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Konstanze Klosterhalfen: Die Entwicklung ihrer Laufzeiten
Konstanze Klosterhalfen ist die aktuell beste deutsche Läuferin über die 5000m © Getty Images
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Der 5000m-Lauf ist die kürzeste olympische Langstrecke und entspricht zwölfeinhalb Stadienrunden. SPORT1 präsentiert den Weltrekord und weitere Informationen.

Der 5000m-Lauf ist die kürzeste olympische Langstrecke und wird ausschließlich im Stadion gelaufen. Wie bei allen Laufwettbewerben ist es das Ziel, vor den Konkurrenten im Ziel zu sein.

Das Laufen ist nach dem Gehen die ursprünglichste aller menschlichen Fortbewegungsarten. Dementsprechend gehören Wettrennen schon seit Urzeiten zu den Disziplinen, in denen Menschen gegeneinander antreten.

Der 5000m-Lauf hat seinen Ursprung im Langstreckenlauf (griechisch: Dolichos) der Antike. Bereits seit 720 v.Chr. wurde dieser Langstreckenlauf bei den Olympischen Spielen ausgetragen, variierte aber noch in seiner Distanz. Die Hauptdistanzen waren 20 (3854 Meter) bzw. 24 Stadien (4616 Meter).

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Der moderne 5000m-Lauf entwickelte sich Ende des 19.Jahrhunderts in England. Er wurde dort als 3 Meilen-Lauf ausgetragen und später auf 5 Meilen erweitert. Auch der erste olympische Wettbewerb im Jahre 1908 wurde noch in Meilen gemessen, ab 1912 hatte sich dann das metrische System durchgesetzt und es entstand der heutige 5000m-Lauf.

SPORT1 präsentiert alles Wissenswerte zum 5000-Meter-Lauf:

Die aktuellen Weltrekorde im 5000-Meter-Lauf

Männer: 12:37,35 Minuten, Kenenisa Bekele (Äthiopien), aufgestellt am 31.05.2004 in Hengelo (Niederlande)

Kenenisa Bekele aus Äthiopien läuft in Hengelo einen neuen Weltrekord über 5000m
Kenenisa Bekele aus Äthiopien läuft in Hengelo einen neuen Weltrekord über 5000m © Getty Images

Frauen: 14:11,15 Minuten, Tirunesh Dibaba (Äthiopien), aufgestellt am 06.06.2008 in Oslo (Norwegen)

Tirunesh Dibaba aus Äthiopien bejubelt ihre neue Weltrekordzeit
Tirunesh Dibaba aus Äthiopien bejubelt ihre neue Weltrekordzeit © Getty Images

Meilensteine in der Entwicklung des Weltrekordes

Erste Zeit unter 14 Minuten (Männer): Den ersten offiziellen Weltrekord lief der Finne Hannes Kolehmainen bereits am 10.07.1912 (14:36,6 Minuten in Stockholm). Danach stockte die Weiterentwicklung der Laufzeiten aber. Erst am 16.06.1939 kam sein Landsmann Taisto Mäki mit 14:08,8 Minuten in die Nähe der 14-Minuten-Marke. Am 20.09.1942 war es dann in Göteborg soweit. Der Schwede Gunder Hägg blieb mit 13:58,2 Minuten erstmals unter den 14 Minuten.

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Erste Zeit unter 13 Minuten (Männer):  Danach entwickelten sich die Laufzeiten langsam aber sicher immer weiter Richtung 13 Minuten. Lauflegenden wie der für die damalige Tschechoslowakei startende Emil Zatopek (13:57,2 Minuten am 30.05.1954 in Colombes/Frankreich) oder der Australier Ron Clark (4 Weltrekorde, der letzte mit 13:16,6 Minuten am 5.07.1966 in Stockholm/Schweden) drückten die Zeiten stetig nach unten. Es sollte aber noch bis in die 1980er dauern, ehe die 13-Minuten-Marke fiel. Beim Marokkaner Said Aouita blieb die Uhr am 22.07.1987 in Rom bei 12:58,39 Minuten stehen.

Erste Zeit unter 15 Minuten (Frauen): Bei den Frauen waren lange Zeit die 15 Minuten eine unüberwindbare Grenze. Erst die Norwegerin Ingrid Kristiansen blieb am 28.06.1984 in Oslo mit 14:58,89 Minuten unter dieser Marke. 1986 verbesserte sie ihre Bestzeit auf 14:37,33 Minuten (5.08.1986 in Stockholm) und holte sich damit ihren Rekord zurück, den ihr zwischenzeitlich die Britin Zola Budd (14:48,07 Minuten am 26.08.1985 in London) abgenommen hatte.

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Erste Zeit unter 14:30 Minuten (Frauen): Bis mit 14:30 Minuten die nächste Barriere fiel, sollte aber noch einige Zeit vergehen. Erst am 23.10.1997 konnte Jiang Bo diese unterbieten. Die Chinesin stellte die neue Bestzeit von 14:28,09 Minuten in Shanghai auf.

Allgemein Wissenswertes im 5000-Meter-Lauf

  • Der 5000m-Lauf ist die kürzeste Langstreckendisziplin (5000m, 10.000m, Marathon) im olympischen Programm.
  • Der 5000m-Lauf entspricht zwölfeinhalb Stadienrunden und wird ausschließlich im Stadion gelaufen. Startpunkt ist am 200m-Start, der Start erfolgt stehend.
  • Sieger ist, wer als Erster die Ziellinie überquert.
  • Für die Zeitnahme an der Ziellinie ist der Rumpf des Athleten ausschlaggebend.
  • Zur besseren Orientierung für Athleten und Zuschauer wird die letzte Runde eines jeden Athletens mit einem Glockenläuten angekündigt.
  • Mit Dieter Baumann konnte bisher erst ein Deutscher olympisches Gold in dieser Disziplin erringen.
  • Bei den Frauen arbeitet sich Konstanze Klosterhalfen Richtung Weltspitze vor. Mit ihrem Deutschen Rekord (14:26,76 Minuten, aufgestellt am 3.08.2019 in Berlin) steht sie aktuell auf Rang 13 der ewigen Bestenliste.
  • Der 5000m-Lauf ist bei den Männern seit 1912 olympisch, die Frauen laufen seit 1996 bei Olympia über diese Disziplin.
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