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Saeid Mollaei gewann Gold bei der WM 2018
Saeid Mollaei gewann Gold bei der WM 2018 © Getty Images
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Saeid Mollaei flüchtet nach Differenzen mit dem iranischen Verband nach Berlin. Dort beantragt er laut dem Präsidenten des Weltverbandes Asyl.

Der iranische Judo-Weltmeister Saeid Mollaei hat nach seiner Flucht nach Berlin offenbar in Deutschland Asyl beantragt.

Dies teilte Marius Vizer, der Präsident des Judo-Weltverbandes IJF, der japanischen Zeitung Asahi Shimbun am Rande der Weltmeisterschaften in Tokio mit. Das Bundesinnenministerium verweigerte auf Anfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP einen Kommentar.

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Mollaei hält sich offenbar in Deutschland auf. "Ich hatte ein deutsches Visum, und ich bin in Deutschland, um mich von den Gerüchten fernzuhalten", sagte Mollaei dem in London beheimateten TV-Sender Iran International.

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Mollaei sollte absichtlich verlieren

Wie Mollaei, der 2018 bei der WM in der Klasse bis 81 kg Gold gewonnen hatte, berichtete, sei er in Tokio von seinem Verband gezwungen worden, im Halbfinale absichtlich gegen den Belgier Matthias Casse zu verlieren, um in einem möglichen Finale nicht gegen den Israeli Sagi Muki antreten zu müssen. Beide Länder sind politisch verfeindet.

Vizer stellte sich hinter den Athleten und gab ihm die Möglichkeit in Aussicht, bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio antreten zu können. "Es ist unsere Aufgabe, die Sportler zu schützen. Das ist ganz klar", sagte der Österreicher, der die IJF seit 2007 anführt. Vizer werde sich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) dafür einsetzen, dass Mollaei im Flüchtlingsteam starten dürfe.

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"Aber es gibt noch andere Optionen", sagte Vizer, der eine offizielle Erklärung für Montag ankündigte, "wir werden alles dafür tun, dass der Athlet seine Karriere fortsetzen kann." Der Weltverband werde in der kommenden Woche zudem untersuchen, inwieweit Mollaei und dessen in Teheran lebende Familie von politischer Seite bedroht worden seien.

Dann werde man auch entscheiden, ob der iranische Judo-Verband sanktioniert werde. "Wir haben Regeln. Alles muss im Einklang mit den Statuten des internationalen Verbandes und mit der Olympischen Charta geschehen", sagte Vizer. Manche Länder hätten andere Regeln, diese könnten sie in ihren Ländern auch anwenden, "aber nicht bei einem internationalen Sportereignis", so Vizer.

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