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Ein wXw-Match 2017 in Erfurt
Ein wXw-Match 2017 in Erfurt © Getty Images
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München - Die deutsche Wrestling-Liga wird mit Vorwürfen über frauenfeindliche Zustände konfrontiert - und gibt die Trennung von zwei Wrestlern und Trainern bekannt.

Die Flutwelle verstörender Erfahrungsberichte frauenfeindlicher Zustände im Wrestling hat die größte deutsche Liga erreicht.

Die mit WWE kooperierende Promotion Westside Xtreme Wrestling (wXw) hat sich am Dienstag von den Wrestlern und Trainern Julian Pace und Jay Skillet getrennt. Schülerinnen der hauseigenen Trainingsakademie in Essen - in der auch Tim Wiese einen Teil seines Trainings für WWE absolviert hatte - hätten Vorwürfe geäußert, nach denen die Ligaverantwortlichen sich zu dem Schritt veranlasst sahen.

Die beiden würden auch aus den noch nicht gesendeten Folgen der vorproduzierten Webshow Shotgun herausgeschnitten.

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Details zu den Anschuldigungen wurden in dem Statement nicht ausgeführt, auf ihrer Facebook-Seite verweist wXw auf Nachfrage auf die "geltende Rechtslage".

Weitere Vorwürfe gegen zwei ehemaligen Trainer

Am Tag zuvor hatte wXw bereits auf einen anderen, anonymen Erfahrungsbericht reagiert, bei dem es nach Angaben von wXw um zwei andere ehemalige Trainer ging, von denen sich die Liga schon vor längerer Zeit getrennt hätte. Die Schilderungen umfassten sexistische Beleidigungen und Belästigungen, körperliche Zudringlichkeit, Demütigungen, intrigantes Verhalten, eine Entblößung eines erigierten Penisses in der Umkleidekabine - und auch fehlende Aufarbeitung der Verantwortlichen.

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Die beschuldigten Trainer seien "vor Jahren entlassen worden", teilten die Ligaverantwortlichen Tassilo Jung und Felix Kohlenberg mit, nachdem ihnen die Urheber genannt wurden. Seit 2017 oder 2018 wären sie in keiner Form mehr bei wXw aktiv, man hätte sich aber "früher von ihnen trennen sollen". Man nehme die Aufarbeitung der Geschehnisse "überaus ernst", sie hätten nicht passieren dürfen.

Zu WWE gewechselter WALTER war Chefcoach bei wXw

In der 2016 eröffneten wXw-Akademie war bis 2019 der nun bei WWE aktive Walter Hahn alias WALTER Head Coach, nachdem Hahn sich auf seine WWE-Karriere konzentrierte, löste ihn der als Avalanche bekannte Robert Dreissker ab.

Jung verdeutlichte auf Nachfrage, dass Hahn kein eigenes, direktes Fehlverhalten vorgeworfen werde und hob einen anderen Erfahrungsbericht der Wrestlerin Killer Kelly hervor, die ihn "gut beschreibe".

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Zudem ergänzte er am Montagabend bei SPORT1, dass seine Liga die Namen der beschuldigten Ex-Trainer an andere Ligen weitergegeben hätte: "Heute haben auch einige andere Promotions, die diese Leute noch buchen, von uns diese Namen angefragt und angekündigt, nicht mehr mit ihnen zu arbeiten."

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