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München - Das Coronavirus legt den Sportbetrieb noch immer weitgehend lahm. SPORT1 gibt einen Überblick über die Auswirkungen auf die einzelnen Sportarten und Athleten.

  • Kvitova über Grand Slams ohne Fans (6.10 Uhr)
  • EX-NBA-Star Ewing aus Klinik entlassen (Mo., 21.36 Uhr)
  • New York öffnet Trainingsstätten für Profiteams (Mo., 6.10 Uhr)
  • Dann soll La Liga fortgesetzt werden (Mo., 6.08 Uhr)

Dienstag, 26. Mai: 

+++ 21.55 Uhr: Ukraine nimmt Spielbetrieb wieder auf +++

Der Spielbetrieb in der ukrainischen Fußball-Liga wird am Samstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit wieder aufgenommen. Das teilte die Liga am Dienstag mit. Vor jedem Spiel sollen bei den Mannschaften Fiebermessungen durchgeführt werden, während der Partien dürfen nicht mehr als 200 Personen ins Stadion. Aufgrund der Corona-Pandemie war der Spielbetrieb Mitte März unterbrochen worden.

+++ 7.40 Uhr: Wild Wings hoffen auf Hilfe +++

Der Sportliche Leiter der Schwenninger Wild Wings, Christof Kreutzer, hofft in der Coronavirus-Krise auch auf die Hilfe der Politik. "Das ist ein schwieriges Unterfangen, aber letztendlich ist der Sport auch ein großer Wirtschaftszweig. Auch darauf müsste die Regierung ein Auge haben, es nutzt ja nichts, wenn Sportarten sterben", sagte der 52-Jährige am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Ich denke, das müsste die Liga geschlossen angehen. Eventuell sogar mit anderen Sportligen zusammen."

Die Wild Wings, die die Vorrunde vor dem Saisonabbruch als Letzter beendet hatten, haben wie alle anderen 13 Clubs der Deutschen Eishockey Liga bis Sonntag fristgerecht ihre Lizenzunterlagen eingereicht. Ob das notwendige Einverständnis der Spieler zum Gehaltsverzicht vorliegt, wollte Kreutzer allerdings nicht sagen.

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Eine neue Lizenzbedingung ist, dass die Spieler auf 25 Prozent ihres Gehaltes verzichten. Dieser Anteil soll von einer garantierten in eine variable Zahlung umgewandelt werden. "Die Bedingung wird gemacht, damit die Liga auch in dem Sinne weiter bestehen bleibt, so wie sie ist", sagte Kreutzer. Auch er sei zum Gehaltsverzicht bereit. "Wir sitzen alle in einem Boot", sagte Kreutzer. "Wir können es nicht bei einem Angestellten so, beim anderen so machen."

+++ 6.10 Uhr: Kvitova: Lieber keine Grand Slams als ohne Fans +++

Ein großes Tennis-Turnier ohne Zuschauer ist für die zweimalige Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova keine Option. "Ich würde natürlich gerne einen weiteren Grand Slam spielen, aber wenn es so (ohne Zuschauer; d. Red.) ist, würde ich es lieber absagen", sagte die 30-jährige Tschechin im Interview mit der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Ohne Fans zu spielen, "die unser Motor sind", hält sie für keine gute Idee, ein Grand Slam habe "so etwas nicht verdient". Auf der anderen Seite gibt es laut Kvitova allerdings zumindest eine gute Sache an einem Tennismatch vor leeren Rängen: "Ich muss kein Make-up tragen."

Bis zur Fortsetzung der weltweiten WTA-Tour frühestens am 20. Juli steht der internationale Tennissport aufgrund der Corona-Pandemie still. Die diesjährigen French Open wurden auf September verschoben, das ruhmreiche Wimbledon-Turnier wurde abgesagt.

