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Lirim Zendeli raste beim Rennen ADAC Formel 4 auf dem Hockenheimring auf Platz eins In der FIA Formel-3-Europameisterschaft hatten sich auch Lewis Hamilton, Sebastian Vettel oder Max Verstappen für die Formel 1 empfohlen
Lirim Zendeli raste beim Rennen ADAC Formel 4 auf dem Hockenheimring auf Platz eins In der FIA Formel-3-Europameisterschaft hatten sich auch Lewis Hamilton, Sebastian Vettel oder Max Verstappen für die Formel 1 empfohlen © Getty Images
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Die Formula European Masters 2019 wird wegen zu wenig Fahrern abgesagt. Nun muss sich auch Sophia Flörsch nach Alternativen umschauen.

2019 sollte der große Startschuss für das Formula European Masters sein. Neben der FIA Formel 3, die im Rahmenprogramm der Formel 1 fährt, hätte damit eine zweite Formel-3-Nachwuchsserie stattgefunden, die an die DTM angegliedert gewesen wäre.

Aber was sich in den letzten Wochen schon abgezeichnet hatte, ist nun bittere Gewissheit. Die Verantwortlichen des Formula European Masters gaben offiziell bekannt, dass die Serie 2019 nicht an den Start gehen wird. Bisher waren gerade sechs Piloten, darunter Sophia Flörsch, für die Serie gemeldet. Diese wären für die drei Teams Fortec Motorsport (Großbritannien), Motopark (Deutschland) und Van Amersfoort (Niederlande) angetreten. Zu wenig, um die seriöse Durchführung einer Rennserie zu garantieren.

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Zu viele Serien, zu wenig Fahrer

Walter Mertes, Direktor der Formel 3 Vermarktungs GmbH, machte dafür vor allem die große Anzahl verschiedener Rennserien für Nachwuchsfahrer in Europa verantwortlich. "In einem schwierigen europäischen Wettbewerbsumfeld entfallen zu wenige Fahrer auf zu viele verschiedene Serien", so Mertens.

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Dabei wäre die Rennserie durchaus attraktiv für Nachwuchsfahrer gewesen. Mit der DTM hätte die Serie von einer professionellen und erfolgreichen Plattform profitieren können. Dazu hätten die Fahrer mehr Testtage absolvieren und weiterhin Punkte für die Superlizenz des Automobil-Weltverbandes FIA sammeln können. Die drei besten Fahrer hätten zusätzlich noch die Chance bekommen, sich beim DTM-"Young-Driver-Test" zu präsentieren. Der Serienchampion wäre auch noch für Tests in der japanischen Super Formula qualifiziert gewesen.

Flörsch auf der Suche nach Alternativen

Diese Möglichkeiten entfallen nun für die Nachwuchsfahrer. Davon ist auch Sophia Flörsch betroffen. Die 18-Jährige, die nach ihrem schweren Unfall in Macau in diesem Jahr wieder richtig angreifen wollte, hatte sich schon auf das Formula European Masters gefreut. Erst Anfang März hatte sie noch voller Zuversicht auf die neue Saison geschaut. "Ich hoffe, dass ich im Formula European Masters wieder mit dem Team Van Amersfoort Racing an den Start gehen kann. Mein Ziel sind Top-5-Plätze. Am Saisonende will ich so weit wie möglich vorne sein. Leider kenne ich das Starterfeld noch nicht, aber ich hoffe, dass sich noch möglichst viele Fahrer einschreiben", so Flörsch im Interview mit motorsport-magazin.

Aber alles Hoffen hat nichts genutzt. Nun muss sich Flörsch nach Alternativen umschauen. Serien, die sich als Ersatz anbieten würden, wären die EuroFormula Open oder die neu gegründete Formula Regional European Championship. Dort würde sie dann auf David Schumacher, den Sohn von Ralf Schumacher und Cousin von Mick Schumacher, treffen.

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