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AUTO-PRIX-F1-MON © Getty Images
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Bei Mercedes herrscht nach dem Quali-Debakel für Lewis Hamilton Katzenjammer. Auch Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo ärgern sich. Stimmen.

Die Stimmung bei Mercedes passte am Samstag gar nicht zum strahlenden Sonnenschein beim Glamour-Grand-Prix im Fürstentum.

Im Qualifying zum Großen Preis von Monaco verpasste Lewis Hamilton nach diversen Problemen den dritten Abschnitten und geht im Rennen am Sonntag (ab 14 Uhr im LIVETICKER) nur von Rang 13 ins Rennen - ein herber Rückschlag im Titelkampf mit Ferrari-Star Sebastian Vettel.

Der Engländer klagte zunächst über überhitzte Hinterräder und kämpfte verbissen um den Einzug in Q3. Nachdem McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne in die Streckenbegrenzung krachte, wurde das Qualifying für Hamilton dann endgültig zum Desaster - oder zu einer "Katastrophe", wie es Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda nannte.

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Pole-Setter Kimi Räikkönen freute sich indes über seine erste Pole-Position seit 2008.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying des Monaco-GP aus der Pressekonferenz, bei Sky und RTL zusammen.

Kimi Räikkönen (Ferrari), Startplatz 1:

"Es war kein leichtes Wochenende, aber für das Qualifying haben wir das Auto besser hinbekommen. Ich bin zum richtigen Zeitpunkt rausgefahren, es lief gut, ich konnte attackieren. Das ist natürlich toll. Es war ein schönes, unkompliziertes Qualifying. Der beste Startplatz garantiert aber nichts für das Rennen. Ich nehme es wie es kommt und will das Beste daraus machen."

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 2:

"Ich denke, ich hätte heute vorne stehen können. Ich bin verärgert, weil heute mehr drin war. Mit dem ersten Sektor war ich ganz zufrieden. Der zweite Sektor war gar nicht gut. Da habe ich es vielleicht etwas übertrieben. Der letzte war auch ok. Kimi hat aber unter dem Strich den besseren Job gemacht."

(über den Vorsprung auf Lewis Hamilton): "Das ist egal, ich wollte heute vorne stehen. Deshalb überwiegt der Ärger. Den muss man jetzt davon wehen lassen. Ich konzentriere mich auf morgen."

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 3:

"Im Qualifying hat sich das Auto so gut angefühlt wie nie zuvor an diesem Wochenende - wenn es auch stellenweise noch immer schwierig war, eine Runde zusammenzubekommen. Es brauchte zwei oder drei Runden, um alle Pneus aufzuwärmen und die Balance sowie das Gefühl für das Auto zu finden - und das Vertrauen. Es war eine wirklich gute Runde. Das war das absolute Maximum. Die roten Autos waren heute aber einfach zu schnell."

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 4:

"Wir sind ziemlich nahe am Podium, ich möchte aber natürlich auch ins Ziel kommen. Da ich hier noch ins Ziel kam, will ich diesen Fluch endlich loswerden. Hoffentlich kann ich einen guten Start schaffen und in der Spitzengruppe mithalten. In Q3 war meine letzte Runde ziemlich optimal. Ich hatte ein wenig Probleme mit dem Grip an der Vorderachse. Generell sind wir aber nicht so weit weg."

Daniel Ricciardo (Red Bull), Startplatz 5:

"Bei meinem letzten Versuch hatte ich Verkehr. Es schien, als hätte ich freie Bahn hinter mir gehabt, daher verstehe ich auch nicht, warum wir nicht ein bisschen gewartet haben. Es hätte nur sein können, dass ich es nicht mehr rechtzeitig raus schaffe. Das wäre aber nicht der Fall gewesen, denke ich. Es schien, als hätten wir einfach einen dummen Fehler gemacht. Vielleicht verstehe ich es aber auch einfach nicht, es schien aber ein simpler Fehler gewesen zu sein."

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Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 13:

"Ich habe noch nicht mit den Jungs gesprochen. Meine Runde am Ende von Q3 hätte vermutlich gereicht, um es noch in die Top 10 zu schaffen, aber viel mehr wäre mit meiner Pace sowieso nicht drin gewesen. Die Leistung von Valtteri Bottas zeigt wenigstens, dass wir hier nicht furchtbar schlecht sind. Nun müssen wir nur noch herausfinden, warum Valtteri heute nicht die gleichen Probleme hatte wie ich."

Niki Lauda (Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender):

"Wir müssen das analysieren. Wir müssen uns genau anschauen, wo der Unterschied zwischen den beiden Autos liegt, und warum das Setup an einem Auto funktioniert hat und am anderen nicht. Lewis war mit seinem Setup komplett verloren. Eine Katastrophe, was die WM angeht. Aber er muss losfahren wie ein gereizter Geier."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef):

"Für Lewis ist das meiner Meinung nach ein Abschreiber. In Monaco kannst du daraus nichts mehr machen. Wenn er Glück hat, kann er einen oder zwei Punkte mitnehmen. Wir haben uns am Donnerstag mit dem Setup irgendwie vertan. Anschließend sind wir nie mehr auf einen grünen Zweig gekommen. Da hat uns einfach Pace gefehlt. Bei Lewis war das Auto wirklich nicht gut - und da verlierst Du auch jedes Selbstvertrauen."

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