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Atlético Madrid trauert um Ex-Profi Jose Luis Capon
Atlético Madrid trauert um Ex-Profi Jose Luis Capon © Getty Images
Lesedauer: 41 Minuten
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München - Das Coronavirus legt den internationalen Sportkalender komplett lahm. SPORT1 gibt einen Überblick über die Auswirkungen auf die einzelnen Sportarten.

  • Gehaltsverzicht bei Fortuna Düsseldorf (16.49 Uhr)
  • Ex-Atlético-Star stirbt an Corona (16.30 Uhr)
  • Positiver Corona-Test bei Knicks-Besitzer (8.11 Uhr)

+++ 17.38 Uhr: Lückenkemper hofft auf baldige Wettkämpfe +++

Trotz der sich weiter verbreitenden Corona-Pandemie wünscht sich Gina Lückenkemper eine schnelle Rückkehr in den Wettkampfmodus.

"Ich hoffe, dass im Spätsommer noch Wettkämpfe ausgetragen werden können, vielleicht ja sogar die deutschen Meisterschaften in Braunschweig. Auch die Europameisterschaften in Paris sind noch nicht verschoben worden", schrieb Deutschlands schnellste Sprinterin in einem Gastbeitrag auf leichtathletik.de.

Die 100-m-Vizeeuropameisterin hat aber ihre Zweifel, ob sich das umsetzen lässt. "Momentan sind Wettkämpfe oder andere Großveranstaltungen noch ganz weit weg", sagte die 23 Jahre alte Westfälin, die sich um ihren Körper sorgt: "Ein Leistungssportler kann nicht einfach für ein halbes Jahr die Beine hochlegen und erst wieder im Herbst mit dem Training für die Saison 2021 beginnen. Ein gutes Grundniveau muss gehalten werden."

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Das versucht Lückenkemper derzeit im Grünen. "Die Wohnung verlasse ich nur noch zum Einkaufen, für Spaziergänge und zum Training. Das findet momentan auf einer Wiese statt. Zum Glück habe ich einen eigenen Startblock und einen eigenen Schlitten für Zugwiderstandsläufe, sodass ich einigermaßen trainieren kann", erklärte die 10,95-Sekunden-Sprinterin. Nur ein Kraftraum fehle ihr, "ich kann nur mit dem Eigengewicht trainieren".

+++ 17.26 Uhr: Keller kündigt Gehaltsverzicht an +++

Zwei Wochen Corona-Quarantäne haben Trainer Jens Keller vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg einen neuen Blickwinkel eröffnet. "Man sieht, wie viele Dinge im Leben nicht wichtig sind. Die erscheinen dann sehr, sehr klein", sagte Keller am Sonntag im Interview bei Sky Sport News HD.

Keller war zwei Wochen lang allein in seiner Wohnung - seine Familie wohnt nicht bei ihm in Nürnberg. "Wenn man sich nur vom Sofa über die Küche zum Bett bewegen kann, ist das schon sehr einschneidend", berichtete er. Das Internet und ein neues Spinning-Rad haben ihn bei Laune gehalten.

Nach einem positiven COVID-19-Test von Fabian Nürnberger am 13. März war die gesamte Club-Mannschaft samt Betreuerstab unter Quarantäne gestellt worden. 

Keller hat sich währenddessen bereits zu einem freiwilligen Gehaltsverzicht entschieden, mit der Mannschaft laufen Gespräche. "Ich erwarte das auch vom Team", sagte der 49-Jährige, "schließlich stehen wir auf der Sonnenseite des Lebens." 

+++ 16.49 Uhr: Kurzarbeit und Gehaltsverzicht bei Fortuna Düsseldorf +++

Mit Kurzarbeit und Gehaltsverzicht will Bundesligist Fortuna Düsseldorf den finanziellen Schaden durch die Coronakrise begrenzen.

Der gesamte Vorstand wird laut Mitteilung vom Sonntag auf einen Teil seiner Bezüge verzichten und weiteren Stundungen von Ansprüchen zustimmen. 

Gespräche mit der Mannschaft sind ebenfalls weit gediehen. "Deshalb bin ich sehr zuversichtlich, dass wir in Kürze ein faires Ergebnis erzielen werden, das uns in der aktuellen Situation sehr gut helfen wird, um uns für alle denkbaren Szenarien zu rüsten", sagte Vorstandschef Thomas Röttgermann: "Wir haben eine großartige Mannschaft mit einem hohen Maß an Verständnis für die Realität, für die Solidarität wirklich mehr als nur ein Wort ist."   

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Vereinsmitarbeiter, deren Einsatzmöglichkeiten derzeit begrenzt sind, gehen ab der ersten Aprilwoche in Kurzarbeit. Laut Röttgermann ist keines der durchgerechneten Szenarien für die Fortuna existenzbedrohend. 

+++ 16.44 Uhr: Ex-Atlético-Star stirbt an Coronavirus +++

Der ehemalige spanische Nationalspieler und langjährige Profi von Atletico Madrid, Jose Luis Capon, ist als zweites prominentes Opfer im spanischen Fußball dem Coronavirus erlegen. Der ehemalige Abwehrspieler starb im Alter von 72 Jahren an COVID-19.

Vor Wochenfrist war der langjährige Real-Madrid-Präsident Lorenzo Sanz aufgrund der Corona-Infektion gestorben.

Capon stand 1974 in jener Atletico-Mannschaft, die im Finale des Europapokals der Landesmeister in Brüssel nach dem 1:1 im ersten Duell gegen Bayern München im Wiederholungsspiel 0:4 im Heysel-Stadion verlor.

+++ 16.40 Uhr: Tottenham-Star Son nach Südkorea geflogen +++

Mit der Erlaubnis seines Vereins Tottenham Hotspur ist Starstürmer Heung-Min Son am Sonntag in seine Heimat Südkorea geflogen.

Wie der englische Premier-League-Klub mitteilte, sei Son trotz der Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien wegen der Corona-Pandemie aus "persönlichen Gründen" nach Asien gereist. Die Saison in Englands höchster Fußball-Liga ist vorerst bis zum 30. April ausgesetzt.

Der 27 Jahre alte Son, der in der Bundesliga für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen spielte, befindet sich nach einem im Februar erlittenen Armbruch in der Rehabilitation. Nach seiner Ankunft in Südkorea begibt er sich in eine 14-tägige Quarantäne.

In seiner Heimat sind knapp 10.000 Menschen an COVID-19 erkrankt. Son hat bereits eine zweiwöchige Quarantäne hinter sich, nachdem er im Februar nach seiner Operation zurück nach Großbritannien gekommen war.

Neben Heung-Min Son hat auch Steven Bergwijn von den Spurs die Genehmigung erhalten, die Insel zu verlassen. Seine Frau steht in den Niederlanden vor der Geburt des gemeinsamen Kindes.