Montag, 25. Mai: 

+++ 21.36 Uhr: Ewing aus Krankenhaus entlassen +++

Der am Coronavirus erkrankte frühere NBA-Star Patrick Ewing (57) befindet sich auf dem Weg der Besserung. Wie sein Sohn Patrick Ewing junior am Montag bestätigte, hat der ehemalige Basketball-Profi der New York Knicks das Krankenhaus verlassen und erholt sich zu Hause weiter von seiner Erkrankung.

"Ich danke allen Ärzten und Klinikmitarbeitern, die sich um meinen Vater gekümmert haben. Ebenso danke ich allen, die an ihn gedacht und für ihn gebetet haben", sagte Ewing junior: "Ich hoffe, jeder passt in dieser Zeit weiter auf sich und seine Lieben auf."

Patrick Ewing gewann mit den USA 1984 in Los Angeles und 1992 mit dem legendären ersten Dream Team in Barcelona Olympiagold, in der NBA wurde er elfmal ins All-Star-Team berufen. Einzig den Meistertitel in der besten Liga der Welt holte er nie. Seit 2017 trainiert Ewing sein früheres College-Team in Georgetown nahe Washington D.C.

+++ 20.35 Uhr: Drittligist Münster geht in Quarantäne +++

Die beiden Testreihen auf das Coronavirus bei Fußball-Drittligist Preußen Münster sind allesamt negativ ausgefallen. "Damit sind die Voraussetzungen für die Aufnahme des Mannschaftstrainings erfüllt, eine positive Rückmeldung gab es bereits vom zuständigen Gesundheitsamt", teilte der Klub am Montagabend mit.

Das Team von Trainer Sascha Hildmann bezog direkt sein "Quarantäne-Hotel" in Münster und wird am Dienstag ins Mannschaftstraining starten. Einige Drittliga-Konkurrenten sind dem Tabellen-18. damit einige Tage voraus, der 1. FC Kaiserslautern etwa nahm seinen Betrieb bereits am 16. Mai wieder auf. 

Das Hygienekonzept des Deutschen Fußball-Bundes sieht vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine siebentägige Quarantäne für alle Drittligaclubs vor. Münster hatte noch vor Wochen betont, dass die Umsetzung des Konzepts den Klub vor große Probleme stellt.

Preußen-Mannschaftsarzt Cornelius Müller-Rensmann, der am letzten Freitag zum Hygienebeauftragten ernannt wurde, ist der Meinung, dass die Fortsetzung der Saison "nicht sinnvoll ist". Münster spielt am Sonntag gegen den Halleschen FC.

+++ 19.45 Uhr: FIS prüft Verlegung der Ski-WM +++

Die alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo könnte ein Jahr später als geplant stattfinden und erst im März 2022 über die Bühne gehen. Flavio Roda, Präsident des italienischen Wintersportverbandes, stellte am Montag beim Weltverband FIS einen entsprechenden Antrag. Die FIS kündigte daraufhin eine "sorgfältige Prüfung" sowie eine Entscheidung bis zum 1. Juli an.

Die WM soll nach Wunsch der Organisatoren aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie erst nach den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking ausgetragen werden. "Es ist eine sehr schmerzhafte Entscheidung, aber eine, die Sinn macht", sagte der italienische NOK-Chef Giovanni Malago dem TV-Sender Rai2: "Sollte es im Oktober oder November dieses Jahres noch ein Problem mit dem Coronavirus geben, wäre es unmöglich, die Sicherheit aller Beteiligten bei einer WM wenige Monate später zu garantieren."

Ursprünglich sollte die WM vom 7. bis 21. Februar 2021 stattfinden. Mit bisher mehr als 32.000 Todesopfern ist Italien eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder.

+++ 17.22 Uhr: Bremen und Meppen steigen auf +++

Nach dem Saisonabbruch in der 2. Fußball-Bundesliga der Frauen stehen Werder Bremen und der SV Meppen als Aufsteiger ins Oberhaus fest. Gemäß der Entscheidung beim außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag rücken Werder als klarer Tabellenführer nach 16 Spieltagen und der Vierte aus dem Emsland in der neuen Saison auf.

