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München - Das harte Ringen um die DTM hat ein Ende. Die Rennserie ist gerettet - und entwickelt ein neues Format. Boss Gerhard Berger ist erleichtert.

Nach zähen Monaten und langen Debatten hat die DTM ihr Konzept für die Zukunft vorgestellt und das Aus der traditionsreichen Motorsportserie abgewendet.

Der Plan sieht vor, eine "eigenständige professionelle Sprint-Rennserie auf GT-Basis" aufzubauen, wie die DTM am Samstag mitteilte. DTM-Boss Gerhard Berger wird die alleinige wirtschaftliche Verantwortung für die neue Rennserie und die Weiterentwicklung der Plattform übernehmen.

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Berger erleichtert: DTM ist deutscher Motorsport

Die Hersteller BMW und Audi werden DTM-Boss Gerhard Berger bei der Umsetzung der Pläne unterstützen. Die DTM-Dachorganisation wird aufgelöst, dafür steigen Audi und BMW zum Saisonende formell aus der DTM-Dachorganisation ITR e.V. aus. Danach übernimmt Berger unter dem Namen BMS die alleinige Führung.

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Es seien "komplexe" Verhandlungen gewesen, sagte Berger, der sich sehr erleichtert zeigte, dass die Serie eine Zukunft hat. "Denn die DTM ist deutscher Motorsport und enorm wichtig", sagte der ehemalige Formel-1-Fahrer: "Ich freue mich vor allem auch darüber, dass wir viele Arbeitsplätze sichern konnten."

GT Pro als Name des neuen Formats

Das neue Format heißt GT Pro. Wie die Serie genau aussehen soll, will Berger in den kommenden Wochen kommunizieren.

"Ich wollte nicht den dritten Schritt vor dem ersten machen", sagte er: "Wir haben den ersten, den wesentlichen Schritt geschafft. Wir haben aber auch von vielen Teams und Herstellern Anfragen. Die Gespräche laufen ab Montag." Er hoffe, fügte Berger an, bis zum Finale der aktuellen Saison am 8. November genauere Informationen veröffentlichen zu können.

Das alte "Class-One-Reglement" hatte keine Zukunft, weil Audi seinen Rückzug aus DTM zum Saisonende bekannt gegeben hatte und kein Ersatz bereitstand. "Künftig werden nicht mehr die Werke, sondern eigenständige professionelle Privatteams auf der Plattform um Siege fahren", sagte Berger: "Wichtig war mir, dass sich beide Hersteller zu diesem Konzept bekennen, damit hier auch die GT-Modelle dieser Marken fahren werden. Die Zusage habe ich."

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