+++ 16.41 Uhr: Löwen-Profis bleiben zu Hause +++

Für die Bundesliga-Handballer der Rhein-Neckar Löwen ist die Corona-Quarantäne vorbei, doch Normalität kehrt noch lange nicht ein.

"Es wird natürlich nach wie vor kein Mannschaftstraining geben", sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann dem Mannheimer Morgen: "Die Spieler halten sich weiterhin individuell fit und bleiben so viel wie möglich zu Hause. Wir alle sind uns nach wie vor unserer Verantwortung für die Gesundheit aller bewusst."

Als erster Bundesligaspieler war Mads Mensah Larsen positiv worden, anschließend traf es auch seine Teamkollegen Patrick Groetzki, Jannik Kohlbacher, Mikael Appelgren, Gedeon Guardiola und Trainer Martin Schwalb. Mannschaft und Trainerstab wurden unter Quarantäne gestellt.

Der Spielbetrieb ist derzeit ausgesetzt.

+++ 9.10 Uhr: Olympia im Juli 2021? +++

Die Olympia-Organisatoren in Tokio favorisieren offenbar den Juli 2021 als neuen Termin für die Sommerspiele. Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie und der benötigten Vorbereitungszeit sehe der wahrscheinlichste Plan aktuell eine Eröffnung am 23. Juli vor, berichtet der japanische Fernsehsender NHK.

Tokio-Gouverneurin Yuriko Koike hatte noch am Freitag die Idee ins Spiel gebracht, Olympia wegen des weniger heißen und feuchten Klimas schon im Frühjahr durchzuführen. Die Spiele hätten ursprünglich am 24. Juli 2020 beginnen sollen, waren wegen der Pandemie aber ebenso wie die Paralympics (ab 25. August 2020) verschoben worden.

Präsident Yoshiro Mori vom Organisationskomitee sagte am Samstag im japanischen Fernsehen, dass innerhalb von einer Woche "eine erste Entscheidung" getroffen werden soll.

+++ 8.11 Uhr: Knicks-Besitzer positiv getestet +++ 

James Dolan, Besitzer der New York Knicks (NBA) und New York Rangers (NHL), ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 64-Jährige zeige "geringe bis gar keine" Symptome und habe sich in häusliche Quarantäne begeben, teilten die Knicks am späten Samstag mit.

Sowohl die Basketball-Liga NBA als auch die Eishockey-Liga NHL haben ihren Spielbetrieb wegen der Coronakrise unterbrochen. Der Bundesstaat New York ist mit mehr als 52.000 Fällen und 670 Toten besonders hart von der Corona-Pandemie getroffen.

+++ 7.21 Uhr: Gündogan unterstützt Kreis Heinsberg finanziell +++ 

Nationalspieler Ilkay Gündogan hat die durch die Corona-Pandemie herrschende Situation noch nicht richtig realisieren können. "Ich muss zugeben, dass es nicht so leicht ist, damit umzugehen. Es ist eine Ausnahmesituation, die nicht ganz zu greifen ist", sagte der 29-Jährige am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF.

Er wisse nicht, wie lange es noch so weitergehe und wie er sich verhalten solle. "Man hat teilweise Angst, einen Spaziergang von zehn bis 15 Minuten draußen zu machen", sagte Gündogan: "Und das, obwohl es seltsamerweise und ironischerweise extrem schön war vom Wetter war hier in Manchester." 

Wie Gündogan berichtet, will sein Klub Manchester City den Trainingsbetrieb Ende April wieder aufnehmen. "Ehrlicherweise kann ich mir das nicht vorstellen und weiß auch nicht, wie realistisch das ist", sagte Gündogan, der sich in die länger werdende Liste der Fußballstars eingereiht hat, die angesichts der Coronakrise finanzielle Hilfe leisten. Der Mittelfeldspieler unterstützt mit privaten Spenden die besonders von der Pandemie betroffenen Menschen im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Während der Zwangspause in der Premier League hält sich der gebürtige Gelsenkirchener mit seinem Nachbarn und Teamkollegen Leroy Sane im hauseigenen Fitnessraum bei Laune. "Ich sehe ihn jeden zweiten Tag, wenn ich ins Gym gehe. Der Raum ist eigentlich geschlossen, aber wir dürfen ihn nutzen. Wir können uns da einigermaßen fit halten", sagte Gündogan.

Samstag, 28. März

+++ 21.29 Uhr: Sport Austria fordert Soforthilfe von Bundesregierung +++

Sport Austria-Präsident Hans Niessl hat die österreichische Bundesregierung aufgrund der finanziellen Folgen der Coronakrise zu einer Soforthilfe in dreistelliger Millionenhöhe aufgefordert.

"Der Härtefonds für den Sport muss einmal mit mindestens 100 Millionen Euro an Soforthilfe dotiert sein", sagte Niessl bei einer Videokonferenz am Samstag mit Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler.

Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen gehe es auch im Sport "um persönliche Schicksale und Existenzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern", sagte Niessl. "In dieser Zeit der Krise", forderte er, "die gleichen Instrumente wie den Unternehmen anzubieten: direkte Subventionen, Garantien und Zinszuschüsse für Kredite."

Der Sport benötige diese Hilfe dringend, um seine Strukturen für die Zeit nach Corona aufrecht erhalten zu können, sagte Niessl. Die Coronavirus-Pandemie hat die sportliche Aktivität und die Wettkämpfe stillgelegt und das finanzielle Gleichgewicht bestimmter Vereine stark gefährdet.

Sport Austria ist die Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich. 

+++ 21.17 Uhr: Herrlich glaubt an positiven Effekt des Trainerwechsels +++

Heiko Herrlich glaubt trotz der Corona-Zwangspause an einen positiven Effekt des Trainerwechsels beim FC Augsburg.

"Das bereitet mir keine Sorgen. Ich bin ein Mensch, der grundsätzlich positiv denkt. Jetzt sehe ich es als Chance, die Mannschaft in einer besonders schweren Situation ganz intensiv kennenzulernen und mit ihr gemeinsam zu arbeiten", sagte der Nachfolger des entlassenen Martin Schmidt im kicker-Interview.

Herrlich hatte sein Amt am 10. März angetreten, seine Mannschaft lässt er derzeit in kleinen Gruppen trainieren. "Wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen, um uns auf einen Tag X vorzubereiten, von dem wir noch nicht wissen, wann er kommen wird", sagte Herrlich.

