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Heinz Fütterer war einst der schnellste Mann der Welt
Heinz Fütterer war einst der schnellste Mann der Welt © Imago
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Er war schnell wie Jesse Owens und stach 1954 Weltmeister Fritz Walter als Sportler des Jahres aus. Nun ist der "Weiße Blitz" Heinz Fütterer gestorben.

Trauer um den Mann, den sie den "Weißen Blitz" nannten.

Heinz Fütterer, einst der beste deutsche Sprinter und zwischenzeitlich schnellster Mann der Welt, ist nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 87 Jahren verstorben.

Der in Illingen bei Rastatt in Baden-Württemberg geborene Fütterer errang 1954 (100 und 200 m) und 1958 (4 x 100 m Staffel) drei Europameister-Titel, zwischen 1953 und 1955 wurde er nie geschlagen. In Erinnerung blieb er vor allem auch dafür, dass er 1954 in Japan die damalige Weltrekord-Zeit des legendären Jesse Owens (10,2 Sekunden) einstellte. "Ich bin am Start förmlich explodiert und habe mich der Erdenschwere enthoben gefühlt", erinnerte sich Fütterer an seinen denkwürdigen Coup.

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Im selben Jahr wurde der damals enorm populäre und angesehene Fütterer zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt, vor Fritz Walter - im Jahr, in dem Walter die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim "Wunder von Bern" zum Weltmeister-Titel führte.

Heinz Fütterer war bei Olympia im Pech

Fütterer erlebte im Lauf seiner Karriere Höhen und Tiefen: 1952 kostet ihn ein Muskelriss im letzten Trainingslager den Start bei Olympia 1952 in Helsinki. 1956 warf ihn ein Muskelriss vor den Spielen aus der Bahn, immerhin reichte es mit der Staffel zu Bronze.

Nach seiner Karriere war Fütterer Geschäftsmann und Repräsentant eines Sportartikelherstellers, war bis ins hohe Alter fit, trieb Sport, spielte Golf.

Auch die aktuelle Sprinter-Szene behielt Fütterer im Auge, lobte in diversen Interviews Superstar Usain Bolt und zeigte sich auch überzeugt, dass er seine Leistungen sauber erzielte: "Bei ihm stimmt der ganze Bewegungsablauf. Er hat enorme Hebel, und er lässt die Arme lang, wenn er läuft, dadurch werden auch die Schritte lang", sagte er 2011 dem SID.

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