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TOPSHOT - Kenya's Eliud Kipchoge crosses the finish line to win the Berlin Marathon setting a new world record on September 16, 2018 in Berlin. (Photo by John MACDOUGALL / AFP)        (Photo credit should read JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images)
Eliud Kipchoge hält mit 2:01:39 Stunden den Weltrekord im Marathon © Getty Images
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Der Marathon ist die längste olympische Laufdisziplin in der Leichtathletik. SPORT1 präsentiert den Weltrekord bei Männern und Frauen und weitere Infos.

Beim Marathon handelt es sich um die längste olympische Laufdisziplin in der Leichtathletik.

Insgesamt müssen 42,195 Kilometer zurückgelegt werden. Der Lauf erinnert an die Legende eines griechischen Laufboten, der sich nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon auf den knapp 40 Kilometer langen Weg nach Athen gemacht habe, wo er seine Botschaft "Wir haben gesiegt" verkündet habe und anschließend tot zusammengebrochen sei.

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Seit 1896 gehört der Marathon bei den Männern zum Programm der Olympischen Spiele. Von den Frauen wird die Distanz erst seit 1984 bei Olympia gelaufen. Damals handelte es sich allerdings noch um eine Strecke von circa 40 Kilometern. Erst 1921 hat die International Association of Athletics Federations (IAAF) die Distanz von 42,195 Kilometern als offizielle Streckenlänge festgelegt.

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Die aktuellen Weltrekorde im Marathon

Frauen: 2:15:25 Stunden, Paula Radcliffe (Großbritannien), aufgestellt am 13. April 2003 in London

Paula Radcliffe ist die Rekordhalterin im Marathon bei den Frauen
Paula Radcliffe ist die Rekordhalterin im Marathon bei den Frauen © Getty Images

Männer: 2:01:39 Stunden, Eliud Kipchoge (Kenia), aufgestellt am 16. September 2018 in Berlin

Meilensteine in der Entwicklung des Weltrekordes

Den ersten offiziell von der IAAF anerkannten Weltrekord stellte Paul Tergat im Jahr 2003 in Berlin auf. Der Kenianer legte die Strecke damals in einer Zeit von 2:04:55 Stunden zurück. Zwar datiert der erste Weltrekord eigentlich aus dem Jahr 1908 und es gibt eine Reihe von Bestzeiten, die bereits vor 2003 aufgestellt wurden, allerdings wurden diese nicht offiziell anerkannt.

Erster Lauf unter 2:30 Stunden: Erstmals unter 2:30 Stunden blieb der US-Amerikaner Albert Michelsen (2:29:01,8). Diese Zeit blieb bis 1935 unberührt, ehe Fusashige Suzuki sie auf 2:27:49 verbesserte. Im selben Jahr schraubten Yasuo Ikenaka und Son Kitei (beide Japan) den Weltrekord zwei weitere Male bis auf 2:26:42 herunter.

Erster Lauf unter 2:20 Stunden: Zu Beginn der 1950er Jahre dominierte ein Engländer den Marathonlauf. Verpasste es Jim Peters 1952 noch knapp, die Marke von 2:20 Stunden zu knacken, gelang ihm ein Jahr später der Meilenstein mit einer Zeit von 2:18:40,4 doch. Peters verbesserte seine eigene Zeit im gleichen Jahr noch und sorgte auch 1954 wieder für einen neuen Rekord (2:17:39,4).

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Erster Lauf unter 2:10 Stunden: Derek Clayton (Australien) blieb 1967 in Fukuoka/Japan zum ersten Mal unter 2:10 Stunden. Er verbesserte seinen Rekord zwei Jahre später selbst, ehe Robert de Castella 1981 den Marathon in 2:08:18 lief und damit für einen neuen Rekord sorgte. 

Weltrekord-Entwicklung bei den Frauen: Bei den Frauen existiert bislang nur ein offiziell anerkannter Weltrekord. Die erste inoffizielle Bestzeit gelang der Britin Violet Piercy 1926 in London. Naoko Takahashi (Japan) war die erste Frau, die 42,195 Kilometer in weniger als 2:20 Stunden lief (2:19:46).

Den deutschen Rekord bei den Frauen stellte Irina Mikitenko 2008 in Berlin auf (2:19:19 Stunden). Bei den Männern hält Arne Gabius die deutsche Bestzeit. Die 2:08:33 Stunden lief er 2015 in Frankfurt.

Allgemein Wissenswertes zum Marathon

  • Beim Marathonlauf braucht es eine lange Vorbereitungsphase. Ein guter Trainingsplan dauert fünf oder sechs Monate, allerdings sollte ein Läufer zuvor mindestens ein Jahr, besser noch zwei, regelmäßig gelaufen sein.
  • Die Teilnahme an einem Marathon ist nicht ganz ungefährlich. Immer wieder brechen Sportler im Ziel tot zusammen. Der Grund: Adrenalin und Noradrenalin steigen bei schwerster körperlicher Belastung extrem an und können lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand auslösen.
  • Entlang der Strecke werden oft isotonische Getränke angeboten.
  • In der Regel gibt es eine zulässige Höchstzeit, nach deren Ablauf die Strecke geschlossen wird.
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