Als Tabellen-14. haben die Augsburger derzeit fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wann die Saison fortgesetzt werden kann, ist derzeit offen. Herrlich setzt aber nicht auf eine Rettung durch einen Abbruch: "Für den gesamten deutschen Profifußball ist es von enormer Bedeutung, dass die Liga, wann auch immer, zu Ende gespielt wird. Daher hoffen wir, dass wir die Liga unter Einhaltung der gesundheitlichen Richtlinien fortsetzen können."

+++ 20.46 Uhr: Ronaldo und Co. verzichten auf vier Monatsgehälter +++

Juventus Turin hat sich mit seinen Stars auf einen Gehaltsverzicht geeinigt und spart eigenen Angaben zufolge so 90 Millionen Euro ein.

Wie der Klub am Samstagabend mitteilte, hätten sich die Spieler um Superstar Cristiano Ronaldo bereit erklärt, auf die vier Monatsgehälter von März bis Juni zu verzichten.

"Juventus möchte den Spielern und dem Trainer für ihr Entgegenkommen in einer für alle Beteiligten schwierigen Zeit danken", schrieb Juve auf der Klub-Webseite.

Sollte der momentan wegen der Coronakrise ruhende Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, werde der Klub erneut mit seinen Spielern und dem Trainer "vertrauensvoll verhandeln", hieß es in dem Statement.

+++ 17.28 Uhr: NHL nennt Zeitplan für spätestes Saisonende +++

Die Funktionäre der NHL wollen die aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochene Saison unter allen Umständen zu Ende spielen.

Eine Verkürzung oder gar eine Absage der Playoffs ist nicht angedacht. "Ich glaube, dass wir die Möglichkeit hätten, die Saison auch bis in den August hinein zu spielen, wenn wir dazu gezwungen wären", sagte Bill Daly, stellvertretender NHL-Commissioner.

Die Liga habe die Arena-Betreiber bereits auf Nutzungsmöglichkeiten bis Ende August angesprochen. Zudem gäbe es nach der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auch keine Überschneidungen und mehr Kapazitäten bei den TV-Übertragungen der besten Eishockey-Liga der Welt.

"Im Laufe der Zeit haben wir erkannt, dass wir vielleicht ein größeres Zeitfenster haben, als wir ursprünglich gedacht hatten", sagte Daly: "Wir haben dabei aber Respekt vor den Sommermonaten und wissen, bis wann wir die Saison beendet haben müssen, um im nächsten Jahr bereit für eine komplette Saison zu sein."

Im Optimalfall "würden wir gerne irgendwann im Frühling wieder anfangen zu spielen, und dann bis in den Frühsommer hinein. Dieses 'Problem' hätten wir gerne", erklärte Daly.

Der Spielbetrieb in der NHL ist seit dem 12. März ausgesetzt. 189 Hauptrundenspiele stehen noch aus bis zum möglichen Beginn der zweimonatigen Playoffs, in denen der Stanley-Cup-Sieger ermittelt werden soll.

+++ 17.21 Uhr: MLB und Spieler einigen sich +++

Die MLB und ihre Spieler haben sich im Zuge des aufgrund der Coronakrise verschobenen Saisonstarts auf eine Übereinkunft verständigt. Diese beinhaltet gehaltstechnische Regelungen sowie Fragen hinsichtlich des Kalenders.

Einen offiziellen Termin für den Saisonstart gibt es aber weiterhin nicht. Eigentlich hätte es am vergangenen Donnerstag losgehen sollen.

Laut dem Deal sollen so viele Spiele in der regulären Saison wie möglich ausgetragen werden, eine Ausdehnung bis in den Oktober sei demnach möglich. Pro Team stehen normalerweise 162 Partien auf dem Programm.

Die anschließenden Playoffs könnten bis in den November gezogen werden - ein außergewöhnlicher Schritt für die MLB. Zudem könnten Spiele der Finalrunde auch auf neutralen Plätzen ausgetragen werden, falls es klimatische Erfordernisse verlangen.

+++ 12.11 Uhr: Trainer-Ikone Tabarez vorerst arbeitslos +++

Der Fußball-Verband Uruguays AUF hat mit der vorläufigen Entlassung aller Trainer, darunter auch Nationalmannschafts-Chefcoach Oscar Tabarez, auf die Folgen der Coronakrise reagiert. Dies gab der Verband in der Nacht zu Samstag bekannt.

Demnach sind Tabarez und weitere Verbandscoaches ab 1. April beschäftigungslos, wobei alle allerdings in den Genuss einer Arbeitslosenversicherung kommen, wie der AUF mitteilte.

Der 73-jährige Tabarez ist seit 2006 Cheftrainer des zweimaligen Weltmeisters (1930 und 1950). 

Laut uruguayischen Medienberichten sollen insgesamt 400 Personen von der Maßnahme des Verbandes betroffen sein.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind dem Verband wichtige Einnahmen weggebrochen, obwohl in dem südamerikanischen Land erst 274 Personen an COVID-19 erkrankt sind.

+++ 11:20: Roma schickt Senioren Lebensmittel +++

Der italienische Erstligist AS Rom kümmert sich in Zeiten der Coronakrise um seine ältesten Anhänger. Jeder Dauerkarteninhaber im Alter von mindestens 75 Jahren erhielt am Samstag im Rahmen der Aktion "Roma Cares" ein Paket vom dreimaligen Meister, darin enthalten unter anderem: Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Olivenöl und Mineralwasser, außerdem Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken und Einweghandschuhe.

"Die ältesten Mitglieder unserer Gesellschaft sind im Moment besonders verwundbar, jedes Mal, wenn sie das Haus zum Einkaufen verlassen", teilte der Klub mit: "Daher hat der Verein mit Unterstützung seiner Sponsoren vier Lastwagen durch die Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus geschickt."

Der älteste Dauerkarteninhaber, Eliseo Lorenzetti, erhielt zudem ein von Roma-Stürmer Edin Dzeko (früher VfL Wolfsburg) signiertes Trikot. Lorenzetti kam im Jahr 1923 zur Welt, vier Jahre vor der Gründung des AS Rom.

+++ 10.07 Uhr: Erster Fußballprofi in Australien positiv getestet +++

Als erster Fußballprofi in Australien ist ein Spieler des A-League-Teams Newcastle Jets am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte der Klub.

Der Name wurde nicht genannt, er soll jedoch laut Medienberichten am vergangenen Montag beim 2:1-Heimsieg gegen Melbourne City gespielt haben. Die Partie fand ohne Zuschauer statt, es war die letzte Begegnung vor dem Meisterschaftsstopp Down Under.

Ebenfalls an COVID-19 ist ein Mitarbeiter von Wellington Phoenix aus Neuseeland erkrankt. Das Team hatte aufgrund der Coronakrise eigens nach Australien übersiedeln müssen.