Die zweitplatzierte Reserve des VfL Wolfsburg und die U20 der TSG Hoffenheim auf Rang drei waren nicht aufstiegsberechtigt, weil die Erstvertretungen der Klubs bereits in der Eliteliga spielen.

Während die Bundesliga-Aufsteiger am grünen Tisch ermittelt wurden, legte der DFB fest, den Abstieg aus der 2. Liga für diese Saison auszusetzen. In der 1. Frauen-Bundesliga soll der Ball ab dem 29. Mai wieder rollen.

Sonntag, 24. Mai: 

+++ 06.10 Uhr: New York öffnet Trainingsstätten für Profiteams +++

Der US-Bundesstaat New York gestattet seinen professionellen Sportteams die Rückkehr zu den Trainingsstätten. Das gab Gouverneur Andrew Cuomo am Sonntag bekannt. Allerdings müssen sämtliche Aktivitäten zunächst hinter verschlossenen Türen stattfinden.

New York hatte in den letzten Wochen im Zuge der Corona-Pandemie fast 30.000 Todesopfer zu beklagen, zuletzt wurden die Zahlen allerdings als rückläufig bezeichnet.

New York ist ein Zentrum des professionellen Sports mit zwei Teams in der NBA (New York Knicks, Brooklyn Nets), drei in der NHL (New York Rangers, New York Islanders, Buffalo Sabres), zwei in der MLB (New York Yankees, New York Mets) und drei in der NFL (Buffalo Bills, New York Jets, New York Giants).

+++ 06.08 Uhr: Dann soll La Liga fortgesetzt werden +++

Die Fußball-Saison in der spanischen Primera Division soll ab dem 11. Juni vor leeren Rängen fortgeführt werden. Das erklärte Ligapräsident Javier Tebas in einem Fernsehinterview am Sonntagabend mit Movistar Plus

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Laut Tebas solle der Restart mit dem Derby zwischen Real Betis Sevilla und dem FC Sevilla erfolgen. "Ein Spiel für ganz Spanien", sagte er. Wenn dies nicht möglich ist, könne es "am 12., 13. oder sogar 14." weitergehen, erklärte der spanische Ligaboss.

Tebas kündigte an, dass es in den kommenden Tagen eine offizielle Ankündigung über den Restart der seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Meisterschaft geben wird. Der 11. Juni ist das bevorzugte Datum für die erste Partie. "Es wäre unsere Hoffnung, an diesem Tag ein einziges Ligaspiel zu haben - fast als Hommage an das, was geschehen ist", sagte Tebas.

Ministerpräsident Pedro Sanchez hatte bereits am Samstag eine Wiederaufnahme der Spiele ab dem 8. Juni erlaubt. Die Teams dürfen seit vergangener Woche wieder in Zehnergruppen trainieren. Elf Spieltage vor dem Saisonende liegt der FC Barcelona zwei Punkte vor dem Erzrivalen Real Madrid an der Tabellenspitze. 

+++ 05.35 Uhr: Alpine Ski-WM wird wohl verlegt +++

Die alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo findet voraussichtlich ein Jahr später als geplant im März 2022 statt. Flavio Roda, Präsident des italienischen Wintersportverbandes, wird den Weltverband FIS am Montag bitten, diesem Vorschlag zuzustimmen. Das kündigte der italienische NOK-Chef Giovanni Malago am Sonntag im Gespräch mit dem TV-Sender Rai2 an.

Die WM soll demnach aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie erst nach den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking ausgetragen werden.

"Es ist eine sehr schmerzhafte Entscheidung, aber eine, die Sinn macht", sagte Malago: "Sollte es im Oktober oder November dieses Jahres noch ein Problem mit dem Coronavirus geben, wäre es unmöglich die Sicherheit aller Beteiligten bei einer WM wenige Monate später zu garantieren."

Ursprünglich sollte die WM vom 7. bis 21. Februar 2021 stattfinden. Mit bisher mehr als 32.000 Todesopfern ist Italien eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder.

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