die UFC gut verdient. Eine Beteiligung ist aus seiner Sicht die logische Konsequenz.

Solange White allerdings das Sagen in der UFC hat, sind derartige Wünsche mehr als unrealistisch - es sei denn, der ehemalige UFC-Champion kauft sich richtig teuer ein. 

Der UFC-Boss dazu: "Conor hat mir nie erklärt, warum er einen Anteil an der UFC haben will. Wir hatten nie eine derartige Unterhaltung."

UFC braucht McGregor nicht mehr

Die Verhandlungsbasis für McGregor sieht schlecht aus, nicht nur aufgrund der Vergewaltigungs-Vorwürfen, mit denen sich der Ire konfrontiert sieht.

Die UFC hat unlängst mit dem TV-Sender ESPN einen Deal über 1,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Für den Erfolg des Unternehmens wird der Ire also nicht mehr gebraucht. "Conor hat viel Geld verdient und wenn er zurücktreten will, soll er das machen", äußert sich White wenig sentimental.

Die Fronten scheinen verhärtet und das proklamiert gute Verhältnis dürfte sich abgekühlt haben.

Basierend auf diesem Hintergrund ist der letzte Satz des Statements, dass McGregor durch eine Sprecherin verkünden ließ, eindeutig als UFC-Kritik zu verstehen: "Sollte Conor in Zukunft kämpfen, muss das in einer Umgebung geschehen, in der Kämpfer respektiert werden für ihren Wert, ihre Fähigkeiten, ihre harte Arbeit und ihre Hingabe für den Sport."

Das letzte Wort zwischen der UFC und McGregor ist mit Sicherheit noch nicht gesprochen.

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