Nach Angaben der Jets gehe es dem Spieler und seiner Familie, die unter Quarantäne gestellt wurden, den Umständen entsprechend gut. Die restlichen Spieler der Mannschaft, so kündigte der Klub an, werden ihren Gesundheitszustand genauestens beobachten, sobald Krankheitssymptome auftauchen, werde es eine Selbstisolation geben.

In Australien sind insgesamt zehn deutsche Profis aktiv, darunter namhafte Kicker wie Alexander Baumjohann, Nicolai Müller und Tim Hoogland.

+++ 09.35 Uhr: Barca-Star Suarez verteilt Hilfspakete in Uruguay +++

Mit 500 Warenkörben voller unverderblicher Lebensmittel und Hygieneprodukten hat Uruguays Fußball-Star Luis Suarez in der Corona-Krise in seinem Heimatland eine private Hilfsaktion gestartet.

Im Auftrag des derzeit verletzten Stürmers von Spaniens Topklub FC Barcelona wurden die Beutel in der Metropole Montevideo im Stadtteil Casavalle verteilt. In den kommenden Tagen sollen die Suarez-Pakete in weiteren ärmeren Gebieten der Hauptstadt ausgeliefert werden.

"Es gibt nichts zu danken. Das ist das Mindeste, was ich machen kann, um meinen Landsleuten zu helfen", sagte "El Pistolero" aus seiner Quarantäne im fernen Spanien.

Das mit nur 3,5 Millionen Einwohnern kleine Uruguay verzeichnete am Freitag 274 mit dem Coronavirus infizierte Personen, aber noch keinen Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankenheit Covid-19.

Suarez hofft auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie. Nach einem Eingriff im Januar am Außenmeniskus im rechten Knie strebt der 33-Jährige an, bei Barca nach Aufhebung der Corona-Beschränkungen auf Anhieb wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können.

+++ 9:10 Uhr: Corona: Sörgel drängt auf Massentests von Stadionbesuchern +++

In der Debatte über verstärkte Corona-Tests in der deutschen Bevölkerung fordert der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel eine gezielte Untersuchung auch von Fußball-Fans. Zur genaueren Feststellung der Virus-Ausbreitung in Deutschland plädierte der Wissenschaftler in der Bild für Tests bei Stadionbesuchern am bislang letzten Bundesliga-Spieltag vor drei Wochen.

"Die Lage ist sehr, sehr ernst, und uns läuft immer mehr die Zeit davon. Die Klubs haben massenhaft Daten ihrer Anhänger. Sie könnten die Fans per Email anschreiben und zu einem Anti-Körper-Test aufrufen", erläuterte Sörgel seinen Plan.

Die Feststellung von gebildeten Immunitäten nach einer unwissentlichen Infizierung soll Rückschlüsse auf den Verbreitungsgrad des Virus ermöglichen. Der Vergleich von Stichproben bei 500 bis 1000 Fans pro Verein mit den Daten der Gesamtbevölkerung könnte demnach Erkenntnisse über die Dunkelziffer bei der Zahl der Infektionen liefern.

Laut Sörgel drängt die Zeit. "Man muss jetzt anfangen. Es ist unsere letzte Chance für solch einen Massentest von Besuchern von Großveranstaltungen", sagte der 69-Jährige.

+++ 22.39 Uhr: Voss-Tecklenburg würde Verschiebung der Frauen-EM 2021 begrüßen +++ 

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hätte Verständnis für eine Verschiebung der Frauenfußball-Europameisterschaft 2021 in England um ein Jahr.

"Wenn wir vielleicht unsere EM verschieben müssen, glaube ich, dass das für das Turnier gut ist, damit wir dementsprechend auch die Aufmerksamkeit haben", sagte die 52-Jährige im ZDF mit Blick auf das kommende Jahr, in dem unter anderem die Olympischen Spiele in Tokio und die Fußball-EM der Männer nachgeholt werden sollen.

"Es ist klar, dass diese Überlegungen anstehen. Und es macht ja auch irgendwo Sinn, dass man über die FIFA, UEFA und Verbände versucht, einen guten, sinnvollen Plan hinzubekommen mit allen Großereignissen, die auch ihren Stellenwert haben wollen", sagte Voss-Tecklenburg, die eine geplante Durchführung des Turniers im kommenden Jahr kritisch sieht: "Man muss schauen, dass man die Großereignisse nacheinander schaltet. Es macht sicherlich Sinn, vielleicht im Worst Case sogar etwas ausfallen zu lassen."

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist nicht direkt von der Verschiebung der großen Sportveranstaltungen in diesem Jahr durch die Coronakrise betroffen. Für die Olympischen Spiele in Tokio hatte das Team die Qualifikation verpasst. 

+++ 22.14 Uhr: Wembley-Stadion leuchtet in Italiens Landesfarben +++ 

Der englische Fußball-Verband FA hat mit einer Lichtershow in den Landesfarben Italiens seine Solidarität mit der besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Nation gezeigt.

Der berühmte Bogen des Londoner Wembley-Stadions leuchtete am Freitagabend, an dem ursprünglich das Länderspiel beider Nationalmannschaften hätte stattfinden sollen, in Grün, Weiß und Rot. 

"Wir teilen heute Abend zwar nicht das Spielfeld, aber wir stehen zusammen und vereint in dieser schwierigen Zeit", schrieb die FA bei Twitter. Auf der Fassade der Arena leuchtete zudem eine Botschaft in italienischer Sprache: "Wir sind getrennt, aber wir sind zusammen. Forza Italia."

+++ 20.52 Uhr: Degenkolb-Team verzichtet auf Gehalt +++ 

Der Stillstand in der Radsportwelt hat nun auch das belgische Team Lotto-Soudal um den deutschen Klassiker-Star John Degenkolb zu einem teilweisen Gehaltsverzicht bewegt.

Die 27 Fahrer und die Mitarbeiter wollen mit dieser Maßnahme jene Teammitglieder unterstützen, die aufgrund der Coronakrise derzeit ohne Job und Einkommen sind. 

"Diese Entscheidung ist ohne Diskussionen und einstimmig getroffen worden. Es ist jedem klar, dass besondere Umstände besondere Team-Maßnahmen erfordern", hieß es in einer Mitteilung der Equipe. Demnach sind derzeit 25 Team-Mitarbeiter arbeitslos. 

Laut Lotto-Angaben trainieren die Fahrer weiter für die Wiederaufnahme des Rennbetriebs. Diese ist derzeit aber noch nicht absehbar. 

+++ 20.11 Uhr: Dybala auf dem Weg der Besserung +++ 

Der positiv auf das Coronavirus getestete Fußballstar Paulo Dybala befindet sich nach akuten Symptomen auf dem Weg der Besserung.

