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Der Fall Caster Semenya schlägt weiter hohe Wellen
Der Fall Caster Semenya schlägt weiter hohe Wellen © Getty Images
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Der Fall Caster Semenya schlägt weiter hohe Wellen. Südafrika will vor dem Schweizerischen Bundesgericht Berufung gegen das CAS-Urteil einlegen.

Der Fall Caster Semenya geht in die nächste Runde. Die südafrikanische Regierung werde "so schnell wie möglich" vor dem Schweizerischen Bundesgericht Berufung gegen das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS einlegen, wonach Läuferinnen wie 800-Meter-Olympiasiegerin Semenya ihren Testosteronspiegel mit Medikamenten regulieren müssen, um an internationalen Rennen teilnehmen zu dürfen.

"Wir sind der Meinung, dass die vorgelegten wissenschaftlichen Informationen völlig ignoriert wurden", sagte Vuyo Mhaga, Sprecher des Sportministeriums der Nachrichtenagentur AFP: "Und wir glauben, dass ein anderes Gericht zu einer anderen Entscheidung gelangen wird."

Semenya will sich wehren

Semenya hatte zuletzt bereits angekündigt, sich gegen die CAS-Entscheidung vom 1. Mai wehren zu wollen. Sie sei keinesfalls bereit, ihre Testosteronwerte künstlich zu senken, um ihre Karriere fortzusetzen.

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"Warum soll ich jetzt aufhören? Mit 28? Ich habe noch zehn oder mehr Jahre vor mir", sagte Semenya, "Gott wird mein Leben und meine Karriere beenden. Kein Mensch wird mich vom Laufen abhalten."

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Zuvor hatte Semenya vergeblich gegen die neue Testosteron-Regel des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF geklagt, die betreffende Vorgabe ist seit dem 8. Mai wirksam.

Demnach müssen Athletinnen über bestimmte Strecken (400 m bis eine Meile) einen Grenzwert von fünf Nanomol pro Liter für körpereigenes Testosteron einhalten. Dies zwingt Athletinnen mit "Differences of Sexual Development" (DSD) wie Hyperandrogenämie zur teils deutlichen künstlichen Senkung.

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