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Scheder fordert Ende der Suspendierung von Frehse
Scheder fordert Ende der Suspendierung von Frehse © AFP/SID/THOMAS COEX
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Im Fall der suspendierten Chemnitzer Kunstturn-Trainerin Gabi Frehse hat sich die Olympia-Dritte Sophie Scheder für ihre Betreuerin stark gemacht.

Im Fall der wegen zweifelhafter Trainingsmethoden und Umgangsformen suspendierten Chemnitzer Kunstturn-Trainerin Gabi Frehse hat sich die Olympia-Dritte Sophie Scheder für ihre langjährige Betreuerin stark gemacht. Die 24-Jährige, die bei den Spielen von Rio 2016 Bronze am Stufenbarren gewann, ist Mit-Unterzeichnerin eines Offenen Briefes an den Olympiastützpunkt Sachsen, Arbeitgeber der 61-Jährigen.

"Wie bitten Sie eindringlichst, uns wieder ein Stück Normalität und vor allem eine seriöse und faire Vorbereitung auf kommende sportliche Ereignisse zu ermöglichen. Lassen Sie unsere Trainerin umgehend wieder ihrer Leidenschaft nachgehen und beenden Sie die vorübergehende Freistellung", heißt es in dem Schreiben, das acht Kaderathletinnen unterzeichnet haben.

Seit Ende des vergangenen Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft Chemnitz gegen Frehse und zwei weitere Personen wegen des Verdachts auf Körperverletzung. Bereits im November hatten die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer und weitere Athletinnen ihrer früheren Betreuerin im Spiegel Beschimpfungen, überhartes Training und die Verabreichung von Medikamenten ohne ärztliche Absprache vorgeworfen.

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Auch der Sportausschuss des Deutschen Bundestages hatte sich am Mittwoch mit dieser Problematik beschäftigt. Am 5. Mai werden sich die Parlamentarier in Berlin bei einer öffentlichen Anhörung mit dem Thema "Physische, psychische oder sexualisierte Gewalt gegen Sportlerinnen und Sportler" befassen.

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