"Ich kann mich wieder bewegen, gehen und ein wenig trainieren", sagte der 26-Jährige im Interview mit dem TV-Kanal seines Vereins Juventus Turin: "Vor einigen Tagen fühlte ich eine gewisse Schwere, jetzt geht es wesentlich besser."

Noch zu Beginn der Woche habe er "nach fünf Minuten eine große Müdigkeit gespürt. Die Muskeln schmerzten mir", sagte der Argentinier. Auch seiner Freundin Oriana Sabatini, die sich ebenfalls mit dem Virus infiziert habe, gehe es besser.

Dybala ist der dritte Juve-Profi nach Abwehrspieler Daniele Rugani und Weltmeister Blaise Matuidi, der positiv getestet worden ist.

+++ 19.38 Uhr: Spanischer Läufer Llorente gestorben +++ 

Der frühere spanische Läufer Santiago Llorente ist mit nur 61 Jahren an COVID-19 gestorben. Dies gab der europäische Leichtathletik-Verband European Athletics am Freitag bekannt.

Llorente hatte 1977 bei der Cross-WM der U20 in Düsseldorf Silber geholt und gehörte in den 80er-Jahren zu den Topläufern seines Landes.

Nach seiner aktiven Karriere war Llorente als Physiotherapeut unter anderem für spanische Nationalathleten tätig und betreute zudem den portugiesischen 100-m-Europarekordler Francis Obikwelu.

Llorente ist nach dem früheren Real-Madrid-Präsidenten Lorenzo Sanz (76) die zweite spanische Sportpersönlichkeit, die in dieser Woche an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben ist.

+++ 19.27 Uhr: Leichtathleten bleiben für Olympia qualifiziert +++ 

In der olympischen Kernsportart Leichtathletik sollen alle bereits für die Sommerspiele von Tokio qualifizierten Sportler und Sportlerinnen trotz der Verschiebung ins kommende Jahr ihren Startplatz behalten. Dies teilte Sebastian Coe, Präsident des Weltverbandes World Athletics, am Freitag in einem offenen Brief mit.

"Stand heute bleiben alle Athleten, welche die Normen und Voraussetzungen erfüllt haben, für die Olympischen Spiele von Tokio qualifiziert. Das sind 50 Prozent der zu vergebenen Startplätze", sagte Coe.

Für die verbleibenden Startplätze sei es "jetzt wichtig, dass wir einen eindeutigen und klaren Prozess entwickeln, unter dem sich die Athleten auch vor dem Hintergrund vieler verschobener Wettkämpfe qualifizieren können."

+++ 18.07 Uhr: Stuttgarter Profis verzichten auf Gehalt +++ 

Die Profis des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart haben sich mit dem Klub als Reaktion auf die drohenden wirtschaftlichen Probleme durch die Coronakrise auf einen Gehaltsverzicht geeinigt. 

Das gab der Vorstandvorsitzende Thomas Hitzlsperger am Freitag bekannt. "Wir haben die Führungsebene, beginnend bei der Mannschaft, überzeugen können, dass ein finanzieller Beitrag notwendig ist", sagte der frühere Nationalspieler in einem Interview auf der Vereins-Homepage. 

Über die Höhe des Verzichts machte der 37-Jährige keine Angaben. Zudem werden die etwa 300 Mitarbeiter des VfB in Kurzarbeit geschickt. "Ich hoffe, dass sie auch ihren Teil beitragen - so schwer es ist. Alle haben erkannt, dass diese Situation etwas ist, auf das wir uns nicht vorbereiten konnten", sagte Hitzlsperger. 

+++ 17.22 Uhr: Röhler glaubt an WM-Verlegung +++ 

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hofft vor allem aus finanziellen Gründen auf eine Aufnahme des Wettkampfbetriebs in der Leichtathletik noch in diesem Jahr.

"Ich persönlich sehe die Durchführung einer Saison in diesem Jahr aktuell noch kritisch, hoffe aber, dass wir einen kleinen Leichtathletik-Zirkus auf die Beine gestellt bekommen, einfach damit das System stark bleibt, sonst wirkt es sich langfristig finanziell aus", sagte der 28-Jährige bei Eurosport.

Was den Leichtathleten schmerzlich fehle, seien die Erlöse aus den Wettkämpfen. "Wenn man unsere Einkünfte wie eine Pizza aufteilt, dann sind ein sehr großer Teil der Pizza Einnahmen aus Wettkämpfen und Prämien für sportlichen Erfolg", sagte Röhler.

Der Jenaer geht zudem fest davon aus, dass die eigentlich für das kommende Jahr in Eugene/Oregon geplanten Weltmeisterschaften angesichts der Olympia-Verschiebung nach 2022 verlegt werden.

"Ich habe die ersten Signale wahrgenommen, dass man mit der WM ins Jahr 2022 geht. In den letzten Gremiensitzungen wurde relativ klar, dass es viele Veränderungen im Zeitplan rund um die Olympischen Spiele geben wird", sagte Röhler.

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+++ 17.13 Uhr: Ski-Weltverband verschiebt Kongress +++ 

Der Ski-Weltverband FIS hat wegen der Coronakrise seinen vom 17. bis 23. Mai in Pattaya/Thailand geplanten Kongress verschoben.

Dort sollte unter anderem ein Nachfolger für den scheidenden Präsidenten Gian Franco Kasper gewählt werden. Zudem sollte eine Entscheidung über den Ausrichter der Alpine-WM 2025 fallen, für die sich Garmisch-Partenkirchen beworben hat. Der Kongress soll nun im Herbst dieses Jahres stattfinden.

Am Austragungsort Pattaya hatte es zum Teil heftige Kritik gegeben. Ein Kongress in dem einstigen Fischerdorf, das unter anderem für die dortige Sex-Industrie bekannt ist, schade dem Ruf der FIS, hatte Norwegens Verbandspräsident Erik Röste erklärt.

Der 76 Jahre alte Kasper, der dem Weltverband seit 1998 vorsteht, hatte die Wahl des Veranstaltungsortes in Thailand, der für das abgesprungene Marrakesch/Marokko eingesprungen war, verteidigt.

"Pattaya ist nicht nur Sextourismus, sondern auch normaler Tourismus", sagte der Schweizer: "Ich bin Demokrat. Wenn es eine Wahl gibt, dann akzeptiere ich diese Wahl. So war die Entscheidung."

+++ 16.48 Uhr: Halbfinals im DFB-Pokal werden verlegt +++ 

Die für den 21. und 22. April geplanten Halbfinals im DFB-Pokal werden aufgrund der Coronakrise wie erwartet verschoben.

Sowohl die Begegnung zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt als auch das Heimspiel des Regionalligisten 1. FC Saarbrücken gegen Bayer Leverkusen können "gemäß der aktuellen Verfügungslage" nicht stattfinden, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

"Es ist davon auszugehen, dass die Verfügungslage auch für die avisierten Pokaltermine bestehen bleibt und keine Fußballspiele ausgetragen werden dürfen. Daher ist weder Planungssicherheit für die Vereine gegeben noch eine adäquate Vorbereitung aus sportlicher Sicht möglich", teilte der DFB mit.

Das Finale im Berliner Olympiastadion ist derzeit noch für den 23. Mai vorgesehen.

+++ 16.34 Uhr: Stuttgarter Handballer verzichten auf Gehalt +++ 

Mit dem TVB Stuttgart hat sich ein weiterer Handball-Bundesligist aufgrund der Coronakrise mit seinen Spielern und Mitarbeitern auf einen Gehaltsverzicht geeinigt. Ziel sei es, hieß es in einer Vereinsmitteilung am Freitag, den Verein unbeschadet durch diese schwierige Phase zu führen.

"Der erste Baustein zur Überwindung der Krise ist durch die Anmeldung zur Kurzarbeit sowie den Gehaltsverzicht aller Angestellten des TVB getan", sagte TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt: "Um den Bundesliga-Handball in der Region Stuttgart erhalten zu können, benötigen wir jedoch auch die Unterstützung unserer Sponsoren, Dauerkarten-Inhaber und Fans."

Der Spielbetrieb in der Bundesliga ruht aufgrund der Corona-Pandemie zunächst bis zum 23. April. Ob und wie die Saison danach weitergeht, ist unklar.

+++ 16.19 Uhr: Kurzarbeit auch bei den Würzburger Kickers +++ 

Die Fußballer des Drittligisten Würzburger Kickers sind den übrigen Angestellten des Klubs gefolgt und in Kurzarbeit gegangen.

"Dies ist ein ganz starkes Ausrufezeichen unserer Mannschaft sowie des gesamten Trainer- und Betreuerstabs", sagte Vorstandschef Daniel Sauer: "Unser Team spricht nicht nur von Solidarität, bei den Kickers wird die Solidarität gelebt."

Für Kapitän Sebastian Schuppan stand es "außer Frage, dass wir hier als Mannschaft geschlossen ein Zeichen setzen wollen". Er versprach: "Wir werden alle gemeinsam stärker denn je aus dieser Situation herausgehen."

Bereits am Mittwoch hatten die Kickers über die Kurzarbeit der restlichen Belegschaft informiert. Die Maßnahme soll die insgesamt 160 Arbeitsplätze im Stammverein angesichts der Einnahmeausfälle infolge der Coronakrise sichern.

+++ 15.53 Uhr: Espanyol Barcelona kürzt Gehälter drastisch +++

Das spanische Liga-Schlusslicht Espanyol Barcelona will die Gehälter seiner Spieler als Folge der Coronakrise um 70 Prozent kürzen. Einen entsprechenden Antrag reichte der zweimalige UEFA-Pokalfinalist bei den katalanischen Behörden ein. Die Betroffenen, darunter auch die zweite Mannschaft und das Frauen-Team, hätten "Verständnis und Respekt" gezeigt, teilte Espanyol mit.

Der Klub aus Barcelona gehört zu den spanischen Klubs mit den finanziell größten Schwierigkeiten. Derzeit herrsche in Spanien "eine einzigartige Situation, die der Fußball, die Gesellschaft und auch Espanyol noch nie erlebt haben", hieß es in einer Mitteilung des Klubs.

Am Donnerstag hatte bereits der Lokalrivale FC Barcelona Kurzarbeit beantragt. Spanien ist von der Coronakrise besonders hart getroffen. Am Freitag stieg die Zahl der Todesopfer auf mehr als 4800.

+++ 15.35 Uhr: Mountainbike-WM in Albstadt wird verlegt +++

Auch die Mountainbike-Weltmeisterschaft im schwäbischen Albstadt (25. bis 28. Juni) ist wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden. Nach einem alternativen Termin werde in engem Kontakt mit dem Radsport-Weltverband UCI, dem Bund Deutscher Radfahrer und dem Land Baden-Württemberg gesucht, teilte die Stadt mit. Für Mitte kommender Woche sei eine entsprechende Telefonkonferenz angesetzt.

Denkbare Alternativen seien eine Verlegung in den Herbst 2020 oder eine Durchführung im Jahr 2021. "Eine komplette Absage dieses sportlichen Highlights ist zwar nicht ausgeschlossen, soll aber vermieden werden", hieß es weiter.

+++ 15.04 Uhr: Leichtathletik-DM und Finals Rhein-Ruhr 2020 verschoben +++

Die Finals Rhein-Ruhr 2020 in Nordrhein-Westfalen (NRW) und die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig sind wegen der Coronakrise verlegt worden. Beide Events sollten am 6. und 7. Juni stattfinden, die Finals in der Rhein-Ruhr-Region, die Leichtathletik-DM in Braunschweig.

Für die Finals, die im vergangenen Jahr ihre erfolgreiche Premiere in Berlin erlebt hatten, und die Leichtathleten werden mögliche Ersatztermin geprüft. Das Multisportevent an Rhein und Ruhr mit deutschen Meisterschaften in 16 Sportarten sollte in den Städten Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Aachen und Neuss ausgetragen werden.

+++ 14.26 Uhr: Letzter 96-Profi aus Quarantäne entlassen +++

Jannes Horn darf als letzter Profi des Fußball-Zweitligisten Hannover 96 die eigenen vier Wände wieder verlassen. Der 23-Jährige, der mit dem Coronavirus infiziert war, ist offiziell gesund. Dies teilte sein Klub am Freitag mit. Bereits am Donnerstag war für den Rest des Kaders die Quarantäne beendet worden.

Am 12. März war Horn positiv getestet worden, der Linksverteidiger und seine Teamkollegen wurden dann unter häusliche Quarantäne gestellt. Die Krankheit nahm bei Horn einen vergleichsweise milden Verlauf. Zunächst litt er unter "recht starken" Kopfschmerzen. Wenige Tage später wurde es dann aber besser, und er konnte ein leichtes Sportprogramm absolvieren.

+++ 14.18 Uhr: BMI kündigt Neuverteilung der Gelder an +++

Die Sommersportverbände in Deutschland müssen nach der Olympia-Verschiebung aufgrund der Corona-Pandemie mit einer Neuverteilung der öffentlichen Gelder rechnen. "Für die Förderung der Spitzenverbände des Sommersports ab 2021 muss die vorgesehene Systematik an die veränderte Situation angepasst werden", teilte das Bundesministerium des Innern (BMI) dem Spiegel mit.

