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Wrestling-Star The Undertaker absolvierte seinen letzten Kampf bei WrestleMania im April
Wrestling-Star The Undertaker absolvierte seinen letzten Kampf bei WrestleMania im April © Imago
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Die lebende Wrestling-Legende ist weit über 50 und immer noch bei WWE. SPORT1 erklärt, warum das Phänomen Undertaker so einmalig und langlebig ist.

Den Undertaker - sag mal: Gibt's den wirklich immer noch?

Wrestling-Interessierte kennen diese Frage. Und sie kennen auch die immer größer werdende Verblüffung, je länger die Antwort auf diese Frage dieselbe bleibt: Ja, es gibt ihn noch.

Im Jahr 1990 legte die Ringlegende ihren ersten großen Auftritt bei den Survivor Series der - damals noch - WWF. 53 Jahre ist er mittlerweile alt, ungebrochen populär und scheinbar unverwüstlich. Wie er das hinbekommt? Eine Annäherung.

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- Der Charakter des Undertaker bei WWE:

Ein unverwundbar scheinender Bösewicht, mit übernatürlichen Mächten im Bunde, im Outfit eines Totengräbers ("undertaker") aus den Western-Filmen: So wurde der 2,08-Meter-Hüne einst ins WWF-Programm eingeführt.

Der mystische Charakter faszinierte die Zuschauer, recht bald wurde er einer ihrer größten Lieblinge.

Es blieb dabei, weil das "Phenom" sich im Lauf der Zeit immer wieder neu erfand, den erfolgreichen Kern seiner Rolle aber (fast) immer unberührt ließ. Ausnahme: Zwischen 2000 und 2004 gab der Undertaker den texanischen Biker - den tatsächlichen Charakter des Mark Callaway.

- Die prominenten Einflüsse:

Als "riesigen Clint Eastwood" hat Kollege Chris Jericho den Undertaker mal beschrieben. Tatsächlich stand die Hollywood-Ikone Pate für dessen Auftreten.

Der Taker lacht nie, spricht wenig, kostet jede Bewegung aus, hält das Publikum mit spärlichen, punktgenau gesetzten Mienenspielen und Gesten in der Hand: Das Lüften des Huts, die hochrollenden Augen, die Halsabschneide-Geste - ganz selten einmal der Hauch eines selbstgewissen Grinsens.

Auch an eine andere Showbiz-Legende in Schwarz näherte sich der Taker im Alter an: Von Johnny Cash übernahm er für eine Weile auch seine Einzugsmusik: "Ain't no grave can hold my body down..."

- Die Weiterentwicklung im Ring:

Lange Zeit waren die Matches des Undertakers häufiger ein Mittel zum Zweck als wirklich hochwertig. Er erkannte aber rechtzeitig die Zeichen der Zeit.

Der Deadman, großer Fan der Mixed Martial Arts und regelmäßig Ehrengast bei UFC-Shows, schaute sich Aktionen aus der boomenden Sportart ab, entwickelte sich ringerisch so auch im schon fortgeschrittenen Wrestleralter immer weiter.

Wo seine frühen großen Fehden wie gegen Storyline-Bruder Kane vom Drumherum lebten, legte er in seinen späten, großen WrestleMania-Matches gegen Shawn Michaels und Triple H Klassiker hin. Erst seit er die 50 überschritten hat und der Körper nicht mehr völlig mitmacht, lassen die Leistungen spürbar nach.

Für sein Alter ist er dennoch weiterhin bemerkenswert auf der Höhe - wozu seine privaten Interessen beitragen: Er trägt den schwarzen Gürtel im brasilianischen Jiu-Jitsu, Ehefrau Michelle - geborene McCool - ist selbst ehemalige Wrestlerin, Personal Trainerin und Fitnessfreak.

- Die Langlebigkeit:

Um ihn herum hat die WWE mehrmals ihren kompletten Kader und ihr komplettes Konzept gewechselt - von der Cartoon-Charakter-Ära zur erwachsenen Attitude-Ära zur kindgerechten Parental-Guidance-Ära. Mit dem Undertaker aber - und das ist längst Teil seines Mythos - ist es wie mit den Stones oder Queen Elizabeth: Er ist immer da. Das beruhigt.

Dass er es nicht ewig bleiben kann, wird von Fans, vielleicht auch von ihm selber, gern verdrängt. Dabei mehren sich die Zeichen.

Der Undertaker bei seinem Match gegen Brock Lesnar beim SummerSlam 2015
Der Undertaker bei seinem Match gegen Brock Lesnar beim SummerSlam 2015 © Getty Images

Außerhalb des Rings ist Mark Callaway in Ehren ergraut, im Ring steht er - mit gefärbten Haaren und Bart - nur noch zu besonderen Anlässen. Und auch die Enden nun öfter schmerzhaft: Nach seiner WrestleMania-Niederlage gegen Brock Lesnar 2014 landete er im Krankenhaus, nach dem Rückkampf beim SummerSlam kollabierte er auf dem Weg in die Kabine. 2017, nach seinem scheinbar letzten Match gegen Roman Reigns, wurde vermeldet, dass er eine künstliche Hüfte benötigt.

Beide Male schien die Karriere des Undertaker vorbei - doch er kam zurück, immer wieder. Und vielleicht wird er doch immer noch viel länger da sein, als alle denken. 

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