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Audi verkündete seinen Ausstieg aus der DTM
Audi verkündete seinen Ausstieg aus der DTM © Getty Images
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Ab 2021 kehrt auch Audi der DTM den Rücken - und drängt die traditionsreiche Rennserie damit an den Rand des Abgrundes. BMW ist von der Entscheidung überrascht.

Jahrelang schaute die DTM sorgenvoll in den Abgrund, konnte einen Sturz aber stets vermeiden - doch die Coronakrise scheint der Rennserie nun den entscheidenden Stoß zu versetzen: Auch Audi wird Ende 2020 aussteigen, der nächste Hersteller geht von Bord, es bleibt nur noch BMW. Und die DTM steht zumindest in ihrer jetzigen Form vor dem Aus.

"Heute ist ein schwieriger Tag für den Motorsport in Deutschland und Europa", sagte DTM-Chef Gerhard Berger. Audis Entscheidung sei zu respektieren, sagte der Österreicher, kritisierte jedoch die Kurzfristigkeit: "Hier hätten wir uns – gerade in Corona-Zeiten – ein Vorgehen im Sinne unserer gemeinsamen Gesellschaft gewünscht."

Die Situation habe sich nun "zusätzlich verschärft, und die Zukunft der DTM wird sehr stark davon abhängen, wie die Partner und Sponsoren auf diese Entscheidung reagieren", sagte Berger.

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Die DTM und ihren Vorläufer, die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft, gibt es mit Unterbrechungen seit den Achtziger Jahren, sie galt vielen als Kernstück des deutschen Motorsports und erfreute sich auch internationaler Beliebtheit. Audi war entscheidender Bestandteil dieser Serie, besonders seit dem Neustart im Jahr 2000.

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Die vergangene Saison wurde für die Ingolstädter zur erfolgreichsten ihrer DTM-Geschichte, Rene Rast gewann den Fahrertitel, auch in Hersteller- und Teamwertung stand Audi ganz vorne.

Audi setzt auf die Formel E

Wenige Monate später steht nun der Ausstieg fest. Das Unternehmen teilte mit, die Entscheidung auch "vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen infolge der Corona-Pandemie beschlossen" zu haben. Die motorsportliche Zukunft liege in der Elektroserie Formel E.

Für die DTM ist das innerhalb von nur anderthalb Jahren der nächste heftige Schlag. Schon Ende 2018 hatte sich Rekordmeister Mercedes verabschiedet. Berger, lange Jahre Pilot, Funktionär und Teilhaber in der Formel 1, kämpfte mithilfe seiner Kontakte um die Zukunft - es war und ist aber ein schwieriger Kampf, die Erfolge sind bescheiden.

So trat Anfang 2019 der britische Autobauer Aston Martin als Hoffnungsträger an, verabschiedete sich aber im vergangenen Januar nach nur einem Jahr wieder.

Berger belebte auch alte Kontakte nach Asien neu, machte Hoffnung auf eine künftige Zusammenarbeit mit Honda, Toyota und Nissan, die in der sehr ähnlichen Super GT starten. Nachdem von der DTM nun nur noch BMW übrig ist, wirken aber auch solche Pläne fragil.

BMW: "Werden die Situation bewerten"

Der bayerische Hersteller wurde vom Audi-Rückzug ebenfalls überrascht: "Wir haben gemeinsam mit der Dachorganisation ITR immer leidenschaftlich für die Zukunft und die Weiterentwicklung der DTM gekämpft. Wir werden die Situation und mögliche Konsequenzen jetzt aus allen Blickwinkeln bewerten."

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