Dazu werde das für den Sport zuständige Ministerium "in enger Abstimmung mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und unter Einbeziehung der unabhängigen PotAS-Kommission eine Lösung erarbeiten", hieß es weiter. Ziel sei es, dass "einerseits die potenzialorientierte Förderung eingeführt wird und andererseits den Verbänden möglichst geringe Nachteile durch die Verschiebung entstehen."

Ursprünglich wollte das BMI nach den Spielen in Tokio ab Anfang 2021 auch die Gelder für die Sommersportverbände nach dem neuen Potenzialanalysesystem (PotAS) verteilen. Durch die Verlegung der Spiele, die ursprünglich für 24. Juli bis 9. August angesetzt waren, ins kommende Jahr ergibt sich eine neue Sachlage.

+++ 14.10 Uhr: Tobias Hauke sieht Chance in Olympia-Verschiebung +++

Der zweimalige Olympiasieger Tobias Hauke erkennt in der Verschiebung der Sommerspiele von Tokio ins Jahr 2021 auch Chancen für die deutschen Hockey-Männer. "Für den Prozess der Mannschaft mit dem neuen Trainer, den jungen Spielern kann man am Ende des Tages eventuell auch etwas Positives herausziehen", sagte Hauke im SID-Gespräch. Im November hatte Kais al Saadi das Amt des Bundestrainers übernommen. Der deutschen Mannschaft fehlen seit Bronze in Rio 2016 Topergebnisse, nun hat das Team womöglich mehr Vorlaufzeit auf das Topevent.

Für Hauke bedeutet die Verschiebung aber auch, dass er seine persönliche Planung neu festlegen muss. "Das betrifft nicht nur mich, sondern mit Sicherheit eine große Anzahl Athleten weltweit, die sich die Frage stellen müssen, ob sie das Karriereende ein Jahr weiter nach hinten verschieben. Es hängt einfach wahnsinnig viel dran", sagte der 32 Jahre alte frühere Welthockeyspieler. Er müsse sich auch mit Blick auf Beruf und Familie darüber klar werden, "ob der Aufwand für ein weiteres Jahr im Verhältnis steht."

+++ 13.39 Uhr: Letzte US-Amerikaner verlassen BBL-Klub Ludwigsburg +++

Als letzte US-Profis haben Marcos Knight (30) und Jaleen Smith (25) den Basketball-Bundesligisten MHP Riesen Ludwigsburg verlassen. Beide kehren nach Aussetzung des Spielbetriebs vorübergehend in ihre Heimat zurück. Mindestens bis zum 30. April ist in der BBL wegen der Coronakrise Pause.

Zuvor hatten sich Khadeen Carrington, Cameron Jackson, Nick Weiler-Babb, Tanner Leissner und Thomas Wimbush verabschiedet. Alle sieben Profis stehen weiter unter Vertrag und sollen im Falle einer Fortsetzung der Saison wiederkommen.

+++ 13.06 Uhr: Radprofi Gaviria aus Krankenhaus entlassen +++

Der kolumbianische Radprofi Fernando Gaviria hat seine Corona-Erkrankung offenbar gut überstanden. Der Topsprinter habe das Krankenhaus nach vierwöchigem Aufenthalt inzwischen verlassen, teilte Gavirias Team UAE Emirates mit.

Der 25-Jährige war wie sein ebenfalls genesener Teamkollege Maximiliano Richeze aus Argentinien während der UAE Tour im Februar positiv auf das Virus getestet worden. Die Rundfahrt wurde daraufhin abgebrochen.

"Mein Fokus liegt jetzt darauf, nach Hause zurückzukehren und meine Familie wiederzusehen", sagte Gaviria, zweimaliger Etappensieger der Tour de France, bei Instagram.

In Kolumbien ruht jedoch das öffentliche Leben wegen der Pandemie bis 13. April, die Grenzen sind geschlossen, Flüge weitgehend gestrichen.

+++ 13.05 Uhr: Weitere Diamond-League-Meetings verschoben +++

Wegen der Coronakrise wurden drei weitere Leichtathletik-Meetings der Diamond League verschoben.

Die Events in Stockholm (24. Mai), Neapel/Rom (28. Mai) und Rabat/Marokko (31. Mai) können nicht wie geplant stattfinden, wie die Serie am Freitag bekannt gab. In den vergangenen Wochen wurden bereits die ersten drei Meetings in Katar und China (2) gestrichen.

"Ein alternativer Kalender für die Saison 2020 wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben", teilte die Diamond League mit.

+++ 12.53 Uhr: DFB-Termine der Nachwuchsteams bis Ende Juni abgesagt +++

Wegen der Corona-Pandemie werden die Fußball-Nationalspieler und -spielerinnen der Zukunft bis Ende Juni keine Länderspiele und Lehrgänge absolvieren.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte am Freitag mit, dass sämtliche Termine der DFB-Nachwuchsteams in diesem Zeitraum abgesagt wurden.

"An oberster Stelle steht die Gesundheit - nicht nur der jungen Spielerinnen und Spieler sowie Beteiligten, sondern vor allem der gesamten Gesellschaft", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius: "Vor diesem Hintergrund vertrauen wir weiterhin der Expertise der Gesundheitsbehörden und werden auch in den nächsten Wochen und Monaten mit vernünftigem und sorgfältigem Handeln unseren Beitrag leisten, gemeinsam die Eindämmung des Coronavirus zu unterstützen."

+++ 10.43 Uhr: Hausding geht IOC scharf an +++

Wasserspringer Patrick Hausding glaubt nicht, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Sommerspiele 2020 hauptsächlich für die Gesundheit der Weltbevölkerung verschoben hat. "Alle wissen, dass es dem IOC nicht darum ging, sondern hauptsächlich wirtschaftliche Gründe vorlagen", sagte der Olympiadritte der Berliner Morgenpost: "Hätten sich nicht so viele Nationen gegen Olympia ausgesprochen, und manche ihre Teilnahme abgesagt, dann wäre die Entscheidung erst um einiges später gefallen.

Die Entscheidung, Olympia in Tokio erst im kommenden Jahr stattfinden zu lassen, hält Hausding für richtig. "Aber warum kann man nicht öffentlich sagen, dass man Angst davor hat, wie man das organisatorisch und wirtschaftlich stemmen soll? Ist doch in Ordnung", sagte der 31-Jährige.

+++ 07.54 Uhr: NFL hält an Drafttermin fest +++

Der 85. Draft in der National Football League soll trotz der Corona-Pandemie am geplanten Termin Ende April stattfinden. Dies teilte Commissioner Roger Goodell am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Der Draft findet vom 23. bis 25. April in Las Vegas/Nevada statt, die besten Nachwuchstalente werden in sieben Runden auf die 32 Teams verteilt.

