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F1 Grand Prix of Abu Dhabi Fernando Alonso hat bereits Erfahrungen in Langstreckenrennen gesammelt. 2018 gewann er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans
Fernando Alonso hat bereits Erfahrungen in Langstreckenrennen gesammelt. 2018 gewann er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans © Getty Images
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Nach dem Qualifying zu den 24 Stunden von Daytona ist Fernando Alonso unzufrieden mit der Balance of Performance. Porsche wird seiner Favoritenrolle gerecht.

Fernando Alonso geht bei den 24 Stunden von Daytona nur aus der dritten Reihe ins Rennen. Vor allem der deutliche Rückstand auf Pole-Setter Oliver Jarvis im Mazda sorgt bei dem ehemaligen Formel 1-Piloten für Ärger. Porsche hingegen wurde seiner Favoritenrolle gerecht und startet von der Pole Position. (Alles zu Daytona auch im Porsche GT Magazin, 3. Februar ab 23 Uhr im TV auf SPORT1)

Bei seiner zweiten Teilnahme am Klassiker in Daytona wollte Alonso den großen Wurf wagen. Nichts anderes als der Sieg wurde angepeilt. Nach dem Qualifying muss sich der Spanier aber mit der bitteren Realität auseinandersetzen. Ganze 0,794 Sekunden fehlen ihm in seinem Cadillac DPi-V.R des Teams Wayne Taylor Racing auf Oliver Jarvis in seinem Mazda RT24-P (Mazda Team Joest).

Dabei sieht Alonso das Hauptproblem in der Balance of Power, die die Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Motorkonzepten der IMSA-Topkategorie DPi regeln soll: "Vergangenes Jahr waren wir (im Ligier JS P217 von United Autosports, d.Red.) nicht konkurrenzfähig. Da haben mir alle gesagt, dass ich für ein amerikanisches Team fahren müsse, weil die Balance of Performance für die europäischen Teams nie dieselbe sein wird. Jetzt bin ich in einem amerikanischen Team, aber wir haben noch immer nicht dieselbe BoP wie die anderen."

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Allerdings kommt der Rückstand nicht überraschend. Bereits bei den Testfahrten Anfang Januar schien das Motorkonzept von Mazda dem von General Motors überlegen.

Hoffnung auf die Renn-Performance

Dennoch hat man in Alonsos Team immer noch die Hoffnung, dass der Leistungsunterschied auf der Langdistanz weniger ausschlaggebend sein wird.

"Die dritte Reihe ist für uns hier das Maximum gewesen. Die ersten vier Plätze waren schon vor diesem Qualifying durch Mazda und Acura blockiert, das wussten wir schon von den Testfahrten. Aber wir wissen auch, dass 24 Stunden sehr lang sind. Dafür ist die Startposition gut", so Alonsos Teamkollege Kamui Kobayashi.

Porsche startet von Pole

Im Gegensatz zu Fernado Alonso herrscht bei Porsche eitel Sonnenschein. In der GTLM-Klasse hat der Autohersteller aus Zuffenhausen seine Favoritenrolle bestätigt und sich mit Nick Tandy die Pole Position gesichert. Der Werksfahrer mit der Startnummer 911 setzte sich mit 1:42.257 Minuten klar vor Jan Magnussen (Corvette C7.R/ 1:42.583), in dessen Team auch der Deutsche Mike Rockenfeller fährt, durch. Earl Bamber rundete das starke Porsche-Ergebnis mit dem fünften Platz ab (1:42,796).

Neben der starken Rennperformance hat Porsche auch mit einer guten Strategie überzeugt. Das Team schickte Tandy zum perfekten Zeitpunkt auf die Strecke, weshalb der Brite vom Windschatten mehrerer Fahrzeuge profitieren konnte.

"Wir hatten uns vorgenommen, einen guten Windschatten zu suchen. Genau das ist perfekt gelungen. Auf den langen Geraden von Daytona kannst du sehr von so etwas profitieren und jede Menge Zeit herausholen. Erst recht, wenn es gleich von zwei Autos einen Windschatten gibt - so wie in unserem Fall. Diese Taktik kann auch mal schiefgehen, aber wir hatten das nötige Glück", lobte Tandy sein Team.

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