Die ursprünglich geplanten öffentlichen Veranstaltungen rund um das Event in der Spielermetropole waren bereits abgesagt worden. Die Gesundheitsbehörden haben große Versammlungen verboten und auf Abstandhalten gedrängt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

"Aufgrund der einzigartigen Umstände in unserem Land, muss der Draft auf eine andere Art und Weise durchgeführt werden. Wir werden keine Talente und deren Familien zum Draft vor Ort einladen, und der Draft selbst wird in einer Weise durchgeführt und im Fernsehen ausgestrahlt werden, die die aktuellen Bedingungen widerspiegelt", teilte Goodell mit.

+++ 07.27 Uhr: Curry will Bevölkerung sensibilisieren +++

NBA-Star Stephen Curry setzt sich in den USA für eine Aufklärung zur Corona-Pandemie ein. Am Donnerstag (Ortszeit) befragte der Profi der Golden State Warriors den anerkannten Wissenschaftler Anthony Fauci in einem Livestream bei Instagram, knapp 50.000 Menschen verfolgten die Diskussion. Darunter war auch Ex-Präsident Barack Obama.

"Einer der Gründe, warum ich dieses Format mit Fragen und Antworten haben wollte, ist, hoffentlich verschiedene Bevölkerungsgruppen und Menschen zu erreichen, die an den Fakten interessiert sind", sagte Curry. Der dreimalige NBA-Champion betonte, noch immer Bilder von vollen Stränden zu sehen, obwohl die Bevölkerung von Kalifornien dazu angehalten sei, zu Hause zu bleiben und Abstand voneinander zu halten. 

Curry war selbst Anfang März ein Corona-Verdachtsfall, sein Test fiel aber negativ aus. Die USA sind laut John-Hopkins-Universität mittlerweile das Land mit den meisten Coronafällen. Freitagmorgen waren fast 86.000 Infizierte bekannt.

+++ 07.19 Uhr: Serie A pausiert wohl länger +++

Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora hat mittlerweile große Zweifel daran, dass die Serie A schon im Mai wieder Spiele austragen kann. Letzte Woche hatten sowohl Spadafora als auch Präsident Gabriele Gravina vom italienischen Fußballverband (FIGC) diese Hoffnung geäußert.

"Die Voraussagen, die uns haben denken lassen, dass wir Ende April oder Anfang Mai wieder Wettkämpfe beginnen könnten, waren wohl etwas zu optimistisch", sagte Spadafora dem italienischen TV-Sender Rai 3. Sogar Wissenschaftler hätten keine Gewissheit über die Entwicklung der Pandemie, fügte der Minister an.

Zugleich betonte Spadafora aber auch, dass die Sportwettbewerbe so schnell wie eben möglich wieder gestartet werden sollen. "Sport wird einer der Motoren sein, die es uns ermöglichen, dieses Land nach der Gesundheitskrise wiederzubeleben", sagte er. Gravina hatte schon angekündigt, die Saison unbedingt beenden zu wollen, notfalls im Juli und August.

Italien ist weltweit eines der am schlimmsten vom Coronavirus betroffenen Länder. Bereits mehr als 8.000 Tote werden beklagt.

+++ 06.44 Uhr: Witsel startet mit Trainerschein +++

Die Coronakrise hat den Spielbetrieb in Europas Top-Ligen komplett runtergefahren und vorerst auf Eis gelegt - wann es genau weitergeht, kann nach wie vor noch nicht benannt werden.

Da solch eine Situation für die Spieler ungewohnt ist, suchen sich diese diverse Beschäftigungsmöglichkeiten. Mehrere belgische Nationalspieler nutzen ihre Zeit für die eigene Fortbildung.

Borussia Dortmunds Mittelfeldmotor Axel Witsel gehört zu den Spielern aus dem Nachbarland, die nun online ihren Trainerschein begonnen haben, wie der Daily Telegraph berichtet.

Zu den weiteren Teilnehmern gehört demnach Inter Mailands Romelu Lukaku - und auch Manchester Citys Kevin de Bruyne soll Interesse an den Online-Kursen zum Erwerb der UEFA A- und B-Lizenz bekundet haben.

+++ 06.18 Uhr: Schutzkleidung statt MLB-Trikots +++

Schutzkleidung statt Trikots: Ein Unternehmen aus den USA, das normalerweise die Ausrüstung für Mannschaften aus der Major League Baseball herstellt, hat aufgrund der Corona-Pandemie die Produktion umgestellt. Bis zu eine Million Masken und weitere Schutzkleidung für Krankenhausmitarbeiter sollen hergestellt werden. Das bestätigte Michael Rubin, Milliardär und Vorsitzender von Fanatics.

"Die Coronakrise hat unser Land dazu gezwungen, kooperativer, innovativer und strategischer als je zuvor zu sein", erklärte Rubin: "Da die Nachfrage nach Masken und Schutzkleidung gestiegen ist, haben wir das Glück, gemeinsam mit der MLB einen einzigartigen Weg gefunden zu haben, um beim Kampf gegen das Virus die Arbeiter an vorderster Front zu unterstützen."

Eine erste Ladung von Masken und Schutzkleidung sei bereits aus dem Stoff hergestellt worden, der ursprünglich für Trikots der New York Yankees und der Philadelphia Phillies vorgesehen war.

Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen in den USA hatten zuletzt wiederholt über einen Mangel an Schutzausrüstung bei der Behandlung von COVID-19-Patienten geklagt. In einem Bericht vom Donnerstag hieß es, die Mitarbeiter eines New Yorker Krankenhauses hätten sogar Plastikmüllsäcke als Schutz verwendet.

+++ 05.50 Uhr: LeBron will nie mehr abklatschen +++

Das "Handeschüttel-Verbot" in Zeiten der Coronakrise hat sich bei Basketball-Superstar LeBron James (35) offenbar eingebrannt.

"Ich werde nach diesem Mist niemanden mehr abklatschen für den Rest meines Lebens", sagte der Profi des NBA-Teams Los Angeles Lakers in einem Gespräch beim Podcast Road Trippin: "Keine High Fives mehr. Nach diesem Corona-Mist? Wartet ab, bis ihr mich und meine Teamkollegen nach diesem Mist wieder abklatschen seht."

James berichtete ansonsten, dass ihn die plötzliche Ligapause auf unbestimmte Zeit auf dem falschen Fuß erwischt habe. "Mein Körper sagte: Hey Mann, was zur Hölle ist los? Es ist der 13. März. Du machst dich bereit für die Playoffs. Warum schaltest du gerade ab?" Nun trainiere er noch immer etwas, ansonsten habe er viel Familienzeit und schaue einige TV-Shows.

Insgesamt sei es eine "herausfordernde Zeit", in der er versuche, positiv zu bleiben, meinte James: "Meine Urgroßmutter hat immer gesagt: Bessere Tage werden